Beschneidung von Jungen, Falschinformationen der BZGA

Foto: Stefanie Hofschlaeger

Über den alltäglichen Wahnwitz der Jungenbenachteiligung, diesmal durch die BZGA,  hat Mario Lichtenheldt einen Artikel geschrieben. Thema:  “Beschneidung”, ihre Spätfolgen, mangelnde und falsche  Beratung. Sein Fazit:

Kein Arzt kann es sich heute leisten, in der Patientenaufklärung mögliche Alternativen, Komplikationen und unerwünschte Folgen einer OP zu verschweigen. Immense Schadenersatz- oder Schmerzensgeldforderungen wären vorprogrammiert.Bleibt die Frage, weshalb dann aber die BZgA als eine Beratungseinrichtung mit einem öffentlichen Auftrag Jungen durchweg und nicht nur in den Broschüren ihrer Reihe „Sex’n Tipps“ derart oberflächlich, unvollständig und sogar falsch berät!Im 21. Jahrhundert allen Ernstes ein blutiges Ritual aus grauer Vorzeit als „Begründung“ oder gar „Trost“ für sinnlose Operationen an den Genitalien von Kindern (auch Jungen sind Kinder) heranzuziehen, ist zweifelsohne ein Wahnsinn an sich. Offen bleibt dabei, ob dieser Wahnsinn möglicherweise Methode hat …

Hier geht es zum Artikel im Forum.

Sind Männer beratungsresistente Gesundheitsidioten?

Keineswegs, meint einer, der sich damit auskennt: Prof. Dinges. Er macht vielmehr eine verfehlt einseitige Gesundheitspolitik für das schlechte Image der Männer verantwortlich.

Auch in der Gesundheitsaufklärung der BRD blieben und bleiben Frauen immer mit weitem Abstand die Hauptadressaten. Erst bei der Sexualaufklärung und der AIDS-Prävention der letzten Jahre hat sich das etwas verändert.

Hier gibts den ganzen Text zu lesen…: Sind Männer Gesundheitsidioten?


Jungs und Männer, wie geht es Euch mit Eurer “Beschneidung”?

Die männliche “Beschneidung” wird häufig und gern in den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung zu einer unwichtigen Bagatelle gemacht.

Sie wird manchmal einfach mit “Hygiene”  gleichgesetzt und ansonsten verschwiegen. Doch lange nicht alle Männer oder Jungen, die “beschnitten” wurden, halten ihren  jetzigen Zustand für gut oder gar wünschenswert.

Ich bin der Ansicht, dass in Zukunft das Thema einen höheren Stellenwert in der öffentlichen Diskussion braucht, als ihm heute zugewiesen wird. Daher wünsche ich mir, dass möglichst viele Jungen oder Männer, die “beschnitten” wurden, ihre Erfahrungen hier einmal kurz (oder lang) beschreiben.

Nur so lässt sich belegen, WIE Jungen oder Männer ihre “Beschneidung” und deren Folgen später erleben. Und nur so können all jene Märchenstunden beendet werden, die angeblich belegen sollen, dass “das alles ja für jeden richtigen Jungen oder Mann nicht so schlimm” sei.

Tatsache ist, die meisten Männer und Jungen erdulden Vieles, ohne je darüber zu klagen. Genau deshalb gelten sie eben auch nicht als benachteilgt oder gar als traumatisiert.

Unser Forum ist eröffnet. Und wir garantieren, dass wir alle beschriebenen Erfahrungen, Positionen und Meinungen hier veröffentlichen, auch wenn sie nicht unsere Ansichten zum Thema teilen.

Also: schreibt/schreiben Sie uns Eure /Ihre Erfahrungen. Uns interessiert alles, was spontan einfällt.

Hier zum Beispiel einige Fragen:

Wann war meine “Beschneidung”?

Wie habe ich die “Beschneidung” erlebt?

Gab es Probleme? Z.B. bei der Heilung?

Wie wurde ich versorgt?

Wurde ich mit Schmerzen o.ä. ernstgenommen?

Welche Folgen hat meine “Beschneidung” bis jetzt?

Finde ich es ok, wenn kleine Jungen aus religiösen Gründen “beschnitten” werden?

Vielen Dank für Eure/Ihre Antworten.

Hier gehts zum Forum. Bitte nur kurz mit dem Vornamen registrieren und dann schreiben.

Die Diskussion im Forum verfolgen?

Die Beschneidung von Jungen ohne deren Einwilligung ist strafbar!

UPDATE: Bitte auch die Links in den Kommentaren beachten!

