Jungenbenachteiligung erneut bestätigt – doch die Politik beschönigt wohl weiterhin.

Die Geschichte mit dem Plumpsklo erzählen sie sich noch heute. Weil sie peinlich war, aber irgendwie auch gut. Eine Toilette sollte her, irgendwo mussten sie ihre Notdurft ja verrichten. Die Jungs hatten einen Bauplatz ausgesucht und einen Plan gezeichnet. Nach zwei Tagen Sägen und Hämmern standen sie stolz vor dem Häuschen – und stellten fest, dass niemand es benutzen konnte. Sie hatten die Tür falsch montiert, sie ließ sich nur nach innen öffnen. Und das auch nur einen Spalt breit.

In der Schule hätten die Zwölf- und Dreizehnjährigen vielleicht entnervt die Brocken hingeworfen. Die Frustrationsschwelle vieler Jungs an der Heinrich-von-Stephan-Schule ist nicht besonders hoch. Aber hier draußen am Schlänitzsee galt Aufgeben nicht, schließlich wurde die Toilette dringend gebraucht. Also schraubten die Jungs die Tür wieder ab und bauten sie richtig herum ein.

Wachsen durch Scheitern, Lernen durch Selbermachen – das sind die Prinzipien des »Landbauprojekts Schlänitzsee«. Auf dem verwilderten Gelände vor den Toren Potsdams müssen sich Jugendliche in handfesten Herausforderungen beweisen. Diese neue Pädagogik der Bewährung kommt vor allem den Jungen zugute, sagt Rektor Jens Großpietsch. An der Heinrich-von-Stephan-Schule, einer Brennpunktschule in Berlin-Moabit, sind die Jungen das schwache Geschlecht. Die Mädchen geben den Ton an – im Unterricht, im Morgenkreis oder in der Klassenversammlung. »Vor allem verbal sind sie überlegen«, sagt Großpietsch. Wenn Jungen auffallen, dann oft nicht durch gute Noten, sondern durch Desinteresse oder Stören. Vor zehn Jahren hat es der Schulleiter zum ersten Mal bemerkt: »Die Jungen rutschen ab. Wir müssen etwas tun.«

Via ZEIT-ONLINE

Wenn selbst die  ZEIT, die ansonsten auch den ein oder anderen Misandrie-durchtränkten Gender- Artikel schreibt, hier einmal in einem Artikel auf die besonderen Bedürfnisse der Jungen positiv eingeht, und sogar Erfolgsmeldungen verkünden darf, die  durch spezielle Programme in einigen unserer deutschen Schulen entstanden sind, so ist das als geradezu spektakulärer Fortschritt zu werten.

Dass diese erfolgsverwöhnten Programme in geradezu krassem Gegensatz zu den Bestrebungen der “Neuen Wege für Jungs” stehen, dürfte jedem ambitionierten Leser auffallen.

Ich bin neugierig, wann diejenigen, die sich – staatlich alimentiert und profeministisch- noch immer für allzu progressiv halten, aufwachen, und einsehen werden, dass sie leider trotz ihres seltsamen Umerziehungsprogramms nicht so den Nerv der Zeit und die Bedürfnisse der Jungs treffen, wie manche engagierte Lehrer und Lehrerinnen vor Ort.

Die Webjungs machen heute überzeugt Werbung für eine Gleichstellungsbeauftragte

Und zwar hier!

Bin ich froh, dass es eine solche Frau in einer solchen Position gibt! Bei Manndat findet ihr ein Interview mit Frau Dittmer.

Boys Day der besonderen Art.


“Du hast den Vibe, das spüre ich, wenn du singst“, sagt der junge Mann mit den kurzen blonden Haaren und dem Künstlernamen Jigs. „Das was du singst, kommt nämlich ganz von innen“. Vor ihm sitzen der 15-jährige Max und zwölf weitere Jungen aus der Mittelstufe des Antoniuskollegs (AK). Max hat gerade einige selbstgeschriebene Rapzeilen gesungen. Jigs (20) ist mit zwei Kollegen aus Berlin angereist, sie führen am AK einen zweitägigen Rap-Workshop durch.Alle drei sind Teilnehmer einer Berufseinstiegsmaßnahme am Don-Bosco-Center in Berlin-Marzahn. So kam auch der Kontakt zu der von den Salesianern Don Boscos getragenen Schule in Neunkirchen zustande. Die Jungs aus Berlin bezeichnen sich selbst als Rapper. Sie haben technisches Equipment mitgebracht und einen Klassenraum im AK in ein improvisiertes Tonstudio verwandelt.Für die AK-Schüler ist es ein ungewöhnliches Erlebnis, mit den jungen Profis zusammen ihr eigenes Lebensgefühl in knappe, prägnante Texte zu bringen und daraus einen Rapsong zu kreieren.

Von hier…

Jungen lesen anders und Anderes.


