Bischöfin Jepsen tritt wegen Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen zurück

Jepsen hat nach eigenen Angaben von den Missbrauchsvorwürfen gegen einen evangelischen Pastor in Ahrensburg erst im Frühjahr 2010 erfahren. Sie sei nur über eine Affäre des Pastors mit einer Frau informiert worden. „Das Wort Missbrauch ist nie gefallen, da wäre ich unruhig geworden“, sagte Jepsen in einem Interview. Nach einem Magazinbericht soll die Bischöfin jedoch bereits 1999 von den Vorwürfen gegen den Pastor erfahren haben, der Ende der 70er- bis Mitte der 80er-Jahre Jugendliche sexuell missbraucht haben soll.

Am Freitag veröffentlichte das „Hamburger Abendblatt“ die eidesstattliche Versicherung einer Zeugin, die Jepsen bei einer flüchtigen Begegnung während eines Kongresses 1999 in Lübeck über die Vorfälle informiert haben will. Der Pastor wurde 1999 versetzt, 2001 ging er in den Ruhestand. Die Staatsanwaltschaft wurde damals nicht informiert. Auch kirchliche Ermittlungen hat es nicht gegeben. Erst seit März 2010 untersucht ein Kirchengericht die Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Pastor. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. Strafrechtlich sind die Vorgänge nach Auskunft der Staatsanwaltschaft verjährt.

Der Focus berichtet.

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