Mit Entsetzen muss Zartbitter feststellen, dass auch heute noch die meisten Sportvereine den Schutz von Jungen vernachlässigen, die Aussagen der Opfer anzweifeln und sich häufig auf die Seite von Tätern stellen, in dem sie “die Angelegenheit unter den Teppich kehren”. Nach dem Motto “Nur keine schlafenden Hunde wecken” oder den Ruf des Vereins beschädigen, meinen viele Funktionäre, sexueller Missbrauch würde erst dadurch zum Problem, dass er im konkreten Fall benannt wird. Dabei übersehen die meisten Sportfunktionäre, dass Missbrauch im Sport vor allem dann zum Problem wird, wenn über die Problematik geschwiegen und keine Präventionsarbeit geleistet wird. Solange die Sportwelt schweigt, behält der Sportbereich seine Funktion als “Mistbeet für Täter”, in dem diese ohne großes Risiko Jungen missbrauchen können.
Und werden ausnahmsweise mal einzelne Taten bekannt, so wechseln die Täter meist ohne große Probleme zum nächsten Verein. Ein solcher Wechsel von einem Verein zum anderen ist einfach.
Ich war schon immer ein großer Fan von Zartbitter. Dieser Verein ist dafür bekannt, dass er Jungen als Opfer ernst nimmt, und sie schützt.