Mit dem Projekt „Junge, Junge!“ wollen die Bibliotheken Krefeld und Neuss ein neuesAngebot speziell für Jungs zusammenstellen. Jungen lesen anders und Anderes. Das soll bei der Medienauswahl noch besser berücksichtigt werden.Begleitet werden soll das Projekt durch Veranstaltungen und eine eigene Internet-Plattform. Am Donnerstag, 8. Juli, können Jungen im Alter von acht bis 14 Jahren von 16 bis 19 Uhr sich für die Internetseite des Projekts in der Mediothek vonTheaterfotograf Matthias Stutte ablichten lassen. Voraussetzungen sind: die Einverständniserklärung der Eltern (Erziehungsberechtigten mitbringen) und die Bereitschaft das eigene Foto auf der neuen Website für das Mediotheksprojekt Junge, Junge!“ veröffentlichen zu lassen. Weitere Informationen über die Mediothek stehen im Internet unter www.krefeld.de/mediothek.


Selbstbehauptung für Jungen

Dass „Nein“ sagen kein Zeichen von Schwäche ist und „Stop“ rufen in bedrohlichen Situationen auch Jungen erlaubt ist, konnten zwölf Jungen aus dem Werra-Meißner-Kreis im Alter von 8-12 Jahren bei dem Selbstbehauptungsseminar „Jeder kann sich wehren“ erfahren.

Die Kreisjugendförderung bot vom 18.-19.06.2010 erstmalig einen Selbstbehauptungskurs für Jungen im Jugenddorf Hoher Meißner an.

Dieses Angebot unterstützt Jungen darin, sich in Übergriffssituationen angemessen verhalten zu können. Die Jungen waren begeistert. Sie hatten, angeleitet von Joachim Koch und Björn Schneider, zwei Referenten aus der Jungenarbeit, viel Spaß beim Spielen und Üben. Die Jungs befassten sich mit der Wirkung ihrer Körpersprache auf einen möglichen Angreifer. Um das ‚Bauchgefühl’ als ein wichtiges Signal für Gefahren aller Art wahrzunehmen, wurden Vertrauens- sowie Wahrnehmungsübungen zur Schärfung des Bewusstseins gespielt.

Und warum ein Seminar nur für Jungen? Als vermeintliche Konfliktlösung in den verschiedensten Situationen verwenden Jungen häufig sozialisierte Formen verbaler und körperlicher Gewalt.

Alles, was sie als besonders “männlich” gelten lässt, scheint ein geeignetes Mittel. Dabei verleugnen sie vor sich und allen anderen die eigenen Gefühle wie z. B. Angst. Da Jungen in der Gruppe Nähe oft nur schwer zulassen, ist dies ein heikles Thema, das viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein geschützter Rahmen unter Jungen und Männern erleichtert es Jungen, ihre Gefühle zu benennen.

Hier gefunden…

Was mich an dem Angebot stört, ist der immerwährende Hinweis darauf, dass Jungen sooo viel gewalttätig werden. Man kann es einfach nicht lassen, erst darauf hinzuweisen. Warum?

Die neue Jungenleseliste von Manndat ist da

Dass die geschlechterpolitische Initiative “Manndat”  sich besonders für die Förderung von Jungen einsetzt,  ist vielen bereits bekannt.  Jetzt gibt es den neuen “Jungen lesen” – newsletter!

Diesmal haben wir im “Jungen lesen”-newsletter einige besondere Leckerbissen. In einem Interview mit der Kita-Leiterin und Gleichstellungsbeauftragten Monika Dittmer geht es um die Förderung von Grundlagen zur Lesekompetenz im Kindergarten.

Zudem listet uns Frau Dittmer einige Bücherempfehlungen für Jungs auf.

In einem zweiten Interview stellt uns Sebastian Weber von Pons eine neue Reihe zur geschlechterspezifischen Förderung von Jungen und Mädchen vor.

Hier könnt Ihr den Newsletter herunterladen: Jungen- Newsletter Juni 2010

und hier geht es zu Manndat.

Wochenendseminar für Jungen

Wochenende dient Selbstsicherheit

Insbesondere Jungen sind gleichermaßen Täter und Opfer. Ob in der Schule, bei Freizeitaktivitäten oder beim Sport: Überall können, von den Kleinsten bis zu jungen Heranwachsenden, Streitigkeiten und Konflikte in gewaltsame Auseinandersetzungen eskalieren. Um hier Abhilfe anzubieten oder konfliktminimierend einzusteigen bietet das Jugendbildungswerk des Landkreises Gießen unter dem Titel ´Selbstbehauptung für Jungen´ ein Seminar für Jungen zwischen acht und 12 Jahren an. Die Termine sind nach Angaben des Jugenddezernenten Dirk Oßwald am Samstag und Sonntag, dem 29. und 30. Mai 2010. Der Beginn an beiden Tagen ist um 10.00 Uhr, Ende gegen 15.00 Uhr. „Mit den Selbstbehauptungskursen speziell für Jungen leisten wir einen Beitrag in der Entwicklung der jungen Menschen. Selbstbewusstsein fördern und Konfliktbewältigung von heranwachsenden Jungen unterstützen sind die wichtigsten Ziele der beiden Seminartage“, so Dirk Oßwald wörtlich.Ein weiterer Selbstbehauptungskurs findet am 12. und 13. Juni 2010 statt. Für beide Kurswochenenden stehen noch freie Plätze zur Verfügung.
Die Jungen bekommen nach Auskunft von Jugendbildungsreferent Patrick Amend in dem Kurs vermittelt, inwieweit sie sich auf verbalem Wege zur Wehr setzen können. Anhand von Rollenspielen und der Besprechung von alltäglichen Gefahrensituationen werden alternative Verhaltensmuster aufgezeigt. Auch der Umgang mit physisch und psychisch bedingten Übergriffen durch nahe stehende Personen ist in dem Jungenkurs ein Thema.

