Via Femokratieblog
Niemand weiß, ob Herr Kachelmann im anschließenden Verfahren schuldig gesprochen wird, doch der bisherige Umgang mit den einfachen Persönlichkeitsrechten dieses Mannes spricht Bände- vor allem über unsere durchgegenderte und männerfeindliche Medienlandschaft.
“Ein Mann kann wegen einer Falschbeschuldigung in Deutschland schneller im Gefängnis landen, als er piep sagen kann.”
Genitalverstümmelung von Jungs: 20 Tote innerhalb von 12 Tagen
Zwanzig südafrikanische Jungs sind in den letzten Tagen an den Folgen verpfuschter Beschneidungen gestorben. Die Eingriffe erfolgten in der Provinz Eastern Cape. Die jungen Männer starben in einem Zeitraum von zwölf Tagen, neun von ihnen in den letzten 24 Stunden.
Außerdem wird berichtet, dass 60 weitere Jungs aus elf so genannten „Einweihungsschulen“ gerettet wurden. Die 60 Personen wurde mit infizierten Wunden und Austrocknungssymptomen in Krankenhäuser gebracht. Bei vier von ihnen müssen die Genitalien entfernt werden, weil sie sonst sterben werden.
Die Beschneidung wird in einigen südafrikanischen Gemeinden als Initiationsritual in das Mannesalter gesehen. Die Praxis ist in den Gemeinschaften der Xhosa und Ndebele üblich. Die Einweihungsschulen werden meist illegal betrieben und die Ärzte dort arbeiten meist ohne gültige Lizenz.
Nebenbei bemerkt: Ein angestrebtes und erklärtes Ziel des jetzigen Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan ist, in diesem Land für die Durchsetzung von mehr Frauenrechten zu sorgen.
Verhütungsspritze für den Mann
Endlich werden viele Frauen jubeln: Es gibt sie bald – die Verhütungsspritze für den Mann. Doch auch viele Männer werden jubeln, denn endlich können sie bald neben den Kondomen auch noch auf ein zweites Mittel zurückgreifen. Dann wird die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau gewollt-ungewollt schwanger wird, eben auch geringer. Außerdem führt dies natürlich auch zu so manchem neuen Konfliktpotential: z.B. Sie wird schwanger, obwohl er verhütet hat…
Wir sehen also, es wird spannend…
Die Möglichkeiten der Schwangerschaftsverhütung durch den Mann sind bis jetzt nur durch Nutzung von Kondomen oder einer Vasektomie möglich. Das könnte sich bald ändern, denn Forscher aus Halle und Münster machen ernst mit der Antibabyspritze für Männer.
Weltweit wird zur Zeit an 400 Paaren getestet, weitere Paare, die an der Studie teilnehmen möchten, werden von den Forschern bzw. den Unikliniken Halle und Münster noch gesucht.
Ein Hormonmix aus Testosteron und Gestagen, alle zwei Monate gespritzt, soll Männer vorübergehend unfruchtbar machen und die Verhütung damit nicht mehr nur den Frauen aufbürden. Tests dazu laufen an den Universitätskliniken Halle und Münster, berichtet das Apothekenmagazin “BABY und Familie”. “Die Hormone verhindern, dass das Gehirn Signale für die Spermienbildung aussendet”, erklärt Professor Dr. med. Hermann M. Behre die Wirkungsweise. “Nach drei bis sechs Monaten finden sich keine Spermien mehr im Ejakulat.”
Missbrauchte Jungen: «Die Angst, als Weichei dazustehen»
Sobald Lukas (Namen geändert) der Geruch eines bestimmten Parfüms in die Nase steigt, wird ihm schlagartig übel. Sein Magen krampft sich zusammen, er fühlt sich wieder wie der fünfjährige Junge von damals. Und dann kehren sie zurück, die schrecklichen Erinnerungen an seine Tante.
