Am Anfang nur ein kurzes Zitat aus zwei langen Artikeln zur ungeschönten Situation von Jungen und ihren Zukunftsaussichten:
Nicht ohne Grund liegt die männliche Jugendarbeitslosigkeit um 40% höher als die weibliche.
Vergleicht man diese Zahlen mit solchen aus früheren Jahren, so zeigt sich, dass es sich hierbei um eine jüngere Entwicklung handelt. So betrugen die Jungenanteile 1970 noch 51 Prozent bei den Hauptschulen, 60 Prozent bei den Sonderschulen und 56 Prozent bei den Gymnasien [3].
“Zwar bemüht man sich mit Aktionen wie dem Girls Day seit mehr als zehn Jahren
darum, Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern,
doch der Erfolg blieb aus. Seit Einführung des Girls Day ist der Anteil
weiblicher Fachkräfte in einigen dieser Berufe sogar gesunken. So sank nach
Angabe des Hightech-Verbands BITKOM der Anteil weiblicher Auszubildender in der
IT Branche von 14 auf 9 Prozent [4]“Jene jungen Männer, die sich für diese Berufe interessieren, können hingegen von einer Förderung, wie sie für Mädchen und Frauen selbstverständlich geworden sind, nur träumen. Somit brechen vor allem am unteren Rand immer mehr Männer weg, und gehen der deutschen Wirtschaft folglich als Fachkräfte verloren. Darüber hinaus bilden sie – unfähig, in produktiver Weise zur Gesellschaft beizutragen – eine neue männliche Unterschicht, die von den Sozialsystemen mitgetragen werden muss.
Kevin Fuchs, einer der Verantwortlichen der männerpolitischen Initiative der Piratenpartei, bat uns per Mail, auf ihre Initiative zu verlinken.
Das mache ich auch deshalb gern, weil ich in diesen beiden Artikeln eine präzise, gut recherchierte und zusammengefasste Sttuations- und Zukunftsbeschreibung der aktuellen Nicht- Jungen-Förderung sehe, die diejenigen schlicht Lügen straft, die allzu gern Gegenteiliges behaupten.
