Die Ideologie- und Gender-Mainstreaming- konformen “neuen Wegen für Jungs” starten jetzt, zeitlich und inhaltlich gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, eine Kampagne, um Jungen für aktuell schlechtbezahlte, soziale Berufe zu begeistern.
Mit der – an sich gut gemachten - Broschüre “Sozial for you” sollen Jungen animiert werden, wobei der Name der Broschüre nahelegt, Jungen seien an sich unsozial.
Für Mädchen hingegen gibt es seit Jahren MINT, ein millionenschweres Programm, mithilfe dessen Mädchen für naturwissenschaftliche und technische Berufe begeistert werden sollen. Trotz der langjährigen Investitionen interessieren sich Mädchen aus verschiedensten Gründen aber nicht für jene Berufe…
Vielleicht denken die Verantwortlichen jedoch, es sei besser, mit demselben Kopf mehrfach gegen dieselbe Wand zu laufen, und machen daher immer mehr dessen, was schon bisher so gut wie nicht funktioniert hat…
Welche Motivation mag dahinter stehen?
Hier bin ich auf Vermutungen angewiesen: Meine Phantasie geht in folgende Richtung:
Zuerst müssen die jungen Männer für deutlich weniger Geld in jenen beworbenen, sozialen Berufen arbeiten. Dann werden sie sich – übrigens bewiesen und in krassem Gegensatz zu den jungen Frauen- anstrengen, durch gezielte Gehaltsverhandlungen eben mehr zu verdienen, um genau diesen Umstand danach erneut (und wie bereits heute) von den Frauen, die sich nicht der Konkurrenz stellen wollen, vorgeworfen zu bekommen.
Auch ich wünsche mir, dass es mehr Männer in sozialen Berufen gibt. Sie aber so einseitig anzuwerben, halte ich aufgrund der aktuellen Stimmung gegen Jungen und der Bevorteilung von Mädchen in der Schule für nicht mehr zeitgemäß.
Nicht zueltzt werden Jungen wahrscheinlich auch in Zukunft durch einseitige Zwangsdienste in soziale oder Wehrbereichs- Berufe “für ´n Appel und ´n Ei” gezwungen, die sie dann auch noch (allerdings für etwas mehr Geld) verlängern sollen.
Soviel zu oft versprochenen Jungenförderung!
Obgleich Pädagogen gegen diese einseitige Bevorzugung von Mädchen opponieren, werden die MINT-Programme nur für Mädchen mit deutlich mehr Geld und Aufwand als der für Jungen weiter gefördert.
Welche Wege gäbe es aus dem Dilemma?
1. Jungenförderung müsste endlich mit mindestens der gleichen Menge an finanziellen Mitteln wie die Mädchenförderung ausgestattet werden.
2. Jüngen müsssten ebenso für jetzige, attraktive Berufe begeistert werden! Statt Jungen heute nur im sozialen Bereich zu qualifizieren, sollten endlich jungenspezifische Förderprogramme aufgelegt werden, die 2/3 aller Schulabbrecher frühzeitig unterstützen.
3. Die ewige Lamentiererei der Frauen und Mädchen, sie seien im Gegensatz zu Jungen und Männern allein einseitig benachteiligt, müsste auf dem Müllhaufen der Geschichte landen.
4. Statt immer mehr Frauen in diese Förderinstitutionen einzustellen, die noch immer die gestrigen feministischen Thesen im Kopf haben, müsste der überwiegende Teil der Jungenpolitik und der Jungenförderung von engagierten männlichen Experten vorangetrieben werden.
Doch bis dahin muss ich wohl noch lange träumen…

Klasse Artikel. Mich wundert immer, wie schnell du bist… Heute ist erst die Melung von den neuen Wegen veröffentlicht worden…