Ähnlich geht es auch Michael: Kreuzt ein bestimmter Spediteur an seiner Arbeitsstelle auf, ist er stundenlang kaum noch in der Lage zu arbeiten. Zu sehr erinnert ihn das Gesicht des Mannes an seinen Peiniger – einen Lastwagenfahrer, der ihn als Kind immer wieder missbrauchte.
Experten gehen davon aus, dass jeder achte bis zehnte Junge irgendwann in seinem Leben einmal Opfer sexualisierter Gewalt wird. Von der Öffentlichkeit wird der Missbrauch von Jungen aber noch eher wenig wahrgenommen, sagt Sozialpädagoge Siegfried Rothenbucher von der Nürnberger Beratungsstelle Paroli, bei der Jungen und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 23 Jahren Hilfe suchen.
Mehr Beachtung für das Thema erhofft sich der 40-Jährige durch die vor kurzem ans Licht gekommenen Fälle in der katholischen Kirche. Deutschlandweit gibt es nach Schätzung der Berliner Beratungsstelle Tauwetter lediglich rund 20 Anlaufstellen, die allein auf sexuell missbrauchte Jungen oder Männer spezialisiert sind.
«Jungs reagieren anders auf sexuelle Übergriffe als Mädchen», erklärt Paroli-Leiterin Melitta Sluka, und ihr Kollege ergänzt: «Mann und Opfer – das ist einfach schlechter unter einen Hut zu bringen.» Die Gesellschaft gehe davon aus, dass Jungen stark sind und sich selber wehren könnten – oftmals würden die Fälle deshalb gar nicht entdeckt.
Während bei Mädchen die Täter oft aus dem familiären Umfeld stammen, sind die Peiniger von Jungen laut Bundesfamilienministerium eher im sozialen Nahbereich zu finden. «Das kann ein Lehrer oder Trainer sein, oder auch jemand, der sie am Spielplatz anspricht», erklärt Rothenbucher. Eines ist Jungen und Mädchen dabei gemein: Meist sind die Täter Männer.
Besonders oft würden Jungen zu Opfern, die in irgendeiner Weise bedürftig seien, sagt Thomas Schlingmann von Tauwetter. «Die Täter sind sehr geschickt darin herauszufinden, was die Jungen brauchen.» Dafür zahle das Opfer dann einen hohen Preis. Jährlich wenden sich rund 150 Männer, die als Kind sexuell missbraucht wurden, an die Berliner Beratungsstelle.
Bisher geht man noch davon aus, dass die meisten Täter Männer seien. Doch ich vermute, es ist nur eine Frage der Zeit, bis dass sich eben auch mehr Mädchen und Jungen offenbaren, die von Frauen mißhandelt wurden.
Die Diskussion im Forum verfolgen?
Jungen, die stillen Opfer
Gerade erreichte uns folgende Mail, die wir aufgrund der aufschlussreichen Fülle an Informationen hier in Gänze wiedergeben:
Brutale, entwürdigende Erziehungsmethoden, massiver sexueller Missbrauch, Erniedrigung, Vergewaltigung durch Erzieher und ältere Mitschüler, die zuvor selbst gedemütigt und rücksichtslos misshandelt worden sind – was die deutsche Öffentlichkeit im Frühjahr 2010 mit Abscheu und Entsetzen zur Kenntnis nimmt, ist ein seit Jahrzehnten funktionierender Teufelskreis aus Gewalt, Einschüchterung, Angst und Schweigen.
Es geschah hinter verschlossenen Türen, hinter Klostermauern, in Internaten und Schulen. Ob „Regensburger Domspatzen“ oder Odenwaldschule – der sexuelle Missbrauch von Jungen ist alles andere als eine Randerscheinung!
Das Leid von Jungen wird in unserer Gesellschaft nur selten wahrgenommen. Der gegenwärtige Aufschrei ist da eine Ausnahme, weil die Opfer selbst den Mut hatten, ihre Peiniger offen anzuklagen und das Schweigen zu brechen.
