Vielleicht reden wir zunächst über den Schutzmechanismus, den wir verwenden und der ziemlich gut wirkt. Und wenn ich mich dann traue, erzähle ich vielleicht auch von den Ängsten, die er verdecken hilft. Das weiß ich aber noch nicht.Denn Jungs, das haben wir von Fernfahrern, Raubeinen und älteren Brüdern gelernt, Jungs haben keine Angst, Jungs haben höchstens Respekt. Angst ist was für Menschen mit Gefühlen. Respekt hingegen ist die weltgewandte Variante für die Starken und Souveränen – also für uns. Sie sagt: „Klar, das ist jetzt eine blöde Situation, aber man muss sich ihr stellen. Dann wird’s schon.“ So sind wir Jungs, bzw.: So wollen wir gerne sein. Denn so sind auch die Männer, die sich bei „Wetten dass …?“ von einer vier Kilometer hohen Klippe in einen Haufen spitzer Glasscherben stürzen – ohne Helm! Sie sind wahlweise Fernfahrer oder großer Bruder und meist die Art von markigem Superheld, die uns gefällt. Sie antworten jedenfalls immer auf die vorab gestellte Frage nach Angst mit der Respekt-Platitüde. Und deshalb haben wir uns diese schon damals zu eigen gemacht, als wir im Frotee-Schlafanzug vor dem Fernseher saßen und unsere größte Angst war, dass die Chips ausgehen könnten, denn dann hätten wir in den Keller gehen müssen. Dort war es dunkel und kalt und dort war das Regal mit den Vorräten.
Jungs, was ist eure größte männliche Angst? – jetzt.de – Sex – jetzt.de
Die Süddeutsche schreibt über eines der größten männlichen Probleme: Dem Umgang mit Angst…
