Über die Wissenschaftlichkeit der Studie des Hinrich Rosenbrock.

Die Studie des Herrn Rosenbrock schlägt nun doch einige Wellen. Es war ja beinahe zu erwarten, dass inhaltliche oder methodische Kritik an dieser Studie unerwünscht war, denn hier wird schließlich eine Ideologie angegriffen, die sich offenbar darauf versteift hat, dass Wissenschaft und wissenschaftliches Vorgehen noch eine völlig ungelöste Definitionsfrage sei.

Im Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung wurde es jetzt richtig wissenschaftlich. Dr. Didem Ozan fegte in einem Atemzug sämtliche Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Studie und der Person des Hinrich Rosenbrock hinweg, indem sie der “Verleumdung” des Autoren und seiner Expertise auf den Seiten von Sciencefiles.org in fachmännischer Weise mit schwerem argumentativen Geschütz zu Leibe rückte. Wir lesen:

Kurz beschrieb der Gender-Forscher die bisherigen Reaktionen auf sein Buch: „Es gab alles, von Gesprächsangeboten bis zur Morddrohung. Dass mir meine Männlichkeit abgesprochen wurde, war dabei die mildeste Beleidigung.“ Zudem wurde Rosenbrock, der die Überschneidung antifeministischer und rechter Ideologien feststellte, selbst als Gehilfe der Rechten ausgewiesen, mit dem Argument, dass er Antifeminist_innen in die Nähe von Rechten rücke und damit Rechtsradikalismus verharmlose. Als unwissenschaftlich wurde die Expertise auf sciencefiles.org verleumdet, ihr fehle das Methodenkapitel und Hinrich Rosenbrock „schreibe einfach drauflos“. Dem sciencefiles-Autor empfahl der Sozialforscher knapp, ins Inhaltsverzeichnis zu schauen.

Beleidigungen und Berufung auf die eigene wissenschaftliche Kompetenz – insofern bestätigen die Reaktionen von Seiten der Antifeminist_innen die in der Expertise beschriebenen Kommunikationsstrategien. „Neu hinzu kam, dass Beleidigungen und Diffamierungen als normal hingestellt wurden. Selbst die Morddrohung wurde als verdient legitimiert.“

In der Tat… Ich habe mich heute wirklich angestrengt, doch in keinem einzigen Artikel konnte ich jene Beleidigungen oder Morddrohungen entdecken, von denen Frau Dr. Ozan hier fabulierte.

Die Reaktionen der Heinrich Böll Stiftung bzw. des Gunda  Werner Institutes sind recht eindeutig. Wer kritisiert, was in dieser Studie steht, ja wer überhaupt wagt, ein wenig mehr über Männer, Jungen, Diskriminierung, Wissenschaft und Feminismus nachzudenken, ist in den Augen von Herrn Rosenbrock und Frau Dr. Ozan wohl einfach ein antifemnistischer, männerhassender Neonazi und hat somit jedes Recht verwirkt, als Mensch überhaupt noch zur Kenntnis genommen zu werden.

Wer sich nicht auseinandersetzen will, muss offenbar hassen und sein Gegenüber dämonisieren.

 

Hier nun die beiden jüngsten Entgegnungen auf Sciencefiles.org, die so schrecklich sind, das ich mich kaum traue, auf sie zu verlinken.

http://sciencefiles.org/2012/02/08/rosenbrock-zum-letzten-hoffentlich/

http://sciencefiles.org/2012/02/08/und-rosenbrock-zum-allerletzten-hoffentlich/#comment-1090

Hoffentlich liest der Verfassungsschutz hier nicht mit.

Die Diskussion im Forum verfolgen?

Ihre Meinung ist uns wichtig

*


*