Doch sexuelle und körperliche Gewalt gegen Jungen hat viele Gesichter. Die Beschneidung der männlichen Genitalien ist eines davon.Jungenbeschneidung geschieht nicht nur irgendwo weit weg – sie geschieht hier und heute! Die Beschneidung der Vorhaut – in Deutschland ist sie oft ein willkommenes Zubrot für Mediziner, die von Salbe nichts hören wollen und für plastische Operationen nicht qualifiziert sind.
In Übersee machen Pharma- und Kosmetikkonzerne das große Geschäft mit der Vorhaut und den Schmerzen neugeborener Jungen. Gravierende OP-Komplikationen und sogar Tote werden dafür in Kauf genommen.
In Afrika und Australien ist Jungenbeschneidung ein grausames Ritual, das jährlich viele Tote fordert, und Juden und Moslems tragen ausgerechnet in der Unterhose ein identitätsstiftendes Symbol, auf das man(n) keinesfalls verzichten kann.
Und so haben Erwachsene weltweit ihre Gründe, an der beinahe schon selbstverständlichen Verstümmelung kindlicher Penisse festzuhalten. Einer entschuldigt sich damit, dass es „die anderen“ ja auch tun. Die einzigen, die bei all dem nicht gefragt werden, sind die Jungen selbst!Phimose – eine Krankheit, die gar keine ist!
Tag für Tag wird an zahllosen Jungen in Deutschland und Österreich eine Operation vorgenommen, die nach Ansicht von Fachärzten in bis zu 90 % aller Fälle medizinisch unnötig und daher vermeidbar wäre – die Beschneidung der Penisvorhaut wegen einer kindlichen Phimose (Vorhautverengung).
Während deutsche Krankenkassen fragwürdige Zusatzbeiträge erheben, verursacht eine sinnlose Operation massenhaft unnötige Kosten. Für die kleinen Patienten bedeutet der Eingriff ein durch nichts zu begründendes OP-Risiko, unnötige Schmerzen sowie körperliche und psychische Folgen, mit denen die Jungen später fast immer allein bleiben. Bei dem oft als harmlos verniedlichten Eingriff handelt es sich zudem um eine Operation, bei der ein funktioneller Bestandteil der männlichen Geschlechtsorgane entfernt wird, eine Operation, die auch Folgen für die (spätere) Sexualität haben kann.
Dabei erfahren Eltern nur selten, dass eine Phimose mindestens bis zur Pubertät völlig unbedenklich ist, wenn sie frei von Krankheitssymptomen bleibt. Vorenthalten wird ihnen oftmals auch, dass selbst eine behandlungsbedürftige Vorhautverengung nur in wenigen Fällen operiert werden muss. Rund 80 % der betroffenen Jungen können erfolgreich mit Salben behandelt werden – völlig schmerzfrei, angstfrei, ohne Verletzung und ohne bleibende körperliche Veränderungen.
Muss dennoch operiert werden, stehen moderne, vorhauterhaltende OP-Verfahren zur Verfügung, bei denen die Vorhaut lediglich eingeschnitten und geweitet, nicht aber entfernt wird.„Der Schnitt“ – Ein Buch mit Tiefgang
2009 erschien in Deutschland erstmals ein Sachroman, der sich explizit mit den Themen Phimose, Beschneidung und deren Folgen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen befasst. Die wissenschaftliche Kommentierung dazu erstellte im Frühjahr 2010 Frau Dipl.-Psych. Dr. Gabriele Engelhardt (Hamburg).
Den Tod eines kleinen Jungen im Sommer 2006 nahm der auf Arzthaftungsrecht spezialisierte Hamburger Rechtsanwalt Lukas Stoermer zum Anlass, vor allem Eltern für die möglichen körperlichen und psychischen Konsequenzen dieser umstrittenen und oft unnötigen Operation zu sensibilisieren. Zugleich kritisiert er die häufig unzureichende oder gar fehlende ärztliche Aufklärung über alternative Behandlungsmöglichkeiten.
Der Autor begleitet den zu Beginn der Handlung 13jährigen Internatsschüler Manuel ein Stück auf seinem Weg durch Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden. Dabei dreht sich alles um die medizinisch völlig sinnlose, dafür aber folgenschwere Beschneidung des Jungen und seines gleichaltrigen Freundes David.
