Nicht wirklich wichtig…
Am 6. Mai 2010 hätte in Riehen/Basel die Männerberatungsstelle Pro Mann für die Region eröffnen sollen. Neu an diesem Angebot wäre gewesen, dass es auf die Identitäts-, Orientierungs- und Beziehungsprobleme von Männer fokussiert sein sollte und damit eine grosse Lücke in einem Basler Angebotsspektrum geschlossen hätte, das primär auf Männergewalt ausgerichtet ist. Neu war ebenfalls die An- und Einbindung in die (psychiatrische) Klinik Sonnenhalde, die in gravierenden Fällen eine direkte Intervention erlaubt hätte. (…)
In der ferienbedingten Abwesenheit des Chefarztes der Sonnenhalde, Dr. Samuel Pfeifer, der das Projekt wesentlich mitkonzipiert und gestaltet hat, wurde die Eröffnung der Beratungsstelle von der Direktorin der Sonnenhalde, Ursula Fringer, untersagt. Zu diesem Zeitpunkt war bereits ein Flyer in einer Auflage von 5ooo Exemplaren gedruckt, eine Eröffnungsfeier geplant und für Jänner 2011 ein grosses Männersymposium vorgesehen, für das die Referentenauswahl getroffen und ein Tagungsort angemietet war. Als Initiant und Leiter des Projekts wurde ich von Frau Fringer nicht einmal unterrichtet, sondern habe auf Umwegen vom Ende der Beratungsstelle kurz vor deren Anfang erfahren müssen. Gründe für die Liquidierung von Pro Mann sind mir ebenfalls nicht mitgeteilt worden. Damit wurde mit Sicherheit auch für Riehen die Chance eines innovativen Projekts verpasst.
So wird mit den Interessen von Männern und Jungen verfahren. Ob das wohl am Thema liegt?

