Bruno Köhler: Jungs zum Helden machen

Von links Jürgen Griese, Bruno Köhler und Schulleiter Manfred Koschek.

Villingen-Schwenningen (bn). Um die Jungen als Bildungsverlierer drehte sich der Vortragsabend des Gesamtelternbeirates (GEB) in der Aula der Deutenbergschulen vor rund 120 Zuhörern.Das einstige Bildungsgefälle zu Ungunsten der Mädchen hat sich ins Gegenteil umgekehrt. Von der Nachkriegszeit bis Mitte der 1980er-Jahre waren es die Mädchen, die der Förderung bedurften und sie auch erhielten – mit Erfolg.Die von GEB-Vorstandsmitglied Jürgen Griese vorgestellte Bundesstudie zeigt, dass Jungen heute die schlechteren Noten, die wenigsten Übergänge ins Gymnasium, die meisten Schulabbrüche vorweisen und sich ihre Bildungsmisserfolge bis in die Berufswelt hineinziehen.Bruno Köhler, Vorstandsmitglied von »Manndat – geschlechter-spezifische Initiative« mit Sitz in Hamburg hat dafür eine entscheidende Ursache ausgemacht: Jungen lesen schlechter. Leseförderung und Unterrichtsmaterialen sprechen ihre Interessen nicht an und gehen an ihrer Lebenswirklichkeit vorbei, behauptet Köhler. »Wer Jungen zum Lesen bringen möchte, muss sie zu Helden machen«, sagt er.Der Vergleich der beiden Schulstudien IGLU (Internationale Grundschul-Leseuntersuchung) und PISA macht es deutlich: bei IGLU wird die Lesekompetenz von zehn-, bei PISA von 15-jährigen Schüler unter die Lupe genommen. Die geschlechterspezifischen Unterschiede sind im ersten Fall noch gering, im zweiten hoch – zu Ungunsten der Jungen. Köhler schlägt für den Schulalltag das Angebot unterschiedlicher Texte vor.Jungen interessieren sich für Abenteuer und Sport, Mädchen für Musik und Tiere. Für die Leseförderung von Jungen zu Hause schlägt der Experte vor, Erlebtes in Buchform anzubieten, Buchgeschenke mit einem passenden Spielzeug zu kombinieren, die Bibliotheken zu nutzen, zu Hause eine »Schmökerecke« und Vorleserituale einzurichten. So werden die Förderung von Wortschatz und Sprachrhythmik mit einem »angenehmen Gefühl« verknüpft.Den Schulen empfahl er, nach Textbearbeitungen per Fragebogen das geschlechterspezifische Interesse am Thema zu ermitteln, Vorleseaktionen und verstärkt Sachbuchvorstellungen einzuführen, in Mathematik einmal auf Basis von Fußballtabellen zu arbeiten und dem Bewegungsdrang gerade der männlichen Schüler Raum zu geben.

Nachrichtenticker VS: Köhler: Jungs zum Helden machen // schwarzwaelder-bote.de

Ein guter Artikel von den eifrigsten Jungenförderern von MANNDAT.

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    [...] Schwarzwälder Bote: Köhler – Jungs zum Helden machen Südkurier: Sie kümmern sich um die Jungs WebJungs: Bruno Köhler – Jungs zum Helden machen [...]

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