Der Roman zeigt das stille Leid und die Scham nach dem „Schnitt“, Gefühle, über die kaum ein Junge redet.
In den zynischen Taktlosigkeiten einiger Schwestern im Krankenhaus und den teilweise handgreiflichen Erniedrigungen und Demütigungen, die Manuel und David durch ihre Mitschüler erfahren, offenbaren sich erschreckende Parallelen zu den aktuellen Missbrauchsfällen.Dollars und Antifaltencreme aus Babyvorhaut
Ortswechsel. Der Blick über den „großen Teich“, wo in den USA noch immer ca. 50 % aller neugeborenen Jungen sofort nach der Geburt ohne medizinische Indikation und ohne Betäubung beschnitten werden zeigt, wie man aus den Schmerzen neugeborener Jungen ein millionenschweres Geschäft macht.
Babyvorhaut ist ein begehrter „Rohstoff“ für die Pharma- und Kosmetikindustrie. Das Gewebe ist äußerst reproduktiv und mit großer Sicherheit frei von Krankheitserregern. Injizierbares Collagen, gewonnen aus den Vorhäuten neugeborener Jungen, kann die Faltenbildung der alternden Haut vermindern, zum Aufspritzen der Lippen und zur kosmetischen Behandlung von Narben dienen.Unter dem Namen „Apligraf“ wird weltweit ein Kunsthautprodukt vertrieben, welches ebenfalls aus Babyvorhaut gewonnen wird und den natürlichen Heilungsprozess großflächiger Wunden unterstützt.
Um per Beschneidung an das begehrte Rohmaterial zu kommen, werden amerikanische Jungen gleich nach der Geburt und oftmals ohne Betäubung mit gespreizten Armen und Beinen auf einem sogenannten „Circumstraint“ gefesselt. Dann schiebt der Arzt ein medizinisches Instrument unter ihre verklebte Vorhaut und schält diese von der Eichel ab. Die Babys können sich bei dieser Tortur nicht bewegen. Sie schreien verzweifelt, einige bekommen Krämpfe. Anschließend wird die Vorhaut der Länge nach aufgeschnitten und entweder durch ein Skalpell oder mittels einer speziellen Klemme entfernt. „Vorhauternte“ nennt das die Pharmaindustrie und behauptet allen Ernstes, das Ausgangsmaterial stamme von „gespendeten“ Vorhäuten neugeborener Jungen.
Es geht nicht um HIV-Prophylaxe, nicht um Vorsorge gegen Peniskrebs, Gebärmutterhalskrebs, Geschlechtskrankheiten oder um Hygiene. Die Beschneidung der Vorhaut hat keine nachweisbaren prophylaktischen Effekte auf die Häufigkeit irgendwelcher Krankheiten – ganz im Gegenteil! Die Verbreitung derartiger Pseudoweisheiten sowie der Sensibilitätsverlust der Eichel nach einer Beschneidung führen zu einem leichtfertigeren Umgang mit Kondomen und wechselnden Sexualpartnerinnen. Hinzu kommen die zahlreichen Risiken und Komplikationen während und nach der OP, vor allem in Ländern mit niedrigem medizinischem Standard.
Worum geht es wirklich? Es geht um einen extrem schmerzhaften Eingriff an den Geschlechtsorganen kleiner Jungen, der möglichst sofort nach der Geburt erfolgen muss, weil der Körperteil, den man den Babys raubt, sich später nicht mehr verkaufen lässt. Es geht um Zeit und es geht um Geld!
Das medizinische Equipment, das für die Beschneidung der Säuglinge benötigt wird, ist teuer und sichert etwa in den USA zahlreiche Arbeitsplätze. Eine sogenannte „Gomco-Klemme“, mit der die zuvor aufgeschnittene Vorhaut vom Penis entfernt wird, kostet im Online-Handel zwischen 50 und 300 $. Die etwas brutalere Mogan-Klemme bringt es bei einem Anbieter auf 326 $. Gepfefferte Preise für ein winziges Stück Metall.Routinebeschneidung in der DDR?
