Erneut ein falscher Vergewaltigungsvorwurf gegen einen Prominenten

Erst gestern berichtete SPON von dem Vergewaltigungsvorwurf gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange. Heute wird relativiert.

Julian Assange kann aufatmen. Schwedische Staatsanwälte haben den Haftbefehl gegen den WikiLeaks-Gründer aufgehoben – an den kurz zuvor bekannt gewordenen Vergewaltigungsvorwürfen sei nichts dran.

Stockholm – Der Verdacht war so schnell wieder aus der Welt, wie er aufgekommen ist. Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hat am späten Samstagnachmittag den Haftbefehl gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange aufgehoben – der Verdacht auf Vergewaltigung sei unbegründet, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Die Stockholmer Justizsprecherin Eva Finné sagte: “Es gibt für mich keinen Grund zu dem Verdacht mehr, dass er eine Vergewaltigung begangen hat.” Die Ermittlungen können aber fortgeführt werden, sagte Staatsanwaltschaftssprecherin Karin Rosander.

Auslöser waren die Aussagen zweier Schwedinnen, die Assange Vergewaltigung sowie sexuelle Nötigung vorwarfen. Sie hatten berichtet, zunächst freiwillig Sex mit dem 39-jährigen Australier gehabt zu haben. Dabei sei er gewalttätig worden. Beide Frauen gingen zur Polizei, erstatteten aber keine Anzeige.
Assange selbst wies die Beschuldigung in Mails an führende Stockholmer Medien zurück. Im offiziellen Wikileaks-Blog stellten sich die Mitarbeiter hinter ihren Kollegen: “Wir sind zutiefst beunruhigt über die Schwere der Vorwürfe. Wir, die Leute hinter WikiLeaks, empfinden starken Respekt für Julian. Er hat unsere volle Unterstützung.”

Zu der für Schweden extrem ungewöhnlichen Veröffentlichung des Namens eines Vergewaltigungsverdächtigen schrieb WikiLeaks in einer Twitter-Mitteilung: “Wir sind vor schmutzigen Tricks gewarnt worden. Jetzt sehen wir den ersten.” Auch Assange meldete sich über die Kurzmitteilungsplattform zu Wort und erklärte: “Diese Vorwürfe entbehren jeder Grundlage, und dass sie zu diesem Zeitpunkt erhoben werden, ist zutiefst beunruhigend.” Auf Twitter gab es schlagartig Spekulationen, dass es sich um eine Geheimoperation handle, um WikiLeaks fertigzumachen.
Es ist bemerkenswert, wie schnell mittlerweile Staatsanwaltschaften Namen von Angeklagten an die Presse weitergeben, um damit einen Aufschrei der Entrüstung loszutreten. Ich glaube, es wird immer schwieriger, als Mann prominent zu sein, ohne permanent Angst haben zu müssen, von irgendeiner raffgierigen oder Aufmerksamkeit haschenden weiblichen Person öffentlich an den Pranger gestellt zu werden, die sich offensichtlich zudem immer mehr auf die Mithilfe der Justiz verlassen kann. “Männer-Bashing, leicht gemacht” scheint zum Mainstream geworden zu sein!

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Ein Jahr nach Winnenden: Der nächste Amoklauf an einer Schule ist nur eine Frage der Zeit.

Amokläufe sind keine Naturkatastrophen, sondern menschliches Tun, das man zumindest erschweren kann. Kein gesunder Mensch braucht tödliche Waffen als Mittel der Freizeitgestaltung. Bis zum Mauerfall war der private Waffenbesitz in West-Berlin verboten. In Japan ist er es bis heute. In vielen deutschen Sportschützenvereinen schießt man schon jetzt nur noch mit Druckluftwaffen. In England wurden nach einem Schulmassaker in Dunblane 1996 private Faustfeuerwaffen verboten; seitdem hat es dort keinen Amoklauf in einer Schule mehr gegeben. Die Zahl der in England mit Faustfeuerwaffen begangenen Morde ist die niedrigste seit mindestens 20 Jahren.

