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Dank der "pädagogischen Atmosphäre" sterben männliche Lehrer aus
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BenutzerBeitrag

16:36
05.10.11


Leon Woczelka

Admin

Beiträge 146

Die Grundschüler aus Agathaberg bei Wipperfürth machten auf ein drängendes Problem aufmerksam. "Mann, werd' Lehrer!" stand auf selbst gestalteten Plakaten, die die Viertklässler an Gymnasien und Gesamtschulen im Bergischen Land aufhängten. Die Arbeitsgruppe "Mentos" (Abkürzung für "Men to school", Männer an die Schulen) wollte auf diese Weise Abiturienten, aber auch Betriebspraktikanten in der neunten oder zehnten Klasse für den Beruf des Grundschullehrers motivieren.

Anlass für die ungewöhnliche Aktion war eine Personalie. Der einzige männliche Pädagoge der Grundschule Agathaberg wechselte im Sommer 2010 seine Stelle. "Wir haben nichts dagegen, von Lehrerinnen unterrichtet zu werden", betonten die Mitglieder der AG Mentos. Aber "ein männlicher Lehrer kann uns Jungs besser verstehen, wenn wir mal Mist gebaut haben", erläuterte ein beteiligter Schüler.

Bundesweit gibt es viel zu wenig Männer an den Grundschulen. Der durchschnittliche Anteil der Lehrer in der Primarstufe sinkt seit Jahrzehnten. Er liegt inzwischen bei nur noch zwölf Prozent. Die niedrige Zahl männlicher Studienanfänger für das Grundschullehramt verheißt keine Trendwende. Viele Schulkollegien freuen sich schon über einen einzigen Mann – der nicht zufällig oft gleich der Rektor ist. Das liegt auch an der Bezahlung: Pädagogen an Gymnasien erhalten deutlich mehr Geld als Grundschullehrer. Entsprechend liegt die Männerquote dort höher, mancherorts immer noch bei über 50 Prozent.

"Dramatisierung des Geschlechts"

Jungen brauchen männliche Vorbilder und Identifikationsfiguren auch außerhalb der Familie. Mädchen brauchen Männer ebenso, als das andersgeschlechtliche Gegenüber. Das klingt banal – es wird aber in der bildungspolitischen Fachdiskussion vernachlässigt oder gar geleugnet. Die Hamburger Pädagogik-Professorin Hannelore Faulstich-Wieland zum Beispiel spricht in diesem Zusammenhang von einer "Dramatisierung des Geschlechts".

Die Taz berichtet.

Tja,  so ist es. Wenn eine Wahrheit unbequem ist, wird sie einfach  so lange verleugnet, bis dass sie sogar den "neuen Wegen für Jungs" gefallen muss.

Wissenschaftlichkeit wird wohl ab jetzt nur dann akzeptiert oder angenommen, wenn sie  in das politisch-feministische Weltkonzept passt.

Die Welt ist eben doch eine Scheibe!


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