Wie eine Studie der Niedersächsischen Landesmedienanstalt ergeben hat, prägt der Konsum der Pornofilme nämlich ein altmodisches Frauen- und Männerbild.
Während viele Sexualkontakte bei Jungen als cool gelten, würden Mädchen dafür als Schlampen abqualifiziert, heißt es in der am Mittwoch in Hannover vorgestellten Befragung junger Menschen. Für viele von ihnen gehören die kostenlos zugänglichen Sex-Filme auf Computer oder Handy zwar zum Alltag – tatsächlich haben sie aber eher weniger Sex als Jugendliche früher.
Die von der Stuttgarter Medienforscherin Prof. Petra Grimm geleitete Studie kommt zu dem Schluss, dass der vor allem bei Jungen verbreitete Konsum von Internet-Pornos negative Folgen haben kann. Jungen sähen sich beim Sex unter Leistungsdruck, während junge Frauen einem übertriebenen Schönheitsideal nacheiferten.Pornos könnten die Vorstellung junger Menschen von Sex sowie ihr Wertverständnis beeinflussen, stellt die Studie fest. Möglicherweise werden bestimmte sexuelle Muster durch die ständige Wiederholung in den Filmen auch im Gehirn programmiert.
Medien: Pornos prägen Rollenverständnis bei Jugendlichen | News | ZEIT ONLINE
