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Wie die neue "Genderpolitik" den Jungen das Leben schwer machen will…
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BenutzerBeitrag

07:29
13.09.10


Leon Woczelka

Admin

Beiträge 146

Unter der Überschrift : " Schröder will Jungen Faulpelzsyndrom austreiben" werden Jungen hier bereits in der Headline verachtet…

Deutschlands männlicher Nachwuchs macht Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) Sorgen. „Jungen bleiben häufiger sitzen, sind öfter ohne Ausbildung, machen seltener Abitur“, klagt sie in Interviews. Mit einem Budget von bislang rund fünf Millionen Euro will Schröder eine gezielte Jungenförderung anschieben. So gibt es im April 2011 den ersten offiziellen „Boys' Day“ – parallel zum etablierten „Girls' Day“

Das Problem bei den Jungen ist, dass sie entweder bei den Topvertretern sind oder bei den schlechten“, urteilt Dörte Jödicke vom bundesweiten Förderprojekt „Neue Wege für Jungs“ in Bielefeld. Lehrer beobachteten immer wieder bei Schülern im Mittelfeld, dass sie entweder die Rolle des Klassenclowns übernehmen, um aufzufallen, oder abrutschten. …

Jungen führten schulische Erfolge eher auf Begabung als auf eigene Anstrengung zurück, erläutert Pädagoge Budde. Auf Misserfolge reagierten sie dann oft gleichgültig. Experten sprächen hier vom „Faulpelzsyndrom“, wonach Jungen lieber als Faulpelz denn als Streber dastehen. Diese „coole Verliererkultur“ herrsche vor allem in sozial schwachen Familien vor.
„Mädchen sind einfach flexibler, haben deshalb in Schule und Studium die Nase vorn“, sagt Dörte Jödicke. Auch bei der Berufswahl sei der Blickwinkel von Jungen zu eingeschränkt. 59 Prozent entschieden sich für traditionelle Männerberufe wie Kfz-Mechatroniker. Erzieher und Grundschullehrer lehnten sie als „Weiberkram“ ab, schlecht bezahlt, ohne Prestige.

Dadurch verbauten sich viele die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sagt Jödicke: „Sie verpassen den Wandel von der Industrie- zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft.“

Das Förderprojekt „Neue Wege für Jungs“, das vom Bundesfamilienministerium und dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird, will Jungen über Tagespraktika in Kitas, Senioreneinrichtungen und Arztpraxen frauentypische Berufe näher bringen.

An der Laborschule der Universität Bielefeld entstand bereits in den 90er Jahren aus der Mädchen- eine Jungenförderung. „Boys' oder Girls' Day ist punktuell, wir setzen auf Langzeitwirkung“, sagt die didaktische Leiterin Christiane Biermann. An der Reformschule wird ohne feste Klassenverbände bis zum zehnten Schuljahr zusammen gelernt.

Die Kinder absolvieren ab Klasse sieben Berufspraktika – von der Kita über das Produktions- zum Dienstleistungsgewerbe. „Jungen sind nicht die neuen Bildungsverlierer, sie brauchen nur länger“, urteilt Biermann. Im Unterricht benötigten sie mehr Aufmerksamkeit, schnellere Rückmeldung und straffere Zeiteinheiten bei Aufgaben. „Ich verlange beispielsweise Zwischenergebnisse.

So steht also für die "staatlichen Fachkräfte" fest, es liegt permanent NUR an den Jungen selbst, wenn sie in der Schule schlecht sind. Die hinlänglich belegte, jahrzehntelange Benachteiligung gibt es also nach ihrer Meinung nicht, sondern alle Probleme werden schlicht individualisiert, jeder Junge ist eben selbst schuld, wenn er versagt. Dieser wirklich ätzende Artikel macht mir klar, wohin Jungenförderung laufen wird. Wenn bei Mädchen etwas schief läuft, sind die gesellschaftlichen Zustände und die bösen Männer schuld, wenn Jungen abrutschen, dann sind sie selbst schuld – und sollen in pflegerische Berufe abgedrängt werden.


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