Beschneidung von Jungen, Falschinformationen der BZGA

Foto: Stefanie Hofschlaeger

Über den alltäglichen Wahnwitz der Jungenbenachteiligung, diesmal durch die BZGA,  hat Mario Lichtenheldt einen Artikel geschrieben. Thema:  “Beschneidung”, ihre Spätfolgen, mangelnde und falsche  Beratung. Sein Fazit:

Kein Arzt kann es sich heute leisten, in der Patientenaufklärung mögliche Alternativen, Komplikationen und unerwünschte Folgen einer OP zu verschweigen. Immense Schadenersatz- oder Schmerzensgeldforderungen wären vorprogrammiert.Bleibt die Frage, weshalb dann aber die BZgA als eine Beratungseinrichtung mit einem öffentlichen Auftrag Jungen durchweg und nicht nur in den Broschüren ihrer Reihe „Sex’n Tipps“ derart oberflächlich, unvollständig und sogar falsch berät!Im 21. Jahrhundert allen Ernstes ein blutiges Ritual aus grauer Vorzeit als „Begründung“ oder gar „Trost“ für sinnlose Operationen an den Genitalien von Kindern (auch Jungen sind Kinder) heranzuziehen, ist zweifelsohne ein Wahnsinn an sich. Offen bleibt dabei, ob dieser Wahnsinn möglicherweise Methode hat …

Hier geht es zum Artikel im Forum.

Jungs und Männer, wie geht es Euch mit Eurer “Beschneidung”?

Die männliche “Beschneidung” wird häufig und gern in den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung zu einer unwichtigen Bagatelle gemacht.

Sie wird manchmal einfach mit “Hygiene”  gleichgesetzt und ansonsten verschwiegen. Doch lange nicht alle Männer oder Jungen, die “beschnitten” wurden, halten ihren  jetzigen Zustand für gut oder gar wünschenswert.

Ich bin der Ansicht, dass in Zukunft das Thema einen höheren Stellenwert in der öffentlichen Diskussion braucht, als ihm heute zugewiesen wird. Daher wünsche ich mir, dass möglichst viele Jungen oder Männer, die “beschnitten” wurden, ihre Erfahrungen hier einmal kurz (oder lang) beschreiben.

Nur so lässt sich belegen, WIE Jungen oder Männer ihre “Beschneidung” und deren Folgen später erleben. Und nur so können all jene Märchenstunden beendet werden, die angeblich belegen sollen, dass “das alles ja für jeden richtigen Jungen oder Mann nicht so schlimm” sei.

Tatsache ist, die meisten Männer und Jungen erdulden Vieles, ohne je darüber zu klagen. Genau deshalb gelten sie eben auch nicht als benachteilgt oder gar als traumatisiert.

Unser Forum ist eröffnet. Und wir garantieren, dass wir alle beschriebenen Erfahrungen, Positionen und Meinungen hier veröffentlichen, auch wenn sie nicht unsere Ansichten zum Thema teilen.

Also: schreibt/schreiben Sie uns Eure /Ihre Erfahrungen. Uns interessiert alles, was spontan einfällt.

Hier zum Beispiel einige Fragen:

Wann war meine “Beschneidung”?

Wie habe ich die “Beschneidung” erlebt?

Gab es Probleme? Z.B. bei der Heilung?

Wie wurde ich versorgt?

Wurde ich mit Schmerzen o.ä. ernstgenommen?

Welche Folgen hat meine “Beschneidung” bis jetzt?

Finde ich es ok, wenn kleine Jungen aus religiösen Gründen “beschnitten” werden?

Vielen Dank für Eure/Ihre Antworten.

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Die Beschneidung von Jungen ohne deren Einwilligung ist strafbar!

UPDATE: Bitte auch die Links in den Kommentaren beachten!

Ungerechtfertigter Eingriff in die körperliche Integrität
Eine körperliche Misshandlung nach § 223 Absatz 1 StGB liegt vor im Fall einer unangemessenen und üblen Behandlung, durch die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit mehr als nur unerheblich beeinträchtigt wird. Die bei einer Zirkumzision vorzunehmende teilweise oder vollständige Entfernung der Vorhaut stellt einen nicht nur unerheblichen Substanzverlust dar, sie ist mithin eine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit.