Ungerechtfertigter Eingriff in die körperliche Integrität
Eine körperliche Misshandlung nach § 223 Absatz 1 StGB liegt vor im Fall einer unangemessenen und üblen Behandlung, durch die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit mehr als nur unerheblich beeinträchtigt wird. Die bei einer Zirkumzision vorzunehmende teilweise oder vollständige Entfernung der Vorhaut stellt einen nicht nur unerheblichen Substanzverlust dar, sie ist mithin eine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit.

Vor allem bezogen auf religiöse Beschneidungen ist manchmal die Rede davon, dass eine Zirkumzision sozialadäquat sei, also nicht unangemessen und übel (4). Das ist nicht überzeugend, auch weil es widersprüchlich wäre, einen ärztlichen Heileingriff – wie es die Rechtsprechung tut – tatbestandlich als Körperverletzung einzustufen, hingegen bei einer medizinisch nicht indizierten Zirkumzision eine Körperverletzung wegen Sozialadäquanz zu verneinen. Folglich ist in jeder Zirkumzision eine Körperverletzung im Sinne des § 223 Absatz 1 StGB zu sehen. Allgemein gilt also: Ohne eine Rechtfertigung darf niemand in die körperliche Integrität eines anderen eingreifen.

Eine Körperverletzung ist nicht rechtswidrig, wenn der Eingriff gerechtfertigt ist. Das ist zu bejahen bei Vorliegen einer wirksamen Einwilligung des Patienten, wobei es grundsätzlich keine Rolle spielt, ob der Eingriff medizinisch indiziert ist oder nicht.

Liegt die Einwilligungsfähigkeit bei einem Minderjährigen noch nicht vor, kann eine Einwilligung in erster Linie von den Inhabern der Personensorge erklärt werden – meist von den Eltern. Ihre Einwilligung ist gemäß § 1627 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs allerdings daran gebunden, dass die Personensorge „zum Wohl des Kindes“ ausgeübt wird, andernfalls sind die Personensorgeberechtigten nicht dispositionsbefugt. Damit eine Entscheidung im „Wohl des Kindes“ liegt, muss sie seinen Interessen entsprechen, vereinfacht formuliert: vorteilhaft sein. Sind mit einer Maßnahme auch Nachteile verbunden, müssen sie von den Vorteilen überwogen werden. Letztlich läuft alles auf eine Güterabwägung hinaus.

Der Schaden bei einer Zirkumzision liegt im irreversiblen Verlust von Körpersubstanz. Manche halten den Verlust der Vorhaut allerdings für unbedeutend, weil der Vorhaut keine Funktion zukomme (5). Eine solche Sicht ist nicht überzeugend, weil es sehr wohl Funktionen gibt, die die Vorhaut erfüllt (1). Fehlt sie, wird etwa die Eichel nicht mehr feucht gehalten, ist vielmehr ständig einer trockenen äußeren Umgebung ausgesetzt – weswegen die Empfindungsfähigkeit abnimmt (6).

Das Ärzteblatt berichtet. Vielen Dank an M. für den Link!

Ausserdem ein PDF über die juristische Sicht: (http://www.zis-online.com/dat/artikel/2010_7-8_468.pdf).

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Petition gegen Genitalverstümmelung beider Geschlechter

Hiermit rufen wir auf, eine Petition im Ausschuss zu zeichnen.

PETITION:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Mädchen und Knaben gleichermaßen vor der Verstümmelung ihrer Genitalien geschützt werden.


Begründung

Mit der Drucksache 867/09 wird eine Strafrechtsänderung vorgeschlagen, mit der klargestellt wird, dass die Verstümmelung weiblicher Genitalien eine Straftat darstellt. Vorgesehen ist auch eine Verfolgung im Ausland.

So richtig und wichtig diese Initiative ist, so falsch ist es, Knaben den Schutz ihrer körperlichen Unversehrtheit zu verweigern.

Die gegen Mädchen-Beschneidung in der genannten Drucksache genannten Gründe treffen auch auf auf Knaben-Beschneidung zu:

“Entsprechende Eingriffe können durch religiöse, medizinische oder andere Vorstellungen, mit denen sie begründet werden, nicht gerechtfertigtwerden. Sie stellen unabhängig von der Einwilligung der Betroffenen
strafwürdiges Unrecht dar; die „Einwilligung“ oder gar Veranlassung durchdie Sorgeberechtigten ist ein schwerwiegender Missbrauch des Sorgerechts.”

So wenig, wie die “milderen” Formen der weiblichen Beschneidung tolerierbar sind, so wenig ist es akzeptabel, die sexuellen und nicht-sexuellen Empfindungen des Mannes durch die dauernde Freilegung der Eichel
nachhaltig zu verändern, wenn er dem nicht wirksam zustimmt.