Warum hat die Entwaffnung der Sportschützen in Großbritannien nur ein Jahr gedauert, trotz des gewaltigen Protestes von Schützenvereinen und Waffenlobby? Weil beherzte Bürger und die Zeitung Sunday Mail in nur vier Monaten mehr als eine Million Unterschriften für das sofortige Verbot von privaten Faustfeuerwaffen gesammelt hatten. Und weil die Regierungsparteien – anders, als es in Deutschland der Fall ist – den Konflikt mit der dort nur kleinen Wählergruppe der Sportschützen nicht scheuten.

Aus guten, ja zwingenden Gründen hat der Gesetzgeber vollautomatische Schusswaffen für den privaten Gebrauch generell verboten: Sie sind zu gefährlich für private Zwecke. Aus ebenso zwingenden Gründen muss der Gesetzgeber endlich auch tödliche Sportwaffen verbieten: Sie haben sich ebenfalls als zu gefährlich für den Privatgebrauch erwiesen.

Zeit Online berichtet hier in einem bemerkenswerten Kommentar über die Unfähigkeiten unserer politisch Verantwortlichen und die Macht der Waffen-Lobby.

Ich bin kein Schütze, und ein deutlicher Verfechter von einem Schutzbedürfnis vor Waffen in den Händen von Zivilisten. Winnenden und andere Amoktaten lassen sich jedenfalls dadurch hauptsächlich verhindern, dass der Zugang zu Schusswaffen erschwert wird.

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Zartbitter: Die meisten Missbräuche von Jungen werden ausgeblendet, Jungen werden in Vereinen nicht geschützt.

Mit Entsetzen muss Zartbitter feststellen, dass auch heute noch die meisten Sportvereine den Schutz von Jungen vernachlässigen, die Aussagen der Opfer anzweifeln und sich häufig auf die Seite von Tätern stellen, in dem sie “die Angelegenheit unter den Teppich kehren”. Nach dem Motto “Nur keine schlafenden Hunde wecken” oder den Ruf des Vereins beschädigen, meinen viele Funktionäre, sexueller Missbrauch würde erst dadurch zum Problem, dass er im konkreten Fall benannt wird. Dabei übersehen die meisten Sportfunktionäre, dass Missbrauch im Sport vor allem dann zum Problem wird, wenn über die Problematik geschwiegen und keine Präventionsarbeit geleistet wird. Solange die Sportwelt schweigt, behält der Sportbereich seine Funktion als “Mistbeet für Täter”, in dem diese ohne großes Risiko Jungen missbrauchen können.

Und werden ausnahmsweise mal einzelne Taten bekannt, so wechseln die Täter meist ohne große Probleme zum nächsten Verein. Ein solcher Wechsel von einem Verein zum anderen ist einfach.

via: http://www.zartbitter.de

Ich war schon immer ein großer Fan von Zartbitter. Dieser Verein ist dafür bekannt, dass er Jungen als Opfer ernst nimmt, und sie schützt.

Ministerin Schröder schließt zwar die Frauenquote in Unternehmen in Überlegungen ein, blendet dafür aber Gewalt-Täterinnen größtenteils aus.

Anders als die Überschrift verrät, ist die Doppelzüngigkeit ihres Interviews in der Stuttgarter Zeitung nach meiner Ansicht nicht zu deuten.

(C) DPA

Frau Schröder sagt:

Wir brauchen eine Neudefinition von Gleichstellungspolitik. Ich konnte nie etwas mit einem Feminismus anfangen, der sich in Gegnerschaft zu den Männern begriff. Der war immer schon problematisch, aber auf jeden Fall sind dessen Zeiten vorbei.

Kitas und Grundschulen sind fast männerfreie Zonen. Das muss negative Konsequenzen haben.

Stimmt, aber ich möchte schon vorwegschicken, dass niemand Erzieherinnen oder Lehrerinnen bösen Willen unterstellen darf. Sie bemühen sich, Jungen auch jungengerecht zu behandeln.

