Heute erreicht uns dieses Lesermail eines Schülers, das ich hier in leicht gekürzter Version wiedergeben möchte. So denken also Schüler einer Berliner Schule… Vielleicht lesen einige der verantwortlichen Lehrerinnen ja mal, wie leicht ihr Spiel mit der Zukunft männlicher Schüler von diesen durchschaut wird…
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe das Buch “die Jungenkatastrophe” gelesen. Aus diesem Buch habe ich auch Ihre Internetadresse. Ich hoffe, dass ich zum Thema “Schule und Jungen” bei Ihnen richtig bin.
In dem Buch ging es u.a. auch über Schulleistungen. Dazu wollte ich Ihnen meine Erfahrungen mit der Benotung von Jungen und Mädchen in der Schule beschreiben. Ich will Ihnen einfach nur ganz kurz meine Erfahrungen als Schüler schildern, vielleicht können sie was damit anfangen. Ich will dabei auf die eine Studie eingehen, http://www.bmbf.de/pub/Bildungsmisserfolg.pdf.
Diese Studie sagt aus, das Frauen bei gleicher Leistung besser beurteilt werden. Anhand meiner Erfahrungen analysiere ich das anders: Frauen werden bei VIEL SCHLECHTER LEISTUNG VIEL BESSER BEWERTET.Ich kann Ihnen da 4 Vorfälle auferzählen, die dafür exemplarisch sind:
1) Eine Schülerin sagt das ganze Jahr über nichts. Nur einmal hat sie was im Unterricht gesagt. Voller Eifer hat sie behauptet, dass “Lenin und Stalin Ossis waren”. Sie hat aber in jedem Fach eine 2 bekommen und wurde für ihre Leistungen auch noch geehrt.
2) Ein andere Schülerin hat im ganzen Jahr auch nichts gesagt. Einmal hat sie etwas gesagt und behauptet, dass BEKLEIDUNGSFIRMEN! besonders von Kriegen profitieren. Und Sie werden es raten, auch sie hat mündlich überall eine zwei bekommen.
3) Wiederum eine andere Mitschülerin hat zu mir gesagt, dass “sie mir den Kopf wegschießen will, weil sie nicht zur Tafel blicken kann”. Die Lehrerin meinte daraufhin voller Freude, dass “das die neue Durschestzungskraft von Frauen ist”. Ich persönlich fand das als beleidigend. In bester Anti-Agression-Manier habe ich mich daraufhin im meinen Stuhl groß gemacht, nur damit ich dieser Schülerin den Blick auf die Tafel KURZ versperren konnte. Darufhin meckert die Lehrerin mich an: “Was mir eigentlich einfällt?”
4) Noch eine andere Mitschülerin meinte, dass die Hauptstadt des Kalten Krieges Hiroshima war. Als ich drauf Berlin sagte, nannte diese Schülerin mich Spinner. Diese Schülerin hat auch mal gefragt, “ob die USA nicht Deutschland bombardieren kann?” Das war so ziemlich das Einzigste, was diese Schülerin gesagt. Und auch hier werden sie es kaum erraten, auch sie wurde mit zweien nahezu überhäuft.
Das war nur eine kurze Übersicht. Verbale “Duelle” und die mündliche Mitarbeit wurde ganz verschieden bewertet. Bei den Frauen wurde einfach alles positiv ausgelegt. Eigentlich kann ich es so zusammenfassen: Junge sagt was – Lehrerin stimmt nicht zu. Mädchen sagt EXAKT DAS GLEICHE, Lehrerin stimmt zu.
Zur letzten Schülerin kann ich aber noch was erwähnen. Mit dieser Schülerin war ich in einer Klasse, als der Ehrenmord an Hatun Sürücü passierte. Diese Schülerin war mit der Ehrenmordfamilie befreundet. Außerdem ging noch ein Türsteher in meine Klasse, Sleiman aus dem Märkischen Viertel. BEIDE haben den Mord gerechtfertigt und ein Lehrer meinete nur lapidar, “dass die Medien halt immer einen Schuldigen suchen”. Ich habe diese Äußerungen, etwas ausführlicher beschrieben, unter anderen auch an SEyran Ates, Necla Kelek und Serap Cileli geschrieben. Von wegen: Friedfertige Frauen….
Desweiteren wurde Mobbing von Frauen mir gegenüber als CHARAKTERSTÄRKE ausgelegt.
FAZIT: In meiner Klasse war es so, dass es nicht der Verdienst der Frauen war, dass sie bessere Abschlüsse hatten. Es war der Verdienst der Lehrer. Die Frauen konnten sich ja gar nicht gegen die guten Noten wehren. Das war schon richtiges Einser-Stalking.Besonders einige Lehrerinen wollten immer den Eindruck erwecken, wenn Jungen was erreichen, dann ist es Diskriminierung. Wenn Frauen was erreichen, dann sind sie einfach besser.
Dabei habe ich früher immer die Einstellung vertreten, wer etwas werden will (und dazu befähigt ist), der sollte das auch unabhänig vom Geschlecht erreichen dürfen. Doch dann wurde ich aufs übelste diskriminiert. Aber dabei darf man jan icht vergessen, dass ich mit der Ungleichberechtigung von damals nichts zu tun hatte. Und dann kommen da ein paar Lehrerinnen und berücksichtigen bei der Notenvergabe, “dass Frauen Jahrhunderte diskriminiert wurden”. DARAN WAR ICH ABER NICHT BETEILIGT.
Diese Ideologie der Lehrer beeinflusst auch mein Leben, aber das scheint diese Leute ja nicht zu interessieren.
Mit freundlichen Grüßen
S.K.


Kann ich sehr gut nach vollziehen, wie sich der obige Schreiber fühlen muss.
In Brandenburg wurde jetzt der Trainerraum eingeführt für störende Schüler – natürlich nur vorgesehen für Jungen. Und wenn sie dann von den Lehrerinnen (es gibt kaum Lehrer!) dort hin geschickt werden, müssen sie vor einer weiteren Lehrerin zurecht gewiesen.
In Brandenburg sind von 7 Sportlehrern 5 alte Frauen … ein Schulfach, wo durchaus Jungs besonders Spass hatten
Stimmt, gerade die ältere Generation der Frauen ist ja noch mit dem Absolutheitsanspruch aufgewachsen, dass Frauen per se unterdrückt werden. Insofern KÖNNEN Jungs gar nicht benachteiligt werden. Viele dieser Frauen haben zudem das Selbstbild, dass sie selbst Opfer sind und nie Gefahr laufen würden, andere zu benachteiligen…