Auch bei der männlichen Beschneidung unter neuzeitlichen medizinischen Bedingungen können schwerste Komplikationen auftreten. Allein die Anzahl der Narkoseunfälle bei Beschneidungen von Babys in den USA wird auf mehrere hundert pro Jahr geschätzt. Weltweit werden aber Beschneidungen von Knaben mit primitivsten Werkzeugen und ohne Narkose vorgenommen, was nicht selten zu ernsten Schäden, Zeugungsunfähigkeit oder gar zum Tode führt. In Südafrika sterben beispielsweise jährlich etwa 100 Knaben
infolge solcher Beschneidungen.

Beschneidung (weibliche wie männliche!) berührt die Religionsfreiheit. Gerade wer die Beschneidung als wichtiges religiöses Zeichen sieht, muss Kinder vor diesem irreversiblen Eingriff bewahren, um auch ihre negative Religionsfreiheit im späteren Erwachsenenleben zu sichern.

Menschenrechte sind unteilbar, das Gesetz muss geschlechtsneutral gestaltet werden!

via: Manndat-Forum


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Jungen, die stillen Opfer

Gerade erreichte uns folgende Mail, die wir aufgrund der aufschlussreichen Fülle an Informationen hier in Gänze wiedergeben:

Brutale, entwürdigende Erziehungsmethoden, massiver sexueller Missbrauch, Erniedrigung, Vergewaltigung durch Erzieher und ältere Mitschüler, die zuvor selbst gedemütigt und rücksichtslos misshandelt worden sind – was die deutsche Öffentlichkeit im Frühjahr 2010 mit Abscheu und Entsetzen zur Kenntnis nimmt, ist ein seit Jahrzehnten funktionierender Teufelskreis aus Gewalt, Einschüchterung, Angst und Schweigen.
Es geschah hinter verschlossenen Türen, hinter Klostermauern, in Internaten und Schulen. Ob „Regensburger Domspatzen“ oder Odenwaldschule – der sexuelle Missbrauch von Jungen ist alles andere als eine Randerscheinung!
Das Leid von Jungen wird in unserer Gesellschaft nur selten wahrgenommen. Der gegenwärtige Aufschrei ist da eine Ausnahme, weil die Opfer selbst den Mut hatten, ihre Peiniger offen anzuklagen und das Schweigen zu brechen.
Doch sexuelle und körperliche Gewalt gegen Jungen hat viele Gesichter. Die Beschneidung der männlichen Genitalien ist eines davon.

Jungenbeschneidung geschieht nicht nur irgendwo weit weg – sie geschieht hier und heute! Die Beschneidung der Vorhaut – in Deutschland ist sie oft ein willkommenes Zubrot für Mediziner, die von Salbe nichts hören wollen und für plastische Operationen nicht qualifiziert sind.
In Übersee machen Pharma- und Kosmetikkonzerne das große Geschäft mit der Vorhaut und den Schmerzen neugeborener Jungen. Gravierende OP-Komplikationen und sogar Tote werden dafür in Kauf genommen.
In Afrika und Australien ist Jungenbeschneidung ein grausames Ritual, das jährlich viele Tote fordert, und Juden und Moslems tragen ausgerechnet in der Unterhose ein identitätsstiftendes Symbol, auf das man(n) keinesfalls verzichten kann.
Und so haben Erwachsene weltweit ihre Gründe, an der beinahe schon selbstverständlichen Verstümmelung kindlicher Penisse festzuhalten. Einer entschuldigt sich damit, dass es „die anderen“ ja auch tun. Die einzigen, die bei all dem nicht gefragt werden, sind die Jungen selbst!

Phimose – eine Krankheit, die gar keine ist!
Tag für Tag wird an zahllosen Jungen in Deutschland und Österreich eine Operation vorgenommen, die nach Ansicht von Fachärzten in bis zu 90 % aller Fälle medizinisch unnötig und daher vermeidbar wäre – die Beschneidung der Penisvorhaut wegen einer kindlichen Phimose (Vorhautverengung).
Während deutsche Krankenkassen fragwürdige Zusatzbeiträge erheben, verursacht eine sinnlose Operation massenhaft unnötige Kosten. Für die kleinen Patienten bedeutet der Eingriff ein durch nichts zu begründendes OP-Risiko, unnötige Schmerzen sowie körperliche und psychische Folgen, mit denen die Jungen später fast immer allein bleiben. Bei dem oft als harmlos verniedlichten Eingriff handelt es sich zudem um eine Operation, bei der ein funktioneller Bestandteil der männlichen Geschlechtsorgane entfernt wird, eine Operation, die auch Folgen für die (spätere) Sexualität haben kann.
Dabei erfahren Eltern nur selten, dass eine Phimose mindestens bis zur Pubertät völlig unbedenklich ist, wenn sie frei von Krankheitssymptomen bleibt. Vorenthalten wird ihnen oftmals auch, dass selbst eine behandlungsbedürftige Vorhautverengung nur in wenigen Fällen operiert werden muss. Rund 80 % der betroffenen Jungen können erfolgreich mit Salben behandelt werden – völlig schmerzfrei, angstfrei, ohne Verletzung und ohne bleibende körperliche Veränderungen.
Muss dennoch operiert werden, stehen moderne, vorhauterhaltende OP-Verfahren zur Verfügung, bei denen die Vorhaut lediglich eingeschnitten und geweitet, nicht aber entfernt wird.

