deckt Professor Amend hier auf. Es geht um eine Aktion von Bäckern, die landauf landab stets zu dieser Zeit läuft. Gewalt kommt nicht in die Tüte! So oder ähnlich steht es dann auf Brötchentüten, die Bäcker tun “was gegen Gewalt” und schon sind alle (vor allem Gleichstellungsbeauftragte und Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen) zufrieden…. Doch leider werden wiedermal völlig überzogene und vor allem schlicht falsche Fallzahlen zugrunde gelegt. Zitat:
Der Brötchenaktion in Hessen liegt die weit verbreitete Realitätsverkennung zugrunde, die meint, dass wir »nicht darum herumkommen, dass physische Gewalt in Beziehungen überwiegend männlich« sei. Hunderte von Studien haben das widerlegt, aber es scheint auf viele Menschen einen ganz besonders attraktiven Reiz auszuüben, wenn sie sich Frauen als klein und hilflos vorstellen können und als Wesen, die immer der starken Hand eines Mannes, einer Bischöfin oder des Staates bedürfen. Genussvoll scheint es Männern wie Frauen, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven, sich Frauen als hilflos vorzustellen.
Deshalb sei zur Klarstellung auf eine basale Realität der Wissenschaft hingewiesen:
25:25:50
Das heißt: 25 Prozent der Gewalttätigkeit in Beziehungen geht von Frauen aus, 25 Prozent von Männern und 50 Prozent von beiden gemeinsam. Dazu gehören Differenzierungen. Etwa die, dass auf Frauen zwei Drittel und Männer ein Drittel der schweren Verletzungen entfällt. Mit einer Brötchenaktion für allein gepeinigte Frauen hat das nichts gemeinsam. Frauen sind wie Männer selber Peiniger des anderen Geschlechts und vor allem auch der Kinder. Deshalb ist die zweite Realitätsverkennung, dass Frauen und Kinder nur an Männern und Vätern litten. Die Kinder leiden an beiden gleichermaßen, häufiger sogar unter den Müttern, die die Kinder länger am Tag als der Vater um sich haben.
Doch das wollen die politisch Verantwortlichen noch verkennen, denn es ist offenbar schwer, Jungen als Opfer und Frauen als Täterinnen zu sehen…