Vor allem bezogen auf religiöse Beschneidungen ist manchmal die Rede davon, dass eine Zirkumzision sozialadäquat sei, also nicht unangemessen und übel (4). Das ist nicht überzeugend, auch weil es widersprüchlich wäre, einen ärztlichen Heileingriff – wie es die Rechtsprechung tut – tatbestandlich als Körperverletzung einzustufen, hingegen bei einer medizinisch nicht indizierten Zirkumzision eine Körperverletzung wegen Sozialadäquanz zu verneinen. Folglich ist in jeder Zirkumzision eine Körperverletzung im Sinne des § 223 Absatz 1 StGB zu sehen. Allgemein gilt also: Ohne eine Rechtfertigung darf niemand in die körperliche Integrität eines anderen eingreifen.

Eine Körperverletzung ist nicht rechtswidrig, wenn der Eingriff gerechtfertigt ist. Das ist zu bejahen bei Vorliegen einer wirksamen Einwilligung des Patienten, wobei es grundsätzlich keine Rolle spielt, ob der Eingriff medizinisch indiziert ist oder nicht.

Liegt die Einwilligungsfähigkeit bei einem Minderjährigen noch nicht vor, kann eine Einwilligung in erster Linie von den Inhabern der Personensorge erklärt werden – meist von den Eltern. Ihre Einwilligung ist gemäß § 1627 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs allerdings daran gebunden, dass die Personensorge „zum Wohl des Kindes“ ausgeübt wird, andernfalls sind die Personensorgeberechtigten nicht dispositionsbefugt. Damit eine Entscheidung im „Wohl des Kindes“ liegt, muss sie seinen Interessen entsprechen, vereinfacht formuliert: vorteilhaft sein. Sind mit einer Maßnahme auch Nachteile verbunden, müssen sie von den Vorteilen überwogen werden. Letztlich läuft alles auf eine Güterabwägung hinaus.

Der Schaden bei einer Zirkumzision liegt im irreversiblen Verlust von Körpersubstanz. Manche halten den Verlust der Vorhaut allerdings für unbedeutend, weil der Vorhaut keine Funktion zukomme (5). Eine solche Sicht ist nicht überzeugend, weil es sehr wohl Funktionen gibt, die die Vorhaut erfüllt (1). Fehlt sie, wird etwa die Eichel nicht mehr feucht gehalten, ist vielmehr ständig einer trockenen äußeren Umgebung ausgesetzt – weswegen die Empfindungsfähigkeit abnimmt (6).

Das Ärzteblatt berichtet. Vielen Dank an M. für den Link!

Ausserdem ein PDF über die juristische Sicht: (http://www.zis-online.com/dat/artikel/2010_7-8_468.pdf).

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Fruchtbarkeit: Mumps gefährdet die Potenz

Wenn junge Männer Mumps bekommen, droht ihnen eine Hodenentzündung. Als Folge ist ihre Fruchtbarkeit in Gefahr

Die Hoden sind Keimdrüsen und produzieren Samen. Eine Entzündung kann sie in ihrer Funktion beeinträchtigenIrische Klinikärzte beobachten aktuell einen rasanten Anstieg von Hodenentzündungen durch Mumps unter jungen Männern. „Jungen, die in den 90er-Jahren nicht die MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) erhielten, stecken sich jetzt in Schulen und Universitäten an“, berichtet der Urologe Niall Davis. Zusammen mit Kollegen der Mater Misericordiae Universität in Dublin sichtet er Statistiken der letzten fünf Jahrzehnte zum Thema urologische Erkrankungen. „Rund 42 Prozent der Mumpspatienten bekommen mindestens eine Komplikation.“ Dazu zählen beim Mann Hodenentzündung (Mumpsorchitis), bei der Frau Eierstockentzündung, Gehirnhaut- und Bauchspeicheldrüsenentzündung und Taubheit.

Fruchtbarkeit: Mumps gefährdet die Potenz – News – FOCUS Online

Depressiv – Besonders junge Männer sind häufiger betroffen

Im gesamten Bundesgebiet nahm die Zahl um 23 Prozent zu. Besonders betroffen sind junge Männer unter 20 Jahren, bei denen ein Anstieg um 41 Prozent zu verzeichnen ist. Insgesamt gab es den größeren Zuwachs jedoch bei Frauen mit einem Plus von 24 Prozent gegenüber 20 Prozent bei Männern.Die Ursachen für diese generelle Entwicklung sind nach Ansicht von Sven Gäsert vom KKH-Allianz Servicezentrum in Schwerin vielfältig: “Die Wirtschaftskrise und damit verbundene Existenzängste können genauso eine Rolle spielen wie eine zunehmende Orientierungslosigkeit in unserer globalisierten Gesellschaft.” Darüber hinaus seien Depressionen heute auch weniger tabuisiert, Menschen würden sich folglich eher in ärztliche Behandlung begeben.