Bemühen allein reicht nicht, denn damit blendet sie aus, dass eben viele Lehrerinnen und Erzieherinnen als besonders emanzipiert gelten und Frauen für die besseren Menschen halten. Aus dieser Motivlage heraus werden  erwiesenermaßen Jungen schlechter beurteilt und behandelt.

Doch weiter im Text:

Müsste es mehr männliche Erzieher geben?

Ja, denn die Jungs brauchen männliche Vorbilder. Gerade Kinder von Alleinerziehenden treffen oft erst mit zehn oder elf Jahren in der weiterführenden Schule auf eine männliche Bezugsperson. Das kann entwicklungspsychologisch problematisch sein. Eine neue Studie, die unser Haus gefördert hat, kommt zu diesem Ergebnis: Männer werden dann Erzieher, wenn sie zum Beispiel als Zivildienstleistende oder im Freiwilligen Sozialen Jahr schon Einblick in diesen Beruf erhalten haben. Andere haben dagegen Hemmschwellen. Ich glaube, viele junge Männer würden den Beruf gern ergreifen, trauen sich aber nicht, weil er ein weibliches Image hat. Ich werde gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit ein bundesweites Programm starten, das es Männern ermöglicht, sich auch in späteren Jahren noch für den Erzieherberuf in einer zweijährigen Ausbildung umschulen zu lassen. Dazu gibt es bereits vielversprechende Pilotprojekte. Das Programm wird Anfang nächsten Jahres starten und sicherlich erfolgreich sein. Denn Tatsache ist: Erzieher haben sehr gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Aber die Bezahlung ist nicht attraktiv.

Das stimmt so nicht. Der beliebteste Ausbildungsberuf bei den Jungen ist Mechatroniker, und der wird nicht besser bezahlt als der Erzieher in der Kita. Wir werden es kaum schaffen, zu 50 Prozent männliche Erzieher zu bekommen. Aber es wäre bereits ein schöner Fortschritt, wenn es an jeder Kita ein oder zwei Männer gäbe.

Was lernen wir daraus? Schröder spricht sich an anderer Stelle für männliche  Zwangsdienste aus, um daraus genau jene “Motivation zu filtern”, die dann Männern den Erzieherberuf erst schmackhaft macht. Der Weg ist offenbar hier das Ziel.

Nun weiter im Interview…

Zum Lohnabstand: Sind Frauen mit weniger Geld als Männer zufrieden?

Jedenfalls führen Frauen, die in ihren Beruf zurückkehren, ihre Gehaltsverhandlungen oft zu bescheiden – weil sie ihren Marktwert nicht kennen und weil sie vielleicht dankbar sind, überhaupt wieder einsteigen zu können. Wir versuchen in Programmen, Wiedereinsteigerinnen selbstbewusstes Auftreten in Lohnverhandlungen zu vermitteln.

Aber mit einer bewussten Diskriminierung von Frauen hat das alles nichts zu tun?

Tatsächlich glaube ich, dass die schenkelklopfende Diskriminierung von Frauen nur noch selten anzutreffen ist. Der Lohnunterschied erklärt sich aus vielen Komponenten: der Studienwahl, den negativen Nachwirkungen der Kinderpausen, dem finanziellen Nachteil bei der Wiedereinstellung. Aber die Wirtschaft wird aus Eigeninteresse im Wettbewerb um Fachkräfte umdenken und umsteuern müssen.

Was ist mit der Frauenquote?

Die Frauenquote ist für mich nur die Ultima Ratio, weil sie ja nur ein Herumdoktern am Symptom ist. Aber Ultima Ratio heißt auch: Ich schließe sie nicht aus.

(Nun kommt’s in ihrer Argumentation noch mal richtig dicke…)

Beim Thema “häusliche Gewalt” sagen manche Forscher, dass Gewalt gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt sei. Stehen Frauen als Opfer zu sehr im Fokus?