Kommen wir zu einem anderen, bislang unbekannten Kapitel der „politischen Medizingeschichte“, das den sprichwörtlichen amerikanischen Geschäftssinn zumindest ahnen lässt:
Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre nämlich hat man offenbar versucht, Jungenbeschneidungen auch in der ehemaligen DDR zu etablieren. Tatsächlich wurden als Ergebnis kurzzeitig bestehender Kontakte zwischen der University of Berkeley (Kalifornien) und dem damaligen Volkspolizeikrankenhaus Berlin (heute Bundeswehrkrankenhaus Berlin-Mitte) allein 1959 mindestens 546, insgesamt vermutlich weit über 1.500 neugeborene Berliner Jungen ohne evidenten medizinischen Grund an der Vorhaut beschnitten. Von ihnen wird wohl kaum ein Aufschrei ähnlich dem missbrauchter Jungen in Klöstern und Internaten zu erwarten sein. Man darf davon ausgehen, dass die Betroffenen von diesem „Experiment“ nicht die geringste Ahnung haben.
Die „Rechtfertigung“ dafür war damals so irrational wie heute: Man wolle damit (Penis-) Krebs vorbeugen, heißt es in entsprechenden Unterlagen – einer Krankheit, die extrem selten auftritt und wenn, dann fast ausschließlich im hohen Alter.
Die Beschneidungen in der DDR-Hauptstadt endeten abrupt im Jahre 1962. Die einzige von den Amerikanern zur Verfügung gestellte Gomco-Klemme war irreparabel defekt. Eine Neuanschaffung war wegen der Abschottung der DDR nicht möglich, ein Nachbau ebensowenig.
Ob weitere DDR-Kliniken in dieses „Experiment am lebenden Kind“ eingebunden waren ist derzeit noch unklar. Hier bleibt abzuwarten, ob entsprechende Unterlagen aufgefunden werden oder Betroffene sich zu Wort melden.
Obwohl Phimose-OP’s in der DDR ohnehin selten vorkamen sind nach der gescheiterten „Beschneidungsmission“ keine negativen Folgen für nicht beschnittene Jungen und Männer bekannt geworden. Weder Peniskrebs noch andere Krankheiten, denen Beschneidung angeblich vorbeugen soll, traten häufiger auf – im Gegenteil! Glück im Unglück für so manchen später geborenen Berliner Jungen…Grausame Rituale
„Fast überall auf der Welt werden Jungen und Männer beschnitten. So schlimm kann das dann ja wohl nicht sein!“
Solche und ähnliche „Argumente“ hört man oft, wenn es um dieses peinliche Tabuthema geht. Was dabei regelmäßig übersehen wird: Beschneidung ist längst nicht gleich Beschneidung und für einen medizinisch unnötigen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit Minderjähriger gibt es keine Rechtfertigung, nicht einmal durch das Einverständnis der Eltern, egal wie „groß“ oder „klein“ jemand diesen „Schnitt“ persönlich bewerten mag. Worauf beruft man sich, wenn man vorgibt, die Beschneidung von Jungen sei in vielen Teilen der Welt eine eher harmlose Tradition?
Bei den Dowayos in Kamerun ist die Beschneidung ein Fest, bei dem die Jungen zunächst nackt ausgezogen und auf dem Weg zum Beschneidungsplatz von verkleideten Männern angesprungen und massiv verängstigt werden. Bei der Beschneidung selbst wird fast der gesamte Penis gehäutet und regelrecht abgeschält, was dazu führt, das sich das verstümmelte Glied im Verlauf des weiteren Wachstums völlig deformiert.
Noch weiter gehen einige Aborigines-Stämme in Australien.
Sie schlitzen Jungen und Männern nach der kompletten Entfernung der Vorhaut die gesamte Harnröhre entlang der Unterseite des Penis von der Eichel bis zum Hodensack auf, so dass Urin und Sperma zwischen den Beinen austreten und eine Fortpflanzung mittels normalen Geschlechtsverkehrs nicht mehr möglich ist.
