Positiv: Beratungsstelle in Gotha hilft jungen Männern und Vätern

Gotha. Eine spezielle Männerberatung sei in Thüringen selten, sagt Claus Hild. Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Anke Merbach, wendete sich nach Nachfragen vor einiger Zeit an Hild, um ihm das Projekt ans Herz zu legen. Claus Hild, der viele Jahre als Familienpädagoge gearbeitet hat, nahm sich dessen an. Mit der Förderung der Jugendhilfe wird die Beratung für Männer bis 27 Jahre unterstützt.

 

“Überforderung ist ein ständiges Thema in der Gesellschaft”, sagt der Sozialpädagoge. “Das subjektive Sicherheitsgefühl nimmt ab.” Gerade Männer würden bei Problemen, wie beispielsweise einer Trennung, oft erst zu einer Beratungsstelle kommen, wenn es nicht mehr geht, sie privat und beruflich fast am Ende sind. Um diese Hemmschwelle zu überwinden, bietet er eine offene Beratung an, die als “Türöffner” funktionieren soll, um später individuelle Termine zu vereinbaren.

 

Durch die Sozialisierung neigten Männer oft zu einer rationalen Lebensweise, sagt Claus Hild. Wenn ein Problem besteht, wollten sie es oft auf schnellstem Wege lösen. Doch bei über die Jahre aufgebauten Schwierigkeiten sei dies so rasch nicht möglich. Statt übergeordnete Lösungen den Betroffenen aufzubürden, versucht er mit einer systematischen Therapie die Betroffenen individuell zu beraten.

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