Frauen sind nicht die besseren Menschen. Und es gibt auch in nennenswerter Zahl Fälle körperlicher Gewalt von Frauen gegen Männer. Wo die physische Kraft fehlt, werden zuweilen Gegenstände zu Hilfe genommen. Gewalt von Frauen gegen Männer kommt also vor. Dass aber die Hälfte der Fälle auf das Konto von Frauen gehen soll – das glaube ich nicht. Der Mann ist nun einmal stärker und löst daher öfter Konflikte mit Gewalt als Frauen. Männliche Gewalt ist zudem in Familien mit Migrationshintergrund kein kleines Problem.

Wenn es, wie Sie einräumen, Gewalt gegen Männer gibt, sollte sich das Ministerium dann nicht starkmachen für “familienorientierte Beratungszentren” gegen häusliche Gewalt?

Ich finde, dass staatliche Hilfsangebote gegen familiäre Gewalt Anlaufstelle für beide sein müssen, Männer und Frauen. Vielfach sind die Gesetze schon ausgewogen formuliert: Das Gewaltschutzgesetz sorgt dafür, dass der aggressive Partner der gemeinsamen Wohnung verwiesen werden kann – das ist nicht geschlechtsspezifisch formuliert.

Frau Schröder “glaubt” also allen Ernstes daran, dass sich geprügelte Männer in die Hände tendenziös ausgebildeter, misstrauischer Feministinnen begeben würden – oder zwangsläufig müssten. Denn vorwiegend solche gibt es in den sogenannten “Hilfsangeboten”, die bisher mit sehr wenigen Ausnahmen zudem explizit nur an Frauen als Opfer adressiert sind. Die Mitarbeiterinnen sind hier aber nicht allein Schuld an der Misere für männliche Opfer. Die Ausbildungen in Hochschulen und Ausbildungsinstituten ist hier ebenfalls sehr in der Verantwortung. Auch und besonders dort werden alle Studien, die nicht in die Mainstream-Ideologie passen, ignoriert und verschwiegen. So wurden bisher ganze Generationen von Personen im psychosozialen Sektor so lange nur mit einseitigen Männer-gleich- Täterschemata gefüttert, bis dass die Ausbildenden ihre eigene Verleugnung von weiblicher Täterschaft selbst glaubten.

Nun arbeiten in diesen Hilfs-Einrichtungen fast ausnahmslos Frauen, was  zudem die notwendige Parteilichkeit in der Arbeit mit den männlichen Opfern nicht gewährleistet, sondern  fast unmöglich werden lässt.

Da passt es ja fast schon ins Konzept, dass Kristina Schröders CDU-Ministerinnen Kollegin vor wenigen Tagen in Niedersachsen in den dort neu aufgelegten “Täterprogrammen”  komplett gleich alle Frauen als Täterinnen ausblendet und damit Männer erneut alleinig dämonisiert.

Es gäbe hier wohl zumindest geringen Abstimmungsbedarf in der CDU. Oder eben nicht, denn die negativen, dämonisiserenden Vorurteile über die einseitige Verteilung der Täterschaft bleiben zementiert, wenn sich gleich mehrere Ministerinnen derart hartnäckig der Wahrheit gegenüber verschließen. Nicht zuletzt wird innerhalb dieser gesamten Diskussion der große Bereich der häuslichen Gewalt gegen Kinder (und hier sind die Frauen als Täterinnen selbst im statistischen Hellfeld quasi in der Mehrheit) ausgeblendet.

Zuletzt wird Schröders Ignoranz und offensichtliche Unkenntnis über die Dynamik bei häuslicher Gewalt unter Erwachsenen in diesem Interview überdeutlich. Über 200 internationale Studienergebnisse renommierter Forscher/innen werden von einer Bundesministerin mit dem Halbsatz: “Ich glaube nicht, dass…” vom Tisch gewischt, die in gleichem Atemzug zudem körperliche Stärke noch mit gleichzeitig ansteigender Gewaltneigung gleichsetzt. Welch gnadenloser Unsinn! Solche Unwissenheit macht mich fast sprachlos…

Frau Ministerin Schröder,

hier gehts aber (schon lange) nicht mehr ums “Glauben”, oder “Ihre Meinung”, sondern schlicht um Fakten. Sie sind ja schließlich Bundesministerin und keine Pastorin ( womit ich hier keine Pastorinnen beleidigen möchte).

