Mädchen leiden stärker unter Schulstress als Jungen

Hamburg – Mädchen leiden einer aktuellen Umfrage zufolge deutlich stärker unter Schulstress als Jungen.38,2 Prozent der Schülerin-nen berichteten von psychosomatischen Beschwerden, bei den Schülern waren es 21,3 Prozent, teilte die Krankenkasse DAK gestern in Hamburg mit.Das Institut für Psychologie und das Zentrum für angewandte Gesundheitswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg hatten für die Studie fast 4500 Schüler an 15 Schulen in vier Bundesländern befragt.Besonders groß sei der Geschlechterunterschied bei Kopfschmerzen. Darüber klagen nur 8,4 Prozent der Jungen, bei den Mädchen sind es dagegen 25,3 Prozent.

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Mal wieder so ein “Werk” der Forscher… Mädchen leiden mehr, daraus wird: Mädchen sind mehr betroffen. Dass es zu Mädchen nunmal gehört, sich bzw. das eigene Leiden gut wahrzunehmen, wird vollständig ausgeblendet – genauso wie die Tatsache, dass Jungen unter keinen Umständen als weinerlich daher kommen wollen, und daher selten bis ganz selten zum Arzt gehen.

Kommentare

  1. Komfortchris meint:

    Viel schlimmer finde ich die damit verbundene Zementierung von Geschlechterstereotypen – “die” Mädchen” und “die” Jungen. Und es stimmt: Hätten Jungen mehr Möglichkeiten ihren Körper wahrzunehmen und auch über Probleme und Schmerzen zu sprechen, sähen die Zahlen sicherlich anders aus. Allerdings: Dann könnte man gar nicht mehr zwei so schöne Gruppen aufmachen …

  2. Martin meint:

    …und da die Welt wie so oft keine Quelle angibt, schaut man mal kurz in das Onlinewerk des Halbwissens und stößt auf: “Die Sterblichkeit durch Suizid ist sehr stark abhängig von Alter und Geschlecht. [...] In der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen betrug die Sterblichkeit 2,1 (weibl.) bzw. 6,2 (männl.) je 100.000 Einwohner [...] (wikipedia mit den Quellen des stat. Bundesamtes). Das wiederum wird vermutlich niemals thematisiert werden.

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