Foren/Community

Es ist leicht, hier antworten oder veröffentlichen zu können. Hier gibt es eine Anleitung zum Registrieren und Anmelden…

 
Du musst Dich einloggen, um einen Beitrag zu schreiben Anmelden Registrieren


Registrieren? | Passwort vergessen??

Foren durchsuchen:


 






Mindestanzahl der einzugebenden Zeichen ist 4 – Die maximale Anzahl beträgt 84 Zeichen
Wildcard benutzen:
*  stimmt mit einer Anzahl von Zeichen überein    %  stimmt genau mit einem Zeichen überein

Weshalb es nicht mehr gut ist, als Junge in Goslar zu leben…
Hier geht es zurück zu den Blog-News.

BenutzerBeitrag

09:49
19.05.11


Leon Woczelka

Admin

Beiträge 146

Bisher hatten wir nicht über die "Schlacht um Goslar" (ein eher ironisch gemeinter Tag von Arne Hoffmann) berichtet. Doch jetzt, wo sie verloren scheint, möchte ich es doch tun.

Monika Ebeling, die (vermutlich wohl einzig wirkliche)  Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland, hatte versucht gegen ein Kesseltreiben mit übelsten Diffamierungen gegen sie vorzugehen, und hat leider verloren.

Was ist ihr eigentlich vorzuwerfen?

Betrachtet man im Nachhinein die ganze Angelegenheit aus der Sicht ihrer Gegner(Innen), so muss man zu dem Schluss kommen,  dass sie im Grunde alles "falsch" gemacht hat…

Es war "falsch" von ihr,

  • unter Gleichstellungsarbeit NICHT ausschließlich Frauen und Mädchenarbeit zu verstehen,
  • sich nicht der vorherrschenden Ideologie, dass ausschließlich Frauen und Mädchen Rechte haben, vor Gewalt geschützt zu werden, unterworfen zu haben,
  • sich gegen diese vorherrschende Ideologie auch noch mit Intelligenz und sehr guten Aufsätzen zu wehren, und dies in ihrer Freizeit zu tun,
  • damit ihre Kolleginnen in Deutschland gegen sich aufzubringen, weil diese ihr eigenes Weltbild in Gefahr sahen,
  • sich aufgrund der Kenntnis vieler Studien dafür einzusetzen, dass eben auch Jungen und Männer vorwiegend Opfer von Gewalt sind,
  • als erfahrene Kindergärtnerin und belesene Frau zu wissen, dass Männer und damit Väter in der Erziehung wichtig sind,
  • damit die Grundsatzentscheidung des Bundesfrauenministeriums umzusetzen, Männer in der Erziehung zu fördern,
  • sich gar für solche Männer einzusetzen, denen teils zu Unrecht ihre Kinder vorenthalten werden, weil die Expartnerin völlig durchgeknallt ist,
  • damit zu rechnen, dass sich linke, oder andere sich im Selbstbild  progressiv verstehende Parteien wie die Grünen oder die SPD, für neuere Erkenntnisse in der Geschlechterdebatte auch nur  den Hauch interessieren, und damit zumindest etwas alltagstaugliche Intelligenz beweisen würden,
  • anzunehmen, dass ein Presse"organ" wie die GOSLARSCHE wirklich annähend objektiv und wahrheitsgetreu berichten würde, anstelle völlige Lügengebäude zu errichten,
  • anschließend anzunehmen, dass die Kommentare von LeserInnen nach diesen Artikeln als Diskussionsgrundlage für eine weitere Auseinandersetzung vielleicht stehenbleiben würden, anstelle sofort gelöscht zu werden,
  • sich eben überhaupt mit den Anliegen von Jungen oder Männern zu beschäftigen…

Es lebt sich wirklich nicht mehr gut als Mann oder als Junge in Goslar…

Ich schlage vor, dass wir vielleicht gemeinsam mit Agens, Manndat und anderen einen jährlichen Preis ausloben für die männer- oder jungenfeindlichste Kommune in Deutschland.

Goslar wäre sicher ein Kandidat für die ersten drei Plätze…

Die Süddeutsche nimmt sich des Themas im Rückblick an:

Der Fall der Monika Ebeling begann mit einem erbitterten Brötchentüten-Streit in der niedersächsischen Stadt Goslar. Nun wird das Konfliktpotential, das einer Brötchentüte innewohnt, von den meisten Deutschen nicht wahrgenommen, womit diese Verpackung symbolisch ist für den Fall der Monika Ebeling. Denn auch sie kämpfte, solange man sie noch ließ, in Goslar für eine Angelegenheit, deren Relevanz sich vielen Menschen nicht auf den ersten Blick erschließt: Die Gleichstellung der Männer.

Auch TELEPOLIS hat eine deutliche Zusammenfassung geschrieben, und zwar hier.


Hier geht es zurück zu den Blog-News.