Wie war noch gleich die vollmundige Ansage am Anfang Ihres Interviews?

“Ich konnte nie etwas mit einem Feminismus anfangen, der sich in Gegnerschaft zu den Männern begriff. Der war immer schon problematisch, aber auf jeden Fall sind dessen Zeiten vorbei.”

Ihre Erkenntnis stimmt, deren Umsetzung ins Konkrete bleibt bisher aufgrund der oben beschriebenen Misandrie aber auch in Ihrer Amtszeit aus…

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Wie auffällige Jungen in der Presse dämonisiert werden.

Hier steht:

Da staunten selbst die Ermittler der Kriminalpolizei: Nach einer Serie von sexuellen Übergriffen in Mönchengladbach führten Zeugenhinweise die Beamten zu einem zwölf Jahre alten Tatverdächtigen. Der Junge soll mindestens zehn Mädchen und junge Frauen massiv belästigt haben. Bei seiner Anhörung legte der Zwölfjährige gestern ein Geständnis ab.

Sein erstes Opfer fand der Junge in der Nähe eines Schulzentrums. Dort lauerte er einer 15-Jährigen auf. Er verfolgte das Mädchen und machte ihr beleidigende sexuelle Angebote. Schließlich stoppte er die 15-Jährige und fasste ihr an Brust und Gesäß. Das Mädchen konnte sich losreißen. Nur wenige Minuten später suchte sich der Junge das nächste Opfer. Zwei Tage später ging bei der Polizei die dritte Anzeige ein. Daraufhin wurde in der Öffentlichkeit nach dem Sexualtäter gefahndet. Auch wenn sich in allen bis dahin bekannten Fällen die Mädchen und jungen Frauen aus den Fängen des Angreifers befreien konnten, schloss die Polizei nicht aus, dass der Täter beim nächsten Mal aggressiver und entschlossener vorgeht. Alle Opfer hatten den Zwölfjährigen bei ihren Beschreibungen wesentlich älter geschätzt. Und auch die Polizei sagt, dass der Junge von Statur und Größe erheblich reifer wirkt.

Hier steht über denselben Fall:

Mönchengladbach (ddp). Ein erst zwölf Jahre alter Junge ist für eine Serie von sexuellen Übergriffen auf Mädchen und jungen Frauen in Mönchengladbach-Rheindahlen verantwortlich. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, soll der Junge in mindestens zehn Fällen die Mädchen mit seinem Fahrrad verfolgt haben. Dabei soll er sie angesprochen und ihnen sexuelle Angebote gemacht haben. Zudem packte er sie an das Gesäß oder an die Brust. Die Opfer flohen oder riefen so laut um Hilfe, dass der Täter von ihnen abließ.

Natürlich ist dieser Junge auffällig, und brauch Hilfse. Natürlich ist das, was ert tut, so nicht in Ordnung. Ihn aber deshalb als SEXTÄTER o.ä. zu titulieren, zeigt mir nur eines:

Jungs müssen permanent kriminalisiert und dämonisiert werden, sonst sind unsere “Qualitätsmedien” nicht glücklich…

Bischöfin Jepsen tritt wegen Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen zurück

Jepsen hat nach eigenen Angaben von den Missbrauchsvorwürfen gegen einen evangelischen Pastor in Ahrensburg erst im Frühjahr 2010 erfahren. Sie sei nur über eine Affäre des Pastors mit einer Frau informiert worden. „Das Wort Missbrauch ist nie gefallen, da wäre ich unruhig geworden“, sagte Jepsen in einem Interview. Nach einem Magazinbericht soll die Bischöfin jedoch bereits 1999 von den Vorwürfen gegen den Pastor erfahren haben, der Ende der 70er- bis Mitte der 80er-Jahre Jugendliche sexuell missbraucht haben soll.

