Häusliche Gewalt: aufgepasst Jungs! Die Lehrer(innen) werden veranlasst, Euch Märchen zu erzählen.

Die Projektbeschreibung:

Frühzeitige Prävention bei häuslicher Gewalt

so lautet die Vorgabe des Bundesministeriums, um Euch angeblich vor häuslicher Gewalt zu schützen, oder Euch als “Betroffene” gar zu unterstützen…

Unter dieser Fahne segeln schon seit Jahren eine Schul-Projekte, die jedoch häufig mehr Märchen über die häusliche Gewalt verbreiten, als Euch über die Wiklichkeit zu informieren.

Viele von Euch – wenn nicht die meisten – wissen es längst:

Unter “häuslicher Gewalt” wird in Wirklichkeit jede körperliche Gewalt verstanden, die zuhause passiert.

  • schlagende, prügelnde, misshandelnde Mütter
  • schlagende; prügelnde, misshandelnde Väter
  • schlagende, prügelnde Söhne, Brüder, Töchter und Schwestern.

Gewalt gegen JungenDoch wer wird in der Schule als “Täter” benannt?

Hauptsächlich der Vater oder der jetzige Partner Eurer Mutter – wenn er nicht Euer Vater ist.

Ihr sollt – weil ihr Jungs seid – häufig lernen, KEINE TÄTER zu werden. Die körperliche Gewalt Eurer Mütter und Schwestern wird in der Regel nicht besprochen.

Wir wissen: gerade körperliche Gewalt generell richtet sich in der Hauptsache gegen Jungen und heranwachsende Männer. Die Täter sind sehr häufig ebenfalls männlich und sehr häufig etwa gleichaltrig.

Bei der Gewalt zuhause gegen Euch als Söhne sind Mütter und Väter oder Frauen und Männer die Täterinnen und Täter.

Also: lasst Euch keinen Quatsch erzählen, glaubt lieber Euch selbst und Eurer Wahrnehmung, wenn ihr zuhause betroffen seid.

Wenn ihr geschlagen oder sonstwie misshandelt oder missbraucht werdet, dann ist das real und wahr – selbst wenn die Meisten es nicht glauben wollen.

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr uns anrufen oder uns mailen. Wir glauben Euch!

–> Rechts unten könnt Ihr mit uns chatten, telefonieren, im Jungs-VZ könnt Ihr dem “Hausmeister” eine private Nachricht senden.

Wir sind Profis, wir wissen, wie man Euch unterstützen kann, wir glauben Euch und wir tun nichts ohne Eure Zustimmung oder über Eure Köpfe hinweg.

Liebe Grüße

Euer Hausmeister

Kommentare

  1. Stephan Evers meint:

    Hallo

    Ich habe zu dem Thema selten einen so billigen Artikel gelesen. Statt inhaltlich und mit Herz jugendliche Männer zu erreichen, wird hier über Diffamierung (LehrerInnen und Schulprojekte) und negativer Abgrenzung Stimmung gemacht. Ganz nach dem Motto – andere können nix, wir alles.
    Schade – eine vertane Chance.
    Übrigens versteht man unter häuslicher Gewalt sehr viel mehr als nur körperliche Gewalt. Unter anderem psychische Gewalt wie Drohungen, Nötigung, Nachstellen, Freiheitsberaubung aber auch weniger bedrohliche Gewaltformen wie Beschimpfung, Bevormundung, Demütigung, Einschüchterung, emotionale Manipulation, Verbote, Kontrolle und Bespitzelung von Sozialkontakten usw. und nicht zuletzt auch ökonomische Gewalt (Taschengeldentzug…)

    Herzliche Gruesse
    Stephan Evers

  2. Hausmeister meint:

    Vielen Dank für Ihre Meinung, Herr Evers.
    Leider gehen Sie in Ihrem Kommentar nicht auf die im Artikel genannte inhaltliche Kritik an den geplanten Schulveranstaltungen ein. Wir bemängeln, dass nur die Gewalt von Männern thematisiert wird und die Gewalt von Müttern keine Rolle zu spielen scheint. Jungen werden so nur als zukünftige Täter gesehen, nicht aber als Opfer häuslicher Gewalt. Und genau das sind sie ebenfalls…
    Außerdem: “Psychisch gewalttätig” nach ihrer Definition werden sowohl Männer als auch Frauen. Insofern kann ich ihre Kritik nicht so ganz nachvollziehen.

  3. Andy B. meint:

    Hallo zusammen,

    so wie ich den Artikel vom “Hausmeister” verstehe, wird hier auf die Häusliche Gewalt dargestellt und das NUR über Jungs gesprochen wird, dass von den Mädels wird weiter nicht beachtet.

    Desweiteren ist mir eine Wendung in dem Text aufgefallen. Einmal wird oben beschrieben, was häusliche Gewalt ist, dann der Unterschied Thematisiert und dann geht es in die Richtung, was kann man tun und wie wirkt es sich aus, was denken die Kids darüber, wenn sowas ist.

    Zu dem Wie kann man helfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da ist einmal das Jugendamt, die Polizei und wenn es in der Stadt es gibt einen Stadtjugendpfleger oder bei ausfahrten die Jugendgruppenleiter/ Betreuer. Alle diese Personen können die Kinder schützen oder den Familien helfen.
    Nur das wichtige daran ist, das die KIDS selber anfangen zu reden und NICHT unter druck gesetzt werden!!!

    und das was Herr Evers meinte, ist, das es noch andere Gewalt gibt, die unter der Häuslichen Gewalt verbunden sind, da sie ja im ersten abschnitt beispiele dafür liefern.

    Nun hab ich denke ich genug geschrieben. Aber dieses Thema ist eine heikle sache, da es schwer zu helfen ist, aber ständig irgendwo passiert und die Kinder denken, das war nichts, bis man sie fragt oder sie darauf anspricht.

    Mfg
    Andy B.

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