Schröder setzt auf freiwillige Zivis, Guttenberg will Zwangsdienste nur aussetzen

(c) Martin Schutt, DPA

Sie tummeln sich. Fast alle wollen mitreden. Doch ein Thema bleibt: Die Aussetzung der Wehrpflicht bedeutet nichts anderes, als dass die Zwangsdienste für Männer und die daraus resultierende Ungerechtigkeit im Grundgesetz weiter festgeschrieben bleibt. Seltsam ist nur, wie die politisch Verantwortlichen ihre Ideen nach außen verkaufen.

Von Menschen, die Dienst dem Land gegenüber leisten ist die Rede, oder von “freiwilligen, weiblichen Zivis”. So wird also die vielbeschworene Gleichberechtigung nach außen formuliert. Doch es ist und bleibt bisher eine Gleichberechtigung ohne den längst überfälligen Anteil der  Gleichverpflichtung. Wir sind gespannt, was uns als nächste, gendergerecht verkaufte Mogelpackung erwartet.

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Kommentare

  1. Christian meint:

    Solche eine Abschaffung ist halt politisch eine heikle Sache. Das würde ich auch langsam angehen. Erst einmal aussetzen, dann wird es sehr schwer einen solchen Dienst wieder einzuführen. Es ist eine Quasi-Abschaffung

  2. Rainer meint:

    Bei dem genannten Begriff “freiwillige, weibliche Zivis” komme ich ins Grübeln. In der Politik und in den Medien werden Frauen doch als “die” sozialen Wesen dargestellt, die anderen selbstlos helfen und sich für Alte und Kranke einsetzen. Demnach müsste es eigentlich mehr “freiwillige, weibliche Zivis” geben, als männlich gezwungene? Dem ist aber nicht so. Es besteht sogar ein erhebliches Ungleichgewicht. Siehe auch:
    http://wikimannia.org/index.php?title=Ehrenamt
    http://wikimannia.org/index.php?title=Freiwilligensurvey

    Rainer

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