„Der Schnitt“ – Ein Buch mit Tiefgang
2009 erschien in Deutschland erstmals ein Sachroman, der sich explizit mit den Themen Phimose, Beschneidung und deren Folgen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen befasst. Die wissenschaftliche Kommentierung dazu erstellte im Frühjahr 2010 Frau Dipl.-Psych. Dr. Gabriele Engelhardt (Hamburg).
Den Tod eines kleinen Jungen im Sommer 2006 nahm der auf Arzthaftungsrecht spezialisierte Hamburger Rechtsanwalt Lukas Stoermer zum Anlass, vor allem Eltern für die möglichen körperlichen und psychischen Konsequenzen dieser umstrittenen und oft unnötigen Operation zu sensibilisieren. Zugleich kritisiert er die häufig unzureichende oder gar fehlende ärztliche Aufklärung über alternative Behandlungsmöglichkeiten.
Der Autor begleitet den zu Beginn der Handlung 13jährigen Internatsschüler Manuel ein Stück auf seinem Weg durch Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden. Dabei dreht sich alles um die medizinisch völlig sinnlose, dafür aber folgenschwere Beschneidung des Jungen und seines gleichaltrigen Freundes David.
Der Roman zeigt das stille Leid und die Scham nach dem „Schnitt“, Gefühle, über die kaum ein Junge redet.
In den zynischen Taktlosigkeiten einiger Schwestern im Krankenhaus und den teilweise handgreiflichen Erniedrigungen und Demütigungen, die Manuel und David durch ihre Mitschüler erfahren, offenbaren sich erschreckende Parallelen zu den aktuellen Missbrauchsfällen.

Dollars und Antifaltencreme aus Babyvorhaut
Ortswechsel. Der Blick über den „großen Teich“, wo in den USA noch immer ca. 50 % aller neugeborenen Jungen sofort nach der Geburt ohne medizinische Indikation und ohne Betäubung beschnitten werden zeigt, wie man aus den Schmerzen neugeborener Jungen ein millionenschweres Geschäft macht.
Babyvorhaut ist ein begehrter „Rohstoff“ für die Pharma- und Kosmetikindustrie. Das Gewebe ist äußerst reproduktiv und mit großer Sicherheit frei von Krankheitserregern. Injizierbares Collagen, gewonnen aus den Vorhäuten neugeborener Jungen, kann die Faltenbildung der alternden Haut vermindern, zum Aufspritzen der Lippen und zur kosmetischen Behandlung von Narben dienen.

Unter dem Namen „Apligraf“ wird weltweit ein Kunsthautprodukt vertrieben, welches ebenfalls aus Babyvorhaut gewonnen wird und den natürlichen Heilungsprozess großflächiger Wunden unterstützt.
Um per Beschneidung an das begehrte Rohmaterial zu kommen, werden amerikanische Jungen gleich nach der Geburt und oftmals ohne Betäubung mit gespreizten Armen und Beinen auf einem sogenannten „Circumstraint“ gefesselt. Dann schiebt der Arzt ein medizinisches Instrument unter ihre verklebte Vorhaut und schält diese von der Eichel ab. Die Babys können sich bei dieser Tortur nicht bewegen. Sie schreien verzweifelt, einige bekommen Krämpfe. Anschließend wird die Vorhaut der Länge nach aufgeschnitten und entweder durch ein Skalpell oder mittels einer speziellen Klemme entfernt. „Vorhauternte“ nennt das die Pharmaindustrie und behauptet allen Ernstes, das Ausgangsmaterial stamme von „gespendeten“ Vorhäuten neugeborener Jungen.
Es geht nicht um HIV-Prophylaxe, nicht um Vorsorge gegen Peniskrebs, Gebärmutterhalskrebs, Geschlechtskrankheiten oder um Hygiene. Die Beschneidung der Vorhaut hat keine nachweisbaren prophylaktischen Effekte auf die Häufigkeit irgendwelcher Krankheiten – ganz im Gegenteil! Die Verbreitung derartiger Pseudoweisheiten sowie der Sensibilitätsverlust der Eichel nach einer Beschneidung führen zu einem leichtfertigeren Umgang mit Kondomen und wechselnden Sexualpartnerinnen. Hinzu kommen die zahlreichen Risiken und Komplikationen während und nach der OP, vor allem in Ländern mit niedrigem medizinischem Standard.
Worum geht es wirklich? Es geht um einen extrem schmerzhaften Eingriff an den Geschlechtsorganen kleiner Jungen, der möglichst sofort nach der Geburt erfolgen muss, weil der Körperteil, den man den Babys raubt, sich später nicht mehr verkaufen lässt. Es geht um Zeit und es geht um Geld!
Das medizinische Equipment, das für die Beschneidung der Säuglinge benötigt wird, ist teuer und sichert etwa in den USA zahlreiche Arbeitsplätze. Eine sogenannte „Gomco-Klemme“, mit der die zuvor aufgeschnittene Vorhaut vom Penis entfernt wird, kostet im Online-Handel zwischen 50 und 300 $. Die etwas brutalere Mogan-Klemme bringt es bei einem Anbieter auf 326 $. Gepfefferte Preise für ein winziges Stück Metall.