Der Stamm der Luo in Kenia ist einer der wenigen, bei dem Jungen ihre Vorhaut behalten dürfen. Ihnen wird „nur“ das Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel durchtrennt. Die derzeitige Kampagne der WHO, wonach Beschneidung zumindest einen gewissen Schutz gegen HIV biete, hat dort eine von der Welt weitgehend ignorierte, mit unglaublicher Brutalität geführte Jagd auf unbeschnittene Jungen und Männer ausgelöst. Auch hier schaut die Menschheit weg und das, obwohl die Luo ein durchaus prominentes Stammesmitglied haben: Den Vater des derzeitige US-Präsidenten Barack Obama!
Es bedarf keines allzu großen Aufwandes, um im Internet neben den bunten, festlichen Bildern muslimischer und jüdischer Beschneidungszeremonien auch die ungeschönte Wahrheit dieses religiösen Rituals zu finden.
Da wird ein Junge im Irak mit einem handelsüblichen Brenneisen beschnitten, das eigentlich zum Schneiden von Kunststoffen dient und für medizinische Zwecke (um die es hier ja ohnehin nicht geht) gar nicht zugelassen ist.
Ein algerischer Junge wird in eine Art Schraubstock eingespannt, bevor er ohne Betäubung beschnitten wird.
Nicht selten werden die Jungen von mehreren erwachsenen Männern festgehalten und mit Rasierklingen, Taschenmessern, Glasscherben oder geschliffenen Steinen beschnitten.
All dies sind Prozeduren, die nach deutschem Recht und insbesondere im Wiederholungsfalle mehrjährige Haftstrafen für die Täter nach sich ziehen würden. Es sind gravierende Menschenrechtsverletzungen, die von der Welt dennoch beinahe kommentarlos hingenommen oder durch Tradition oder Religion „gerechtfertigt“ werden.Historische „Begründungen“
Die Begründungen für die Beschneidung von Jungen änderten sich im Verlauf der Geschichte mehrfach. War es im 19. Jahrhundert die typisch amerikanische Prüderie, die Jungenbeschneidung als Mittel gegen Masturbation auserwählt hatte, musste später die Hygiene als „Argument“ herhalten, mit dem man auch gleich noch alle unbeschnittenen (also natürlich gebliebenen) Jungen als schmutzig und minderwertig disqualifizieren konnte. Diese entwürdigende Denkweise geistert auch heute noch in so manchem Hinterkopf herum.
Einschüchterung und Angstmache vor Geschlechtskrankheiten, Peniskrebs, Gebärmutterhalskrebs oder HIV sind nach wie vor das Damoklesschwert, das so manchen Jungen unters Messer befördert.
Der amerikanische Arzt, Erfinder der Erdnussbutter und Miterfinder der Cornflakes, John Harvey Kellogg (1852 – 1943) empfahl die betäubungslose Beschneidung von Jungen als Mittel gegen Masturbation (Selbstbefriedigung). Damit wollte er einerseits den Strafcharakter der Operation durch Schmerz verdeutlichen und andererseits eine Desensibilisierung (Gefühlsverlust) der nunmehr völlig ungeschützten Eichel erreichen – eine Folge, die nach vollständiger Entfernung der Vorhaut tatsächlich eintritt.
Auch für Mädchen hatte der (übrigens hoch geehrte!) Arzt ein „Rezept“: Behandlung der Klitoris mit unverdünnter Karbolsäure zur Dämpfung der „unnatürlichen Erregung“.Vor dem Gesetz sind alle ungleich!
Am 12. Februar 2010 beriet der Deutsche Bundesrat über eine Gesetzesinitiative der Länder Baden-Württemberg und Hessen, die einen eigenen Straftatbestand der Genitalverstümmelung ins Strafgesetzbuch aufgenommen wissen wollen. Dabei geht es ausschließlich um Mädchen.
