Jungen sind die großen Verlierer des Schulsystems

Die Jungen drohen zu den Verlierern des Hamburger Bildungssystems zu werden. In vielen Fächern wie Deutsch Kund Englisch haben die Mädchen sie in ihren durchschnittlichen Leistungen längst abgehängt. Sogar in Mathe und Naturwissenschaften, in denen die Jungen traditionell stark sind, haben die Mädchen praktisch gleichgezogen. Dabei schließt sich die Leistungsschere im Laufe der Schulkarriere nicht etwa, sie wird sogar noch größer.

Das belegt die bisher unveröffentlichte Studie Kess 8, die der WELT exklusiv vorliegt. Nach den Jahrgängen 4 und 7 sind jetzt die “Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern” (Kess) des achten Jahrgangs in einer Längsschnittstudie vom Dortmunder Bildungsforscher Wilfried Bos und seinem Team getestet worden. An der Studie nahmen 9628 Schüler von 170 staatlichen und 14 Privatschulen teil.

Zwar zeigt die Untersuchung insgesamt gute Lernfortschritte der Schüler vom Anfang der siebten bis zum Ende der achten Klasse. Allerdings stehen die Jungen dabei sehr viel schlechter da. Beim Leseverständnis, einer zentralen Kompetenz, sind sie von den Mädchen weiter abgehängt worden. Die Differenz hat sich von 17 Punkten am Ende der vierten Klasse auf nunmehr 33 Punkte verdoppelt, das entspricht fast einem Lernjahr.

Jungen sind die großen Verlierer des Schulsystems – Nachrichten welt_print – Vermischtes – Hamburg – WELT ONLINE

Würde eine solche Studie zum umgekehrtem Ergebnis kommen, so würden sofort Programme  für Mädchen in Leben gerufen. Und was passiert beim wirklichen Ergebnis?

Genau das. Es werden weiterhin Millionen für Mädchenförderung ausgegeben – und Jungs dürfen am Boys-Day mal im Kindergarten als Erzieher oder bei Friseur “schnuppern”.

Tradtionelle Logik vefehlter Subventionspolitik!

Die Diskussion im Forum verfolgen?

“Die zunehmenden Bildungsmisserfolge sind also durchaus kein Zufall, sondern logische Konsequenz einer Jungen vernachlässigenden Bildungspolitik”.

Das Bundesjugendkuratorium hat im September 2009 eine offizielle Stellungnahme „Schlaue Mädchen – Dumme Jungen? Gegen Verkürzungen im aktuellen Geschlechterdiskurs“ zu den Ergebnissen von Fachleuten veröffentlicht, die einhellig eine problematische Bildungs- und Arbeitsmarktsituation von Jungen konstatieren. Das Bundesjugendkuratorium hat wesentlichen Einfluss auf die Bildungs- und Jugendpolitik, da es die zuständigen Ministerien berät. Die Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums ist deshalb eine sehr wichtige Aussage der Bildungs- und Jugendpolitik in Deutschland. Sie gibt damit einen Trend der Bildungs- und Jugendpolitik auf Bundesebene in den nächsten Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, wieder. Grund genug also für MANNdat, diese Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums unter die Lupe zu nehmen.

Hier geht es zu der umfangreichen und differenzierten Ananalyse.

Die Diskussion im Forum verfolgen?

Wenn Jungen was erreichen, dann ist es Diskriminierung von Mädchen. Wenn Mädchen was erreichen, dann sind sie einfach besser…

Heute erreicht uns dieses Lesermail eines Schülers, das ich hier in leicht gekürzter Version wiedergeben möchte. So denken also Schüler einer Berliner Schule… Vielleicht lesen einige der verantwortlichen Lehrerinnen ja mal, wie leicht ihr Spiel mit der Zukunft männlicher Schüler von diesen  durchschaut wird…

Sehr geehrte Damen und Herren,

gleichberechtigung-fuer-jungsich habe das Buch “die Jungenkatastrophe” gelesen. Aus diesem Buch habe ich auch Ihre Internetadresse. Ich hoffe, dass ich zum Thema “Schule und Jungen” bei Ihnen richtig bin.

In dem Buch ging es u.a. auch über Schulleistungen. Dazu wollte ich Ihnen meine Erfahrungen mit der Benotung von Jungen und Mädchen in der Schule beschreiben. Ich will Ihnen einfach nur ganz kurz meine Erfahrungen als Schüler schildern, vielleicht können sie was damit anfangen. Ich will dabei auf die eine Studie eingehen, http://www.bmbf.de/pub/Bildungsmisserfolg.pdf.
Diese Studie sagt aus, das Frauen bei gleicher Leistung besser beurteilt werden. Anhand meiner Erfahrungen analysiere ich das anders: Frauen werden bei VIEL SCHLECHTER LEISTUNG VIEL BESSER BEWERTET.