Routinebeschneidung in der DDR?
Kommen wir zu einem anderen, bislang unbekannten Kapitel der „politischen Medizingeschichte“, das den sprichwörtlichen amerikanischen Geschäftssinn zumindest ahnen lässt:
Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre nämlich hat man offenbar versucht, Jungenbeschneidungen auch in der ehemaligen DDR zu etablieren. Tatsächlich wurden als Ergebnis kurzzeitig bestehender Kontakte zwischen der University of Berkeley (Kalifornien) und dem damaligen Volkspolizeikrankenhaus Berlin (heute Bundeswehrkrankenhaus Berlin-Mitte) allein 1959 mindestens 546, insgesamt vermutlich weit über 1.500 neugeborene Berliner Jungen ohne evidenten medizinischen Grund an der Vorhaut beschnitten. Von ihnen wird wohl kaum ein Aufschrei ähnlich dem missbrauchter Jungen in Klöstern und Internaten zu erwarten sein. Man darf davon ausgehen, dass die Betroffenen von diesem „Experiment“ nicht die geringste Ahnung haben.
Die „Rechtfertigung“ dafür war damals so irrational wie heute: Man wolle damit (Penis-) Krebs vorbeugen, heißt es in entsprechenden Unterlagen – einer Krankheit, die extrem selten auftritt und wenn, dann fast ausschließlich im hohen Alter.
Die Beschneidungen in der DDR-Hauptstadt endeten abrupt im Jahre 1962. Die einzige von den Amerikanern zur Verfügung gestellte Gomco-Klemme war irreparabel defekt. Eine Neuanschaffung war wegen der Abschottung der DDR nicht möglich, ein Nachbau ebensowenig.
Ob weitere DDR-Kliniken in dieses „Experiment am lebenden Kind“ eingebunden waren ist derzeit noch unklar. Hier bleibt abzuwarten, ob entsprechende Unterlagen aufgefunden werden oder Betroffene sich zu Wort melden.
Obwohl Phimose-OP’s in der DDR ohnehin selten vorkamen sind nach der gescheiterten „Beschneidungsmission“ keine negativen Folgen für nicht beschnittene Jungen und Männer bekannt geworden. Weder Peniskrebs noch andere Krankheiten, denen Beschneidung angeblich vorbeugen soll, traten häufiger auf – im Gegenteil! Glück im Unglück für so manchen später geborenen Berliner Jungen…