Am Freitag veröffentlichte das „Hamburger Abendblatt“ die eidesstattliche Versicherung einer Zeugin, die Jepsen bei einer flüchtigen Begegnung während eines Kongresses 1999 in Lübeck über die Vorfälle informiert haben will. Der Pastor wurde 1999 versetzt, 2001 ging er in den Ruhestand. Die Staatsanwaltschaft wurde damals nicht informiert. Auch kirchliche Ermittlungen hat es nicht gegeben. Erst seit März 2010 untersucht ein Kirchengericht die Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Pastor. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. Strafrechtlich sind die Vorgänge nach Auskunft der Staatsanwaltschaft verjährt.

Der Focus berichtet.

BITTE DIESEN ARTIKEL NICHT LESEN!

Wenn renommierte Forscher, (wie z.B. Murray A. Straus sicher einer ist,) etwas  Wesentliches zu sagen oder zu schreiben haben, so werden sie in der Regel sowohl von der Fachöffentlichkeit, als auch von der Politik gehört bzw. zitiert.

Das gilt ganz allgemein für viele Forschungen, natürlich auch und besonders zum Themenbereich Gewalt.

Doch nun kommts: Dieser gerade geschilderte Umstand trifft  auf fast alle Gewaltforschungen zwar zu, nicht jedoch beim Thema häusliche Gewalt.

Dass gleich viele Frauen wie Männer massiv und initiativ gewalttätig werden MUSS OFFENSICHTLICH UM JEDEN PREIS verschwiegen werden, weil sonst das ganze  feministische Frau-gleich-Opfer Denkgebäude einstürzen würde.

Straus, einer der renommiertesten Forscher auf dem Gebiet der häuslichen Gewalt, hat nun in einem Aufsatz zusammengetragen, wie sehr dieser Umstand weltweit verschwiegen und verleugnet wird.

Über 200 internationale Studien beweisen die ähnlich hohe Verteilung der Täterschaft von Frauen bei häuslicher Gewalt weltweit.  (seit 1973ff.)
Doch was wahr ist,  darf nicht wahr sein.

Für die sich daran anschließende, aktuelle Märchenstunde in Deutschland zeichnet das Frauenministerium verantwortlich, das  schließlich nur vorgibt, auch etwas für alle Gewaltopfer zu tun.

Doch weiterhin Märchen zu verbreiten, ist offenbar auch jetzt noch besser, als endlich  mit den langjährigen Unwahrheiten aufzuräumen.

Bitte nehmen also auch Sie diesen angehängten Artikel nicht wahr, geben Sie ihn NICHT weiter und ignorieren Sie zudem, was ich hier geschrieben habe:

Artikel-Straus-Gewalt-von-Frauen-2009

Für alle anderen: Denkt bitte dran, dass Frauen genauso häuslich gewalttätig sind wie Männer.

Nur den Opfern wird allgemein weniger geglaubt, den Täterinnen wird das Verleugnen so sehr leicht gemacht, und Jungen werden per se nicht als Gewaltopfer wahrgenommen. Und um die geht es hier.

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Die “Hodenwaldschule” und die Tränen der Knaben

Der Skandal der letzten Monate betraf in der Hauptsache Jungen. Dem wird diese Seite nicht nur im Titel gerecht. Mit Interviews und Tondokumenten.

Morgens früh um sechs,
gibt es erstmal Sex.
Morgens früh um sieben,
wird´s noch mal getrieben.
Morgens früh um acht,
bis das Bette kracht.
Morgens früh um neun,
geht es in die Scheun.
Morgens früh um zehn,
wird was großes stehn.
Übergriff um elf,
geht dann bis um zwölf,
Fröschebein und Krebs und Fisch,
allesamt an einem Tisch.

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Was an der Odenwaldschule vor sich ging…

Irgendwer hat in den siebziger Jahren das Schild auf der hügeligen, malerischen Zufahrtsstraße nach Ober-Hambach zur Odenwaldschule verhunzt. “Hodenwaldschwule” stand da beinahe ein ganzes Jahr lang.