Ich kann Ihnen da 4 Vorfälle auferzählen, die dafür exemplarisch sind:

1) Eine Schülerin sagt das ganze Jahr über nichts. Nur einmal hat sie was im Unterricht gesagt. Voller Eifer hat sie behauptet, dass “Lenin und Stalin Ossis waren”. Sie hat aber in jedem Fach eine 2 bekommen und wurde für ihre Leistungen auch noch geehrt.

2) Ein andere Schülerin hat im ganzen Jahr auch nichts gesagt. Einmal hat sie etwas gesagt und behauptet, dass BEKLEIDUNGSFIRMEN! besonders von Kriegen profitieren. Und Sie werden es raten, auch sie hat mündlich überall eine zwei bekommen.

3) Wiederum eine andere Mitschülerin hat zu mir gesagt, dass “sie mir den Kopf wegschießen will, weil sie nicht zur Tafel blicken kann”. Die Lehrerin meinte daraufhin voller Freude, dass “das die neue Durschestzungskraft von Frauen ist”. Ich persönlich fand das als beleidigend. In bester Anti-Agression-Manier habe ich mich daraufhin im meinen Stuhl groß gemacht, nur damit ich dieser Schülerin den Blick auf die Tafel KURZ versperren konnte. Darufhin meckert die Lehrerin mich an: “Was mir eigentlich einfällt?”

4) Noch eine andere Mitschülerin meinte, dass die Hauptstadt des Kalten Krieges Hiroshima war. Als ich drauf Berlin sagte, nannte diese Schülerin mich Spinner. Diese Schülerin hat auch mal gefragt, “ob die USA nicht Deutschland bombardieren kann?” Das war so ziemlich das Einzigste, was diese Schülerin gesagt. Und auch hier werden sie es kaum erraten, auch sie wurde mit zweien nahezu überhäuft.

Das war nur eine kurze Übersicht. Verbale “Duelle” und die mündliche Mitarbeit wurde ganz verschieden bewertet. Bei den Frauen wurde einfach alles positiv ausgelegt. Eigentlich kann ich es so zusammenfassen: Junge sagt was – Lehrerin stimmt nicht zu. Mädchen sagt EXAKT DAS GLEICHE, Lehrerin stimmt zu.

Zur letzten Schülerin kann ich aber noch was erwähnen. Mit dieser Schülerin war ich in einer Klasse, als der Ehrenmord an Hatun Sürücü passierte. Diese Schülerin war mit der Ehrenmordfamilie befreundet. Außerdem ging noch ein Türsteher in meine Klasse, Sleiman aus dem Märkischen Viertel. BEIDE haben den Mord gerechtfertigt  und ein Lehrer meinete nur lapidar, “dass die Medien halt immer einen Schuldigen suchen”. Ich habe diese Äußerungen, etwas ausführlicher beschrieben, unter anderen auch an SEyran Ates, Necla Kelek und Serap Cileli geschrieben. Von wegen: Friedfertige Frauen….

Desweiteren wurde Mobbing von Frauen mir  gegenüber als CHARAKTERSTÄRKE ausgelegt.
FAZIT: In meiner Klasse war es so, dass es nicht der Verdienst der Frauen war, dass sie bessere Abschlüsse hatten. Es war der Verdienst der Lehrer. Die Frauen konnten sich ja gar nicht gegen die guten Noten wehren. Das war schon richtiges Einser-Stalking.

Besonders einige Lehrerinen wollten immer den Eindruck erwecken, wenn Jungen was erreichen, dann ist es Diskriminierung. Wenn Frauen was erreichen, dann sind sie einfach besser.

Dabei habe ich früher immer die Einstellung vertreten, wer etwas werden will (und dazu befähigt ist), der sollte das auch unabhänig vom Geschlecht erreichen dürfen. Doch dann wurde ich aufs übelste diskriminiert. Aber dabei darf man jan icht vergessen, dass ich mit der Ungleichberechtigung von damals nichts zu tun hatte. Und dann kommen da ein paar Lehrerinnen und berücksichtigen bei der Notenvergabe, “dass Frauen Jahrhunderte diskriminiert wurden”. DARAN WAR ICH ABER NICHT BETEILIGT.