Grausame Rituale
„Fast überall auf der Welt werden Jungen und Männer beschnitten. So schlimm kann das dann ja wohl nicht sein!“
Solche und ähnliche „Argumente“ hört man oft, wenn es um dieses peinliche Tabuthema geht. Was dabei regelmäßig übersehen wird: Beschneidung ist längst nicht gleich Beschneidung und für einen medizinisch unnötigen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit Minderjähriger gibt es keine Rechtfertigung, nicht einmal durch das Einverständnis der Eltern, egal wie „groß“ oder „klein“ jemand diesen „Schnitt“ persönlich bewerten mag. Worauf beruft man sich, wenn man vorgibt, die Beschneidung von Jungen sei in vielen Teilen der Welt eine eher harmlose Tradition?
Bei den Dowayos in Kamerun ist die Beschneidung ein Fest, bei dem die Jungen zunächst nackt ausgezogen und auf dem Weg zum Beschneidungsplatz von verkleideten Männern angesprungen und massiv verängstigt werden. Bei der Beschneidung selbst wird fast der gesamte Penis gehäutet und regelrecht abgeschält, was dazu führt, das sich das verstümmelte Glied im Verlauf des weiteren Wachstums völlig deformiert.
Noch weiter gehen einige Aborigines-Stämme in Australien.
Sie schlitzen Jungen und Männern nach der kompletten Entfernung der Vorhaut die gesamte Harnröhre entlang der Unterseite des Penis von der Eichel bis zum Hodensack auf, so dass Urin und Sperma zwischen den Beinen austreten und eine Fortpflanzung mittels normalen Geschlechtsverkehrs nicht mehr möglich ist.
Der Stamm der Luo in Kenia ist einer der wenigen, bei dem Jungen ihre Vorhaut behalten dürfen. Ihnen wird „nur“ das Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel durchtrennt. Die derzeitige Kampagne der WHO, wonach Beschneidung zumindest einen gewissen Schutz gegen HIV biete, hat dort eine von der Welt weitgehend ignorierte, mit unglaublicher Brutalität geführte Jagd auf unbeschnittene Jungen und Männer ausgelöst. Auch hier schaut die Menschheit weg und das, obwohl die Luo ein durchaus prominentes Stammesmitglied haben: Den Vater des derzeitige US-Präsidenten Barack Obama!
Es bedarf keines allzu großen Aufwandes, um im Internet neben den bunten, festlichen Bildern muslimischer und jüdischer Beschneidungszeremonien auch die ungeschönte Wahrheit dieses religiösen Rituals zu finden.
Da wird ein Junge im Irak mit einem handelsüblichen Brenneisen beschnitten, das eigentlich zum Schneiden von Kunststoffen dient und für medizinische Zwecke (um die es hier ja ohnehin nicht geht) gar nicht zugelassen ist.
Ein algerischer Junge wird in eine Art Schraubstock eingespannt, bevor er ohne Betäubung beschnitten wird.
Nicht selten werden die Jungen von mehreren erwachsenen Männern festgehalten und mit Rasierklingen, Taschenmessern, Glasscherben oder geschliffenen Steinen beschnitten.
All dies sind Prozeduren, die nach deutschem Recht und insbesondere im Wiederholungsfalle mehrjährige Haftstrafen für die Täter nach sich ziehen würden. Es sind gravierende Menschenrechtsverletzungen, die von der Welt dennoch beinahe kommentarlos hingenommen oder durch Tradition oder Religion „gerechtfertigt“ werden.

Historische „Begründungen“
Die Begründungen für die Beschneidung von Jungen änderten sich im Verlauf der Geschichte mehrfach. War es im 19. Jahrhundert die typisch amerikanische Prüderie, die Jungenbeschneidung als Mittel gegen Masturbation auserwählt hatte, musste später die Hygiene als „Argument“ herhalten, mit dem man auch gleich noch alle unbeschnittenen (also natürlich gebliebenen) Jungen als schmutzig und minderwertig disqualifizieren konnte. Diese entwürdigende Denkweise geistert auch heute noch in so manchem Hinterkopf herum.
Einschüchterung und Angstmache vor Geschlechtskrankheiten, Peniskrebs, Gebärmutterhalskrebs oder HIV sind nach wie vor das Damoklesschwert, das so manchen Jungen unters Messer befördert.
Der amerikanische Arzt, Erfinder der Erdnussbutter und Miterfinder der Cornflakes, John Harvey Kellogg (1852 – 1943) empfahl die betäubungslose Beschneidung von Jungen als Mittel gegen Masturbation (Selbstbefriedigung). Damit wollte er einerseits den Strafcharakter der Operation durch Schmerz verdeutlichen und andererseits eine Desensibilisierung (Gefühlsverlust) der nunmehr völlig ungeschützten Eichel erreichen – eine Folge, die nach vollständiger Entfernung der Vorhaut tatsächlich eintritt.
Auch für Mädchen hatte der (übrigens hoch geehrte!) Arzt ein „Rezept“: Behandlung der Klitoris mit unverdünnter Karbolsäure zur Dämpfung der „unnatürlichen Erregung“.

