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Missbrauch durch Frauen ist keine Seltenheit. Meist geschieht er im familiären Umfeld und meist bleibt er ohne Konsequenzen für die Täterin.
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BenutzerBeitrag

07:52
29.09.11


Leon Woczelka

Admin

Beiträge 146

"Es ist schlimm zu erfahren, dass Frauen so etwas tun", sagt die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung Christine Bergmann. Nach einer Studie ihrer Geschäftsstelle werden zehn Prozent der Missbrauchsfälle von Frauen verübt. Der Psychologe Alexander Homes hat weltweit recherchiert und spricht sogar davon, dass die Hälfte aller Missbrauchstäter weiblich ist. So genau weiß es niemand, die Dunkelziffer ist hoch, es werden nur wenige Daten erfasst. Laut Bergmann ist es dringend notwendig, dass Betroffene über die Tat sprechen, und dass ihnen geglaubt wird.

Marquardt hat 40 Jahre lang geschwiegen. Heute will er reden. Er hat seine Geschichte im Buch "Härte" festgehalten, gemeinsam mit seinem Therapeuten Lemke. Acht Jahre Knast liegen hinter ihm, die Polizei war Marquardts brutaler Zuhälterei auf die Schliche gekommen. Im Gefängnis angekommen tobte er tagelang, hämmerte gegen die Tür. Dann stellte seine Verteidigerin ihm eine einfache Frage: "Herr Marquardt, warum sind sie nur so geworden?"

Der frühere Zuhälter weinte, versuchte von da an mit verschiedenen Therapeuten seine verdrängte Vergangenheit aufzuarbeiten. Einige glaubten ihm nicht, viele gescheiterte Gespräche liegen hinter ihm. Bis er Jürgen Lemke traf – mit ihm konnte er reden.

 

Spiegel Online widmet sich dem Thema Missbrauch durch Frauen.

Geradezu pikant in diesem Zusammenhang ist jedoch der Hinweis auf Christine Bergmann und die "Zahlen der Bundesregierung", die offenbar durch eine allzu feministisch-ideologische Sichtweise auf die angebliche Friedfertigkeit von Frauen zustande gekommen sind.

Jungen werden eben eher als Täter denn als Opfer betrachtet.


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