Diese Ideologie der Lehrer beeinflusst auch mein Leben, aber das scheint diese Leute ja nicht zu interessieren.

Mit freundlichen Grüßen

S.K.

Trotz Bildungsbenachteiligung: “Jugend forscht” heisst vor allem: Jungen gewinnen

19-Jähriger aus Niedersachsen zum zweiten Mal Bundessieger

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat am Sonntag in Osnabrück die Preisträger des 44. Wettbewerbs „Jugend forscht“ ausgezeichnet. Bundessieger wurde bereits zum zweiten Mal der 19-jährige Raphael Errani aus Niedersachsen.
Die Preisträger des 44. Wettbewerbs „Jugend forscht“ stehen fest: Bundesbildungsministerin Annette Schavan zeichnete die Jungforscher am Sonntag in Osnabrück aus. Bereits zum zweiten Mal wurde der 19-jährige Raphael Errani aus Niedersachsen Bundessieger. Schavan sagte bei der Festveranstaltung, der Wettbewerb vermittele seit 44 Jahren die Erfahrung, dass Forschung schön sei. Insgesamt hatten sich 200 Nachwuchswissenschaftler im Alter von 11 bis 22 Jahren für das Bundesfinale qualifiziert, darunter 61 Mädchen.

Die Jury beeindruckte Jungforscher Errani diesmal mit einer Theorie zur Entstehung eines Rings aus Dunkler Materie in der Milchstraße. Dafür erhielt er den Preis des Bundespräsidenten. Die Juroren seien besonders davon beeindruckt gewesen, wie der 19-Jährige „in die aktuelle Diskussion entscheidend an vorderster Front der Forschung eingegriffen habe“, sagte Schavan.

Gewalterfahrungen von Jungen werden weitgehend verleugnet

Jungen sind häufiger Opfer als Mädchen

Jungen sind häufiger Opfer als Mädchen

Bremen (epd). Jungen sind nach Angaben von Experten oft Opfer von Gewalt, werden aber zumeist nur als Täter wahrgenommen. “Auf der Straße geht zwar 80 Prozent der Gewalt von Jungen aus, 70 Prozent der Opfer sind aber auch Jungen”, sagte der Bremer Soziologe und Therapeut Volker Mörchen am Donnerstag in einem Gespräch mit dem epd. Männliche Opfererfahrungen würden in der Öffentlichkeit weitgehend verleugnet, kritisierte der Mitarbeiter des Bremer “Jungenbüros” im Vorfeld einer Fachtagung an diesem Freitag in der Hansestadt.”Jungen erleben sexuelle Gewalt im sozialen Umfeld, Mobbing in der Schule, körperliche Gewalt auf der Straße und häusliche Gewalt”, erläuterte Mörchen. So gebe es alleine in Bremen im Jahr 50 Anzeigen wegen sexueller Gewalt an Jungen. “Die Dunkelziffer liegt zehnmal höher.” Viele Jungen redeten nicht gerne über ihre Gewalterfahrungen, weil sie sich nach dem Motto “Mann oder Opfer” als Versager fühlten: “Die Opferrolle ist für sie mit Scham besetzt.” Deshalb bestehe die Gefahr, dass sie sich die Unterlegenheit selbst anlasteten.

Bei Gewalt etwa in der Schule gelte die Aufmerksamkeit fast ausschließlich den Tätern, kritisierte Mörchen. “Angebote für Opfer werden oft vergessen.” Doch es gebe nachweislich viele Jungen, die täglich diffamiert würden. In der Folge könnten sie sich nicht richtig konzentrieren und nicht zuhören. Ihr Selbstwertgefühl werde verletzt, was von sozialer Isolation über Panikattacken bis zu massiven psychischen Erkrankungen führen könne.

Endlich wird dieses THEMA einmal aufgegriffen. Zwar hat der Evangelische Pressedienst nicht ganz so viele Leser(innen) aber immerhin wird das Dilemma von Jungen einmal thematisisert.

In Kindergärten wie Schulen dominiert ein verhuscht-weibliches Klima

Junge eingeschnappt?…sagt Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann im Interview bei SPIEGEL-ONLINE – und sieht Jungs trotzdem im Vorteil.

Denn: Gerade in unserem “digitalen Zeitalter” sind Jungs (und Männer) schon früher angekommen und in Ihren Kompetenzen weiter fortgeschritten als Mädchen und Frauen – meint zumindest der Fachmann. [Read more...]