Vor dem Gesetz sind alle ungleich!
Am 12. Februar 2010 beriet der Deutsche Bundesrat über eine Gesetzesinitiative der Länder Baden-Württemberg und Hessen, die einen eigenen Straftatbestand der Genitalverstümmelung ins Strafgesetzbuch aufgenommen wissen wollen. Dabei geht es ausschließlich um Mädchen.
Zweifellos ist die Beschneidung der weiblichen Genitalien ein grausames Verbrechen, dessen strafrechtlicher Verfolgung sich kein Mensch mit Herz und Verstand in den Weg stellen wird. Angesichts der Tabuisierung des gleichen Themas bei Jungen wirkt die Initiative jedoch wie ein Feigenblatt.
Juristisch betrachtet ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit auch ohne zusätzlichen Paragrafen im StGB unteilbar und sowohl Mädchen wie auch Jungen grundgesetzlich garantiert. Dabei ist es unerheblich, welche Auffassungen über das Ausmaß des Eingriffs im Vergleich beider Geschlechter bestehen.
Zweifellos handelt es sich bei der Beschneidung eines Jungen um einen invasiven Eingriff mit bleibenden körperlichen Folgen, der als gefährliche Körperverletzung nur dann straffrei bleibt, wenn er medizinisch notwendig ist. Bei vielen Phimose-Operationen ist dies nicht der Fall. Bei routinemäßiger Säuglingsbeschneidung fehlt es von vorneherein an der medizinischen Indikation und auch die scheinbar in einer rechtlichen Grauzone befindliche religiöse Beschneidung findet in den Artikeln 2 Abs. 2, 4 und 140 Grundgesetz in Verbindung mit dem fortgeltenden Recht des Artikels 136 der Weimarer Reichsverfassung vom 11.8.1919 eine eindeutige Regelung, indem nämlich ausdrücklich festgestellt wird, dass „die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten … durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt“ werden dürfen.
Man darf gespannt sein, wie Politik, Rechtsprechung, Mediziner und Krankenkassen in Zukunft mit all diesen Fragen umgehen werden.
© Mario Lichtenheldt

Phimose: Engpass am Penis

Die meisten Jungs wissen, wie ihre Eichel aussieht. Sie müssen nur ihre Vorhaut zurückschieben, um sie freizulegen. Bei einigen ist das jedoch nicht so einfach. Fachleute unterscheiden verschiedene Grade der Vorhautverengung, die auch als Phimose bezeichnet wird. Ist die Vorhaut vollständig verengt, lässt sich die Vorhaut nicht einmal bei einem schlaffen Penis über die Eichel rollen. Ist sie unvollständig verengt, dann passt sie zwar noch über einen entspannten, aber nicht mehr über den erigierten Penis. In beiden Fällen ist der Besuch beim Urologen zu empfehlen. Er wird die verschiedenen Möglichkeiten erläutern, mit denen sich die Vorhaut weiten lässt. In manchen Fällen hilft schon eine Salbe, in anderen nur das Skalpell.

Phimose: Engpass am Penis – Gesundheit | STERN.DE

Hier ein guter Artikel für Jungs (und deren Eltern) über die Phimose.

Junge trägt Röcke und die Gesellschaft reagiert…

Ein 12jähriger Junge zieht sich heimlich einen Rock an und das wird dann in einem Ratgeberforum kommentiert…

Der Sohn meiner besten Freundin (12)trägt heimlich die Röcke seiner Schwester. Bisher konnte er es verheimlichen, doch nun kam die Mutter mal unverhofft in sein Zimmer und sah ihn im Rock und Strumpfhosen der Schwester. Sie war natürlich erschüttert.
Was soll sie nun tun? Ist ihr Junge vielleicht andersrum? Sollte sie unbedingt einen Psychologen aufsuchen? Wäre sehr dankbar für eure Tipps.

Einen Psychologen? Der arme Junge. Ich würde erstmal mit dem Jungen sprechen, vielleicht sollte das erstmal der Vater ganz in Ruhe und völlig ungezwungen tun. Und wenn er sich eben mehr zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt, dann ist es so und man sollte ihn einfach in Ruhe lassen.

Aschenputtel
Mitglied

Sie sollte unbedingt mit dem Jungen sprechen. Denn vielleicht fühlt er sich auch mehr als Mädchen als wie ein Junge? Das kann man nur durch ein Gespräch herausbekomen. Allerdings zum Psychologen würde ich nicht raten zu gehen. Das kann man im Notfall später auch noch.

…doch es gibt Gott sei Dank auch noch andere Stimmen:

Ein Junge in Kleid oder Rock was ist daran soooo schrecklich ? Ein Mädchen in Hosen ist das schrecklich ?
Werden alle Mädchen und sind alle Frauen die Hosen tragen LESBEN ??? sicher nicht !
Was also ist soooo Schlimm daran wenn ein Junge Rock oder gar ein Kleid heimlich anzieht ?
Das einzig Schlimme an dieser Sache ist es doch, dass es der Junge heimlich tun muß weil Jungen von klein auf immer eingeredet wird ein Junge darf
weder Kleid noch Rock tragen denn diese Kleidung ist nur für Mädchen und Frauen und für Jungs und Männer verboten.