Zweifellos ist die Beschneidung der weiblichen Genitalien ein grausames Verbrechen, dessen strafrechtlicher Verfolgung sich kein Mensch mit Herz und Verstand in den Weg stellen wird. Angesichts der Tabuisierung des gleichen Themas bei Jungen wirkt die Initiative jedoch wie ein Feigenblatt.
Juristisch betrachtet ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit auch ohne zusätzlichen Paragrafen im StGB unteilbar und sowohl Mädchen wie auch Jungen grundgesetzlich garantiert. Dabei ist es unerheblich, welche Auffassungen über das Ausmaß des Eingriffs im Vergleich beider Geschlechter bestehen.
Zweifellos handelt es sich bei der Beschneidung eines Jungen um einen invasiven Eingriff mit bleibenden körperlichen Folgen, der als gefährliche Körperverletzung nur dann straffrei bleibt, wenn er medizinisch notwendig ist. Bei vielen Phimose-Operationen ist dies nicht der Fall. Bei routinemäßiger Säuglingsbeschneidung fehlt es von vorneherein an der medizinischen Indikation und auch die scheinbar in einer rechtlichen Grauzone befindliche religiöse Beschneidung findet in den Artikeln 2 Abs. 2, 4 und 140 Grundgesetz in Verbindung mit dem fortgeltenden Recht des Artikels 136 der Weimarer Reichsverfassung vom 11.8.1919 eine eindeutige Regelung, indem nämlich ausdrücklich festgestellt wird, dass „die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten … durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt“ werden dürfen.
Man darf gespannt sein, wie Politik, Rechtsprechung, Mediziner und Krankenkassen in Zukunft mit all diesen Fragen umgehen werden.
© Mario Lichtenheldt
“Noch immer ein Tabu”
Die FR veröffentlicht ein Interview über die neuerlichen Fälle sexuellen Missbrauchs. Im Artikel geht es um Jungen als Opfer sexualisierter Gewalt…
Auch männliche Opfer geraten in den Blick. Die Lawine berät Jungen bis zum Alter von 12 Jahren. Was ist der Unterschied zu den weiblichen Betroffenen?
Chaudhuri: Jungs werden immer noch so erzogen, dass sie stark sein müssen. Sexuelle Übergriffe zu erleben durch eine meistens männliche Person ist besonders schwer für sie zu begreifen. Das geht bei Jungen zum Beispiel auf die Schiene: Bin ich schwul? Das darf nicht sein, wird ja als Schimpfwort verwendet. Der Druck, sich schuldig zu fühlen, ist größer, weil man sich als Junge nicht wehren konnte. Erziehungsbedingt ist es schwieriger für sie, sich als Opfer zu offenbaren.
Gibt es genug Beratungsstellen für Jungen in Hessen?
Auch männliche Opfer geraten in den Blick. Die Lawine berät Jungen bis zum Alter von 12 Jahren. Was ist der Unterschied zu den weiblichen Betroffenen?
Chaudhuri: Jungs werden immer noch so erzogen, dass sie stark sein müssen. Sexuelle Übergriffe zu erleben durch eine meistens männliche Person ist besonders schwer für sie zu begreifen. Das geht bei Jungen zum Beispiel auf die Schiene: Bin ich schwul? Das darf nicht sein, wird ja als Schimpfwort verwendet. Der Druck, sich schuldig zu fühlen, ist größer, weil man sich als Junge nicht wehren konnte. Erziehungsbedingt ist es schwieriger für sie, sich als Opfer zu offenbaren.
Gibt es genug Beratungsstellen für Jungen in Hessen?
Chaudhuri: Es gibt sowieso zu wenig Kindertherapeuten, erst recht männliche pädagogische und therapeutische Kräfte für Jungs.
Karau: Hessenweit gibt es auf alle Fälle noch Bedarf. In Hanau bietet die Hanauer Hilfe Beratung für Jungen ab zwölf Jahre an. Es gibt das Männerzentrum in Frankfurt. Die Erziehungsberatungsstellen und der Kinderschutzbund machen auch Angebote für Jungs. Aber es gibt zu wenig Fachberatungsstellen für Jungs.