MVregio – Depressiv – Besonders junge Männer sind häufiger betroffen

Junge Männer sind wohl noch häufiger betroffen, wenn man die weitaus größere Dunkelziffer hinzurechnet, da junge Männer deutlich weniger häufig zum Arzt gehen als junge Frauen…

Phimose: Engpass am Penis

Die meisten Jungs wissen, wie ihre Eichel aussieht. Sie müssen nur ihre Vorhaut zurückschieben, um sie freizulegen. Bei einigen ist das jedoch nicht so einfach. Fachleute unterscheiden verschiedene Grade der Vorhautverengung, die auch als Phimose bezeichnet wird. Ist die Vorhaut vollständig verengt, lässt sich die Vorhaut nicht einmal bei einem schlaffen Penis über die Eichel rollen. Ist sie unvollständig verengt, dann passt sie zwar noch über einen entspannten, aber nicht mehr über den erigierten Penis. In beiden Fällen ist der Besuch beim Urologen zu empfehlen. Er wird die verschiedenen Möglichkeiten erläutern, mit denen sich die Vorhaut weiten lässt. In manchen Fällen hilft schon eine Salbe, in anderen nur das Skalpell.

Phimose: Engpass am Penis – Gesundheit | STERN.DE

Hier ein guter Artikel für Jungs (und deren Eltern) über die Phimose.

Mädchen leiden stärker unter Schulstress als Jungen

Hamburg – Mädchen leiden einer aktuellen Umfrage zufolge deutlich stärker unter Schulstress als Jungen.38,2 Prozent der Schülerin-nen berichteten von psychosomatischen Beschwerden, bei den Schülern waren es 21,3 Prozent, teilte die Krankenkasse DAK gestern in Hamburg mit.Das Institut für Psychologie und das Zentrum für angewandte Gesundheitswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg hatten für die Studie fast 4500 Schüler an 15 Schulen in vier Bundesländern befragt.Besonders groß sei der Geschlechterunterschied bei Kopfschmerzen. Darüber klagen nur 8,4 Prozent der Jungen, bei den Mädchen sind es dagegen 25,3 Prozent.

Mädchen leiden stärker unter Schulstress als Jungen – Nachrichten welt_print – Vermischtes – WELT ONLINE

Mal wieder so ein “Werk” der Forscher… Mädchen leiden mehr, daraus wird: Mädchen sind mehr betroffen. Dass es zu Mädchen nunmal gehört, sich bzw. das eigene Leiden gut wahrzunehmen, wird vollständig ausgeblendet – genauso wie die Tatsache, dass Jungen unter keinen Umständen als weinerlich daher kommen wollen, und daher selten bis ganz selten zum Arzt gehen.

Junge Männer als Zwangsarbeiter: Verschleppt und versklavt in China

In einer Fernsehdokumentation über massenhafte Zwangsarbeit in China hat Hu Xiaojiao plötzlich ihren seit langem vermissten Sohn entdeckt: als Arbeitssklaven in einer zentralchinesischen Ziegelei. Seit zwei Jahren hatte die Fabrikarbeiterin ihren damals 26-jährigen Sohn zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr gesehen. “Ich eilte sofort zu der Fabrik, aber mein Junge war nicht mehr dort. Ich bin sicher, dass sie ihn an einen anderen Ort verschleppt haben. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört”, sagt die kleine resolute Frau mit erregter Stimme.

Junge Männer als Zwangsarbeiter: Verschleppt und versklavt in China – n-tv.de

Dass es junge Männer nicht leicht haben, wissen wir – doch China schießt wohl mindestens einen, wenn nicht “den” Vogel ab in Bezug auf Sklaverei im 21 Jahrhundert.

Gleichbehandlung auf dem Kreiswehrersatzamt

arztEs war einmal…ein ganz gewöhnlicher Dienstag im Leben von Leonie Weber. Leonie ist 17 jahre alt und besucht eine private Realschule, als sie jedoch heute von der Schule nach Hause kommt, findet sie einen Brief vom Kreiswehrersatzamt in ihrem Briefkasten – Die Vorladung zur Musterung. Leonie denkt sich nicht viel dabei, muss ja schließlich jede Frau machen und der Staat schützt ja die Würde des Menschen. Der große Tag ist gekommen: Pünktlich um 7:30 Uhr findet sich Leonie in dem für Sie zuständigen KWEA ein und meldet sich an der Rezeption an, ein nett grinsender Mann erwartet sie schon und nimmt ihre Personalien auf. Nach einem kurzen Gespräch, ob sie denn nun zum Bund oder den Dienst an der Waffe verweigern wolle, beginnen nach kurzer Wartezeit die medizinischen Zwangsuntersuchungen.