Wochenendseminar für Jungen | Gießen | Gießener Zeitung

Wie ein Jungen-Tag aussehen kann…

Die Idee zum Jungentag gebe es bereits seit Ende 2007. „Viele Jungs fragten nach, ob es auch einen Tag eigens für sie geben würde“, sagte Schinko. „Wir überlegten uns schließlich, was die Jungen brauchen könnten.“ Die Pädagogen kamen zu dem Entschluss, dass nur ein weit gefächertes Themenangebot infrage komme, weil man die Bedürfnisse der jungen Männer nicht pauschalisieren könne. „Jungs brauchen aber nicht nur immer Action, daher bieten wir auch einen Bastelkurs an“, so Schinko.

So konnten die Jungs zwischen vielen Aktionen wie beispielsweise Bogenschießen, Kistenstapeln, Wettnageln oder Holzsägearbeiten und Seiltanzen aussuchen. Diese Ideen und Vorstellungen wurden am Samstag von 14 bis 19 Uhr im Mehrgenerationshaus Linde realisiert. Zu den zahlreichen Aktionen gehörte unter anderem der Bau eines Didgeridoos, das traditionelle Musikinstrument der australischen Aborigines.

Hier gefunden…

Ich bedauere schon, dass die Jungs offenbar 3 Jahre warten mussten. Aber dieser Bericht klingt schon so, dass hier eher die Bedürfnisse von Jungen berücksichtigt wurden, als anderswo.

Die Diskussion im Forum verfolgen?

Reflexive Pädagogik: Jungen als Jungen fördern.

“Versäumnis über Jahrzehnte”

An der S’Grooten-Hauptschule wurde inzwischen damit begonnen, in verschiedenen Fächern (Hauswirtschaft und Technik) Jungen und Mädchen getrennt zu unterrichten. “Reflexive Koedukation” wird der getrennte Unterricht für Jungen und Mädchen in Teilbereichen genannt, weil Mädchen und Jungen in bestimmten Bereichen anders lernen. Auch die Sonsbecker Schulleiterin spricht von einem “Versäumnis über Jahrzehnte hinweg”. Ihre Bilanz: “Die Jungs sind auf der Strecke geblieben; es fehlt ihnen an Selbstbewusstsein.

“Die Sonsbecker Hauptschule wird die reflexive Koedukation weiter ausbauen und dabei auch ihre Möglichkeiten als Ganztagsschule ausspielen. “Da wird es für die Jungen Fußball geben, damit sie untereinander ihre Kräfte messen können.” Zusätzlich sollen soziale Bereiche auch für Jungen erschlossen werden.Was sich auch deckt mit einer Initiative der Bundesregierung (“Neue Wege für Jungs”), die Jungen die Möglichkeit einräumen soll, “Chancengleichheit und Rollenvielfalt als persönlichen Gewinn für das spätere berufliche und persönliche Leben zu erfahren”.Auch Angelika Platzen hält als Manko fest, dass fast ausschließlich Frauen die Aufgaben der Erziehung und Bildung übernommen haben. Dass es zu wenige Männer in den Erziehungsberufen gibt, macht sie ebenfalls an der Bezahlung und an fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten fest.

Xanten: Kritik: Die Jungs abgehängt | RP ONLINE

Förderprojekt: Monatliche Reitstunde nur für Jungs

Reiten ist die angestammte Domäne von Mädchen. In den Reitvereinen und auf den Reiterhöfen sind sie den Jungen zahlenmäßig deutlich überlegen. Deren Überzahl hemmt oft die Jungmänner, sich auf das naturnahe Hobby einzulassen. Das möchte der Märkische Reiterverband ändern. Das möchte der Märkische Reiterverband ändern. Er bietet Reiten nur für Jungs an. Die Anregung kam von der neuen Jugendwartin der Claudia Döller Ossenberg-Engels und wurde gerne von den Vereinsvertretern aufgegriffen.Am Dienstag war Premiere auf dem Pferdezucht- und Pensionsbetrieb von Heiko Cordt und Wiebke Cordt-Humpert im idyllischen Wörden. Dort ist das zahme Wildschwein Schnitzel zu Hause. Dort gibt’s eine Menge Pferde, viel Landschaft und beste Reitmöglichkeiten in der Halle und im Freien.An jedem ersten Dienstag im Monat ist jetzt Reiten nur für Jungs im Angebot.

Förderprojekt: Monatliche Reitstunde nur für Jungs – Nachrodt-Wiblingwerde – DerWesten