Über den salbungsvollen Umgang mit einer Täterin

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Die Tatsachen sind klar: Margot Kässmann – eine Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende- brettert völlig betrunken über eine rote Ampel und wird gestoppt. Auf Nachfrage antwortet sie, sie habe ein Glas Wein getrunken, heraus kam, sie hatte 1,54 Promille. Interessant ist hierbei der Umgang der Medien – im Besonderen der TV-Stationen – die geradezu einstimmig salbungsvoll-anheimelnd über den Vorfall berichten. Da werden Kerzen angezündet, wichtige Politiker/Innen stellen sich hinter die Bischöfin, diese sagt alle Termine in der Woche ab, und gibt zum Besten, dass sie sich den juristischen Folgen stellen würde.

Hä? Was denn sonst? Glaubt sie etwa, sie hätte einen Bonus?

Nun ja, einen Bonus hat sie, sie ist eine Frau! Pikanterweise läuft zeitgleich eine Verdächtigungs-Kampagne gegen geradezu jeden katholischen Priester, der Jugendarbeit macht. Der wird im Grunde sofort dem Generalverdacht des Kindesmissbrauchs ausgesetzt, schlicht- weil er ein Mann ist. Die beiden Taten – Alkoholmißbrauch und Kindesmißbrauch sind natürlcih nicht miteinander vergleichbar – und dennoch: Diese Verhaltensweisen sind Realitäten einer angeblichen Gleichbehandlung im 21 Jahrhundert.

UPDATE: Ihr Rücktritt heute zeigt, sie klebte nicht an der Macht! Ich vermute, dass nun eine weitere Begeisterung in den Medien für sie ausbricht – sicherlich wieder zugunsten der Frauen. Ich vermute, dass Sätze geschrieben werden wie: “Typisch Frau- Sie steht zu ihren Fehlern im Gegensatz zu den Männern” oder ähnlich…

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