Seh- und Hörtest, Wiegen das alles ist ja nichts besonderes. Nach einer weiteren Wartezeit wird sie in einen neuen Untersuchungsraum gebeten, indem schon 2 weitere Männer auf sie Warten: Der Amtsarzt und eine Schreibkraft. “Bitte Freimachen” fordert der Amtsarzt und Leonie legt zögernd all ihre Kleider vor den zwei Männern ab. Der Amtsarzt beginnt die Brüste, vor den Augen der Schreibkraft nach Knoten abzutasten, danach geht er in die Hocke und spreizt Leonies Schamlippen, die Schreibkraft fragt “Wie viel?”, der Arzt antwortet: “Gar nichts”. Leonie steht unter einem leichten Schock, sie ist wie versteinert und weiß nicht wie sie reagieren soll, ihre Rechte kennt sie ja nicht – hatte Ihr ja auch Keiner vorgelesen, wie ein Roboter folgt sie den Befehlen. Der Arzt bitte sie sich umzudrehen und zu Bücken, spreizt ihr Gesäß mit seinen Handschuhen und fragt: “Hatten sie schon mal Hämorriden?” – “Nein” stammelt Leonie zögerlich. “Sie können sich wieder anziehen” erwidert der Arzt und spricht noch kurz mit der Schreibkraft, “Nehmen Sie bitte wieder im Warteraum platz”, so die letzte Anweisung des Arztes.

Hier geht es aufschlussreich weiter

Jungs, warum tanzt ihr so komisch?

Bei Jetzt de gibt es eine interssante Umfrage mit Fragen und Anworten zum Thema. Hier einige Auszüge…

Immer zum Wochenende: Mädchen fragen Jungs fragen Mädchen. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.

Ich glaube nicht, dass ich in die falschen Clubs gehe. Einmal war ich in einer Großraumdisse, einmal auf einer seltsamen Goa-Waldparty und einmal in einem Teenie-HipHop-Laden. Ansonsten halte ich mich nachts eigentlich an Orten auf, die von vielen netten, ansprechenden Jungen bevölkert sind, die gerne zu guter Musik weggehen wollen. Nur meine ich beobachtet zu haben, dass ihr Jungs euch ungern zur Musik bewegt. Und wenn, dann sieht das oft sehr komisch aus. Jedenfalls kann man eure Bewegungsmuster auf oder in der Nähe von Tanzflächen meistens so kategorisieren:

1. Der Nicht-Tänzer
Der männliche Nicht-Tänzer stellt in Clubs eine große Fraktion. Er ist in der Regel regungslos an der Bar oder in einer schummrigen Ecke zu finden. Dort steht er herum wie eine Säule aus Stein und hält sich an seinem Bier und einer Fluppe fest. Clubs sind für ihn keine Tanzlokale, sondern da, um Leute zu treffen und sich nett zu unterhalten. Hat er seine Freundin dabei, schaut er ihr gerne aus der Ferne zu, lässt sich aber auch auf wiederholte Aufforderung nicht zum mitmachen überreden. Man könnte ja beim Tanzen seinen Gefühlen Ausdruck verleihen.

Seine Tanzfigur: Wenn überhaupt, dann tumbes Trampeln auf der Stelle…

Die Jungsantwort:

Manchmal tut Selbsterkenntnis weh – unsere hüftsteifen Tanz-Bewegungen sind uns durchaus bewusst. Das hemmt uns, Tanzflächen selbstbewusst zu betreten. Wir wissen außerdem, dass ihr unsere Tanzbemühungen sehr kritisch beobachtet. Welcher Junge gibt unter den harten Jury-Augen der weiblichen Tanzmehrheit gerne preis, extrem untalentiert zu sein? Solche Selbstzerfleischungen beobachtet man sonst nur bei TV-Castingshows, während man selbst voller Fremdscham zu Hause auf dem sicheren Sofa sitzt. Schon frühkindliche Erfahrungen im Sandkasten haben uns gezeigt: Mädchen können hässlich lachen, wenn die krüppelige Sandburg nicht dem weiblichen