Für Zwischendurch… Die Nachteile homophoben Denkens
Nach 30 Jahren treffen sich das erste Mal die 4 besten Freunde aus Schulzeiten…
Nach einigen Gläsern verabschiedet sich einer Richtung Toilette. Die anderen fangen an über ihren ganzen Stolz zu berichten!
Der erste meint:
“Mein Sohn ist mein ganzer Stolz! Er war sehr fleißig in der Schule, hat jahrelang studiert, seinen MBA gemacht und ist heute Präsident einer der größten Firmen Europas! Er ist mittlerweile sooo reich, dass er mal eben seinem besten Freund zum Geburtstag einen neuen Mercedes Kompressor geschenkt hat!”
Da meint der zweite:
“Nicht schlecht ! Auch mein Sohn ist mein ganzer Stolz! Auch er war sehr fleißig und hat studiert. Er fing ganz klein als Pilot einer der größten Fluggesellschaften der Welt an und heute gehört ihm ein Teil davon! Er ist sooo unglaublich reich, dass er seinem besten Freund zum Geburtstag eine Boeing 737-700 geschenkt hat!”
Der dritte pfeift anerkennend:
“Nicht übel meine Herren! Aber auch mein Sohn ist unsagbar reich geworden durch puren Fleiß! Er hat Ingenieurwesen studiert, eröffnete dann später eine Baufirma und diese arbeitet mittlerweile weltweit! Er schenkte seinem besten Freund zum Geburtstag ein Haus mit über 1000 m2 speziell für ihn gemacht mit allem drum und dran!”
Die Drei beglückwünschten sich untereinander, als der Vierte von Toilette wiederkam und sich erkundigte, was er verpasst hätte.
“Wir sprachen gerade über unsere Söhne und wie stolz wir auf sie wären! Apropos… Was macht eigentlich Dein Sohn ???”
“Der ist schwul! Er arbeitet als Stripper und Callboy in einer Diskothek. An seinen freien Tagen verdient er sich mit Schwulen-Pornos noch etwas dazu!
“Oh mein Gott, das ist ja grauenhaft! Du Ärmster… Das muss Dir doch unglaublich peinlich sein!”
“Nein, wieso ? Überhaupt nicht ! Er ist mein ganzer Stolz und Glück hat er auch noch! An seinem Geburtstag bekam er mal eben einen neuen Mercedes Kompressor, eine Boeing 737-700 und ein auf ihn zugeschnittenes Haus von seinen 3 besten Liebhabern!!!
Elterliche Kontrolle!
Wirklich wichtig, wenn man Kinder hat, die keine Sexy-Videos sehen sollen…
Dieses Video ist sehr gut!
Und dieser Typ, der den Spot moderiert, macht seinen Job ziemlich gut. Versucht einfach mal, ihn zu ignorieren…
PS: Ich wünsche mir, dass alle Männer so hartnäckig beim Vertreten ihrer Rechte und derer der Jungen wären
…
Was ihr schon immer über euren Schwanz wissen wolltet…
könnt ihr hier sicher auch erfahren. Eine ziemlich aufschlussreiche Seite, wenn auch manchmal ein wenig moralisierend, finde ich… Auch gut, dass es bestimmte Seiten als mp3 zum Hören gibt.
“Beschneidung” von Jungen … ganz normal und sehr gemein
Gestern erhielten wir ein Mail, dessen Text wir hier auszugsweise veröffentlichen. Es geht um ein Jungenthema im wahrsten Sinne. Das was allgemein “Beschneidung” heißt, ist für viele Betroffene später ein ziemlicher Albtraum. Ein neues Buch widmet sich dem Thema:
Die Beschneidung von Mädchen, vor allem in Afrika, aber auch anderswo in aller Welt, wird schon seit langem zu Recht kritisiert und geächtet. Insbesondere der Roman „Wüstenblume” von Waris Dirie führt die Folgen dieses grausamen Rituals, gegen das viele Organisationen seit Jahren ankämpfen, besonders drastisch vor Augen. [Read more...]