Dabei gibt es viel mehr Jungs die sich auch Kleider und Röcke wünschen dies aber aus den oben erwähnten Gründen nicht zu sagen wagen.
Dabei sind es doch Kleider und Röcke welche viel länger zur männlichen Kleidung gehörten GEHÖREN als Hosen.
Was wäre den wenn nun einmal das Mädchen sich Hemd und Hose von dem Jungen angezogen hätte ?? sicher nichts und Garnichts !
Wenn der Junge gern Röcke trägt dann sollte er auch endlich seine eingenen Röcke bekommen und die auch ganz normal tragen können.
Es gibt auch immer mehr Männer die Röcke tragen ein Rock ist komfortabel und viel schicker als eine Hose.
Zum Psychologen gehören nur die Jenigen welche da sofort
krumme Gedanken haben von wegen schw…und so nicht aber ein Junge der seinen eigenen Kleidungsstiel finden will.
Kleider und Röcke sind auch für Jungen zu festlichen Angelegenheiten eine schicke Bereicherung und alternative Mode

Die Ursprungsfrage stammt übrigens von einer Frau.

Buben als Opfer von Vergewaltigungen

bka

Die Folge ist eine dramatische Dunkelziffer des Bundeskriminalamtes (BKA), nach der jeder fünfte bis zehnte Junge in Deutschland betroffen sein könnte.

„Jungen kommen selten von sich aus in die Beratung“, weiß Sozialpädagoge Stefan Port aus Erfahrung. Der kibs-Mitarbeiter lehnt jedoch den Vergleich ab, ob es Mädchen oder Jungen in solch einer Situation schlechter geht. Wie seine Kollegin Ulrike Tümmler-Wanger möchte er bei den Teilnehmern mit eingefahrenen Denkmustern aufräumen. Dazu diente im Landratsamt eine „Sensibilisierungsübung“, die überraschende Erkenntnisse zu Tage förderte.

Aufgabe war es, in Gruppenarbeit verschiedene Alltagsbeispiele einer Skala von Eins bis Zehn zuzuordnen, wobei Zehn für die schwerste Form sexueller Gewalt steht. Waren sich die Teilnehmer bei eindeutigen Übergriffen noch relativ einig, stufte die eine Gruppe beispielsweise den „Klaps auf den Po“ eines Mädchens deutlich höher und damit schlimmer ein, als die andere Gruppe bei Jungs. Doch kann sich ein Junge dadurch nicht genauso sexuell angegriffen und beleidigt fühlen, wie ein Mädchen? Zustimmung machte sich breit. Was aber, wenn ein Sechsjähriger beim Schulausflug Angst vor dem Gewitter hat und die Lehrerin ihn deshalb zum Übernachten in ihr Zimmer holt. Was harmlos klingt und oft auch ist, lässt sich nach den Erfahrungen von Stefan Port als ganz typisches Tätermuster finden. Ab wann sexuelle Gewalt überhaupt beginnt, empfinde jeder Mensch anders, betont der Sozialpädagoge.

Buben als Opfer von Vergewaltigungen – Lokalnachrichten – Augsburger Allgemeine

Beschneidung von Jungen – Genitalverstümmelung u.a. mit Todesfolge

Bei Genderama habe ich gerade einen sehr ausfühlichen Artikel über die Beschneidung von Jungen gelesen, den ich Euch hier nicht vorenthalten kann.

Normalerweise ist in den Medien wie selbstverständlich nur von weiblichen Opfern die Rede. Diese allein erhalten Aufmerksamkeit, nur um sie geht es in den bekannten Kampagnen gegen diese Praktik. Falls sich ausnahmsweise mal ein Männerrechtler schüchtern fragend zu Wort meldet, ob sich unsere Gesellschaft nicht vielleicht doch auch mal um die männlichen Opfer dieser Praktik kümmern sollte, erhält er garantiert eine ebenso kenntnisfreie wie herablassende Antwort, die beiden Formen von Beschneidung seien ja nun wohl überhaupt nicht miteinander zu vergleichen. Fast unweigerlich werden in der darauf folgenden Erklärung Äpfel mit Birnen verglichen, nämlich die chirurgische Beschneidung von Männern in Europa und den USA mit den brutalsten Formen der Klitorisverstümmelung in der Dritten Welt.

Doch wie schlimm Beschneidung auch in “zivilisierten”" Ländern vonstatten geht, könnt ihr in dem Artikel auch lesen. Hier geht es weiter.

Nachtrag: Am 03.07. berichtete auch der Focus darüber.