“Jungen werden psychisch auffälliger”

Bad Blankenburg (idea) – Bei Jungen nehmen Probleme in der Schule und psychische Auffälligkeiten zu. Das berichtete der Buchautor und Jugendreferent Christoph Pahl (Leipzig) bei einem Forum „Kinder in Kirche und Gesellschaft“. zu dem die Deutsche Evangelische Allianz am 3. und 4. Februar in ihrer Zentrale im thüringischen Kurort Bad Blankenburg eingeladen hatte. Das Thema lautete „Jungs sind anders“. Die Erfahrungen der rund 30 Teilnehmer zeigten, dass Jungen im Gegensatz zu Mädchen meist lauter sind, mehr provozieren und weniger leicht auf biblische Impulse ansprechbar seien. Pahl zufolge haben viele ein großes Freiheitsbedürfnis und eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit. Sie brauchten klare Grenzen und ein Gefühl der Annahme und Sicherheit. Dies zu vermitteln, sei Aufgabe der kirchlichen Jugendarbeit: „Wenn nicht wir Christen die Jungs mit all ihren Macken lieben, wer soll es dann tun?“ Pahl forderte Kirchengemeinden und christliche Gemeinschaften auf, sich verstärkt auf die Bedürfnisse von Jungen einzustellen. Dazu gehöre vor allem, dass mehr Männer in der Jugendarbeit mitarbeiteten und sich als Vorbilder zur Verfügung stellten.

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