Das war nicht wirklich lustig, aber auch nicht wirklich beängstigend. Wer würde wegen eines hinzugefügten H gleich den Verdacht schöpfen, dass an der Schule Ungeheuerliches vor sich geht?
Dann war da der Holzphallus. Schüler rammten ihn 1975 in die Wiese vor Gerold Beckers Büro auf dem Schulgelände. Er ließ ihn umgehend entfernen.
Dann waren da die Schüler, die “Der Be-ecker, der Be-ecker, der findet kleine Jungs le-ecker” sangen.
Dann war da der Lehrer, der Karneval 1972 zum Anlass nahm, um in einer Büttenrede von “Heldenleben mit Kindertotenliedern” zu schwadronieren. Eine Anspielung auf das Geschehene oder Vermutete als Gag. Der Mann wurde danach wochenlang von den Kollegen rund um den schwer belasteten Musiklehrer Wolfgang Held gemieden.
Wenn man heute, knapp vier Jahrzehnte später, von all den scheinbaren Scherzen hört, wirken sie nicht mehr komisch. Nicht mehr wie ein alberner Jungenwitz, wie jugendlicher Übermut, wie eine lapidare Bemerkung. Heute ist es eine Gewissheit, dass mindestens 13 unterschiedliche Täter an der Odenwaldschule weit mehr als 50 Schülerinnen und Schüler über Jahrzehnte sexuell missbraucht haben. Der Holzpenis, der Karnevalsklamauk, das geschnitzte H: Nun provozieren sie Fragen.

Hier geht es weiter mit der beinahe ungeheuerlichen Geschichte. Ich glaube, es wäre einer der größten Aufschreie aller Frauenverbände in unserem Land, würde es sich bei den Opfern um ehemalige Mädchen handeln…

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Fachtag zu Opferperspektiven von Jungen am 10.09.2010 in Dresden

10. September 2010
in der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit Dresden, Semperstraße 2 A in 01069 Dresden

Die Dresdner Facharbeitsgemeinschaft Jungen und jungen Männer arbeitet seit Dezember 2009 an dem Thema „Jungen als Opfer von Gewalt”. Dabei ist uns klar geworden, dass Gewalt, und damit auch Opfererfahrungen, bei allen Jungen, mit denen wir arbeiten, zu 100% Thema ist oder war. Da die Jungen, mit denen wir arbeiten alle sozialen Schichten repräsentieren, wird diese Größenordnung auch bei den von sozialer Arbeit nicht adressierten Jungen ähnlich sein.
Jungen gelten in unserer Gesellschaft vorwiegend als aggressiv, einfordernd, grenzüberschreitend. Sie werden oft als Täter in Gewaltsituationen gesehen. Aber was ist mit den männlichen Opfern? Ihre speziellen Bedürftigkeiten werden nicht erkannt. Und dies bei täglicher Berührung mit dem Thema (verbale Gewalt, psychische Gewalt, sexuelle Gewalt, drohender Gesichtsverlust,  Ausgrenzung, häusliche Gewalt, Mobbing …. ). Die Opferseite wird nur selten thematisiert. Zurück bleiben die unbearbeiteten, schlimmstenfalls Traumata auslösenden Erfahrungen der Opfer.
Im Erleben von Gewalt als Opfer neigen Jungen in der Folge oft zum Rückzug bzw. fühlen sich als Verlierer der Situation. Umso wichtiger ist es, als Professioneller im Rahmen pädagogischen Einflusses, die eigene Person in den Kontext hineinzubringen und sensibel sowie einfühlsam die Gewalt und das Opfersein zu thematisieren.
Das kann nur dann gut und nachhaltig gelingen, wenn die MitarbeiterInnen das Thema Gewalt und Opfer-Sein in ihrer Praxis und im eigenen Erleben reflektiert und bearbeitet haben.

Ausreichend Raum, Zeit, Erfahrung, Empathie und/oder das Wissen um die geeigneten Anlaufstellen sind weitere wichtige Komponenten in der Arbeit mit den betroffenen Jungen.

Hier geht es weiter

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