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Tritt die Union jetzt für eine Wehrpflicht für Männer und Frauen ein?
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BenutzerBeitrag

14:35
24.07.10


Leon Woczelka

Admin

Beiträge 138

Beitrag 15:45 – 24.07.10 bearbeitet von Leon Woczelka


Ich bin jetzt eher unsicher, ist das hier eine Ente… eine weibliche zudem?

(c)shop.stimme.de

Mit Pathos wirbt die CDU für "eine Armee der Söhne und Töchter""…

"Armee der Söhne und Töchter"

Union kämpft für Wehrpflicht

Angesichts der anstehenden Bundeswehrreform mehren sich die Forderungen von CDU- und CSU-Politikern nach Beibehaltung der Wehrpflicht – trotz des Sparzwangs auch im Verteidigungsressort. Die Wehrpflicht sei "ein Stück Identität der Union". Und es gebe auch keine Belege dafür, dass eine Berufsarmee billiger werden würde.

„Unsere Bundeswehr ist eine Armee der Söhne und Töchter. Die Verankerung in der Bevölkerung ist ein hohes Gut“, sagte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) dem „Spiegel“. „Deswegen bin ich für eine Beibehaltung der Wehrpflicht.“ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte dem Nachrichtenmagazin: „Wir sollten trotz der schwierigen Haushaltslage und der notwendigen Neustrukturierung der Bundeswehr an der Wehrpflicht festhalten.“ Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, Peter Hauk,bezweifelt, dass eine Berufsarmee billiger sei als eine Wehrpflichtarmee. Dafür gebe keine Belege: „Wir sind grundsätzlich für den Erhalt der Wehrpflicht.“

Ich vermute, die Ministerpräsidentin Lieberknecht spricht vorschnell aus, was sie vielleicht gar nicht denkt.

"Söhne und Töchter" hieße dann in die Realität übersetzt: Die Söhne müssen, die Töchter müssen. Gemeint ist aber wahrscheinlich, dass die Töchter dürfen.

Wenn meine Vermutung stimmt, kann man beruhigt der Frau Lieberknecht Naivität im Verständnis der Gleichberechtigung vorwerfen. Denn erwachsene Gleichberechtigung geht nun mal nicht ohne eine durchgängige  Gleichverpflichtung.

Dem Text ist  bisher nicht zu entnehmen (und ich vermute, das ist Absicht), ob Frau Lieberknecht wirklich meint, was sie sagt, sich also für eine generelle Einführung der Wehrpflicht für Männer und Frauen ausspricht.

Doch mich läßt nicht zuletzt der Name der Politikerin an dieser eher wünschenswerten Variante zweifeln. Immerhin heisst sie "Lieberknecht" und nicht "Liebemagt".


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