Wie die “Emma” investigativ den Amoklauf aufklärte…

Es war eigentlich zu erwarten.

Ich hatte ja bereits gestern über die Spekulationsblasen von Steffen Seibert (ZDF) geschrieben, doch offenbar waren die eifrigen ForenteilnehmerInnen der “Emma” noch brillianter und schneller in ihrer Analyse der Amoktat.
Wo die meisten erstmal sprachlos sind, erklärt uns bereits gestern die Emma-Begründerin, wie der Täter wirklich tickte.

Den Erklärungen ist gemein, dass sie zwar gut in den jungenverachtenden Zeitgeist passen, jedoch in keiner Weise der Dynamik eines Amoklaufes Rechnung tragen.

Übrig bleibt im Emma-Artikel nicht etwa ein hier und da eingestreuter differenzierender Konjunktiv, der eine Mutmaßung kenntlich macht nach dem Motto: es hätte so und so sein können, nein, Alice Schwarzer weiß wohl, was den Täter antrieb.

Offensichtlich versteigen sich die Damen (auch jene in den Emma-Foren kurz nach der Tat) nun zum Selbstbild, wirklich hellsehen zu können und “zu wissen” was in dem Kopf des Amoktäters vor sich ging.
Der ist immerhin tot , und somit beruhigender Weise nicht mehr in der Lage, obige Interpretationen durch die Bekanntgabe seiner wahren Motive entlarven zu können.

Es “kann” nach Ansicht der “Emma” einfach nur um eines gegangen sein: Um Frauenhass!

Und um Pornografie! Dass ein solch gezieltes Aussuchen von Opfern beispielsweise nach Geschlecht oder anderen Items in jeder Weise der Dynamik eines Amoklaufs an sich widerspricht, wird nicht einmal angedacht.

Nach der immergleichen Logik der “Emma” muss die Tat das Bild von der friedfertigen Weiblichkeit bestärken, die niemals Jungs mobben würden, und die selbst auch nie gewalttätig werden kann und so weiter, und so fort…

Es ist natürlich Balsam für die geschundene Seele einer Alice Schwarzer, auf diese Weise auch nach 30 Jahren noch immer am selbstgezimmerten Zerrbild festhalten zu dürfen, dass das ultimative Böse eben nur in den Männern und Jungen verortet.

Es steht zu befürchten, dass in naher Zukunft von Seiten der derart investigativ recherchierenden Emma auch jene Studie der “ideologisch falschen” Ausrichtung bezichtigt werden wird, die ermittelt hat, wer die wirklich Benachteiligten in Bezug auf Zukunftsperspektive und Bildungschancen seit Jahren sind: die Jungen.

Es wäre kein Wunder: Der Autor der Studie sieht die Amoktat nämlich eher in einem anderen Zusammenhang, den man hier nachlesen kann.

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  1. Alice Schwarzer hetzt weiter gegen Jungen : Webjungs - News sagt:

    [...] – wenn sie Alice Schwarzer widersprechen? Sie sind – blind! Richtig, wir konnten es erahnen! Allein Alice Schwarzer, die am Tag nach der Tat schon wusste, was Ermittler und Wissenschaftler erst Wochen später zurückweisen mussten, allein sie kann wohl [...]

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