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Antwort auf Lesermail: "Wir in der Homosexuellenarbeit gehen davon aus, dass Homosexualität vererbt wird und NICHT sozial erworben ist."
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BenutzerBeitrag

18:02
10.10.10


Leon Woczelka

Admin

Beiträge 146

Heute erreichte uns folgende Mail, die sich auf unsere Umfrage zur Jungenarbeit bezieht::

Sehr geehrte Herren von webjungs,

ich verfolge Ihre Anliegen schon des Längeren und kann Ihnen für Ihre Arbeit zum Wohle unserer Jungen nur gratulieren. Nur manchmal bin ich, ob einiger Formulierungen Ihrerseits, irritiert und würde dies hier gerne ansprechen. Sie schreiben zB. in Ihrer Umfrage: Den Jungs soll gezeigt werden, dass beides sozusagen nebeneinander gelebt und geliebt werden kann.
Wir in der Homosexuellenarbeit gehen davon aus, dass Homosexualität vererbt wird und NICHT sozial erworben ist. Insofern irritiert es zu lesen, dass hetero- aber auch homosexuell orientierten Jungen "gezeigt werden soll" – was immer das heißt -, dass beides "nebeneinander gelebt und geliebt werden kann. Wenn Sie hier auf Bisexualität verweisen wollen, sprechen Sie es doch direkt an und verunsichern Sie doch bitte nicht die jungen homosexuellen Männer in ihrer Orientierung – was dies bei heterosexuell orientierten Jungen machen würde, kennen wir ja von DISSENS.

Beste Grüße M.B.

Sie haben recht, und ich bin jetzt überzeugt, dass diese Aussage missverständlich interpretiert werden kann. Was ich meine ist, dass gerade Jungen und junge Männer von erwachsenen Männern am besten direkt erleben müssen, dass ein Nebeneinander ohne Abwertung und Freundschaften zwischen schwulen und heterosexuellen Männern gut sind. Das wäre als Vorbildfunktion ideal.  Mir ist klar, Homosexualität, Heterosexualität oder Bisexualität sind gleichsam vorgeprägt und haben nix mit sozialem Lernen zu tun. Und das ist gut so.


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