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Mentoring-Programme: Wie man aus Jungen Männer macht
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BenutzerBeitrag

10:36
14.05.10


Leon Woczelka

Admin

Beiträge 146

Der 15-jährige Paul tastet sich bis zur äußersten Kante einer Tischtennisplatte vor. Er weiß nicht, wo er ist. Er weiß nur, dass er sich jetzt nach hinten fallen lassen soll. Erst als zehn Männer ihm durch lautes Rufen bestätigen, dass sie da sind, unten am Tischtennisplatten-Abgrund, lässt er sich rücklings in ihre Hände fallen. Die Übung nennt sich "Vertrauensfall". Darum geht es am Abenteuer-Wochenende des Projekts Boys To Men: um Vertrauen und Zusammenhalt. Und es geht um den Weg ins Erwachsenenleben. Boys To Men ist ein Mentoringprogramm nach amerikanischem Vorbild. Jungs im Alter von 12 bis 17 Jahren bekommen einen erwachsenen Mann als Mentor an die Seite gestellt. Um sich näher kennenzulernen, durchleben sie ein gemeinsames Wochenende in der Natur. Seit 13 Jahren gibt es die Initiative bereits in den USA. Jüngst kamen Projekte in Kanada, Belgien und Südafrika dazu, die sich in der Regel durch Sponsoring finanzieren. Jetzt erreicht sie Deutschland.

Mentoring-Programme: Wie man aus Jungen Männer macht | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Weshalb nun extra aus den USA ein Programm nach Deutschland geholt wird, um Jungs in der Natur das Spielen beizubringen, ist mir ziemlich unklar. Solche Gruppen könnten doch hier auch in Deutschland ohne jeden amerkanischen Indianer-Firlefanz durchgeführt werden. Ich vermute, es ist eine Mode. Die Rituale sollen Jungs im Leben halt geben. Bedauerlich daran ist nur: der Jungenalltag besteht eben nicht aus einer Aneinanderreihung von Schwitzhütten oder Ähnlichem. Insofern können derartige Rituale nicht alltäglichen Halt bieten. Es wird also viel herumsalbadert – ohne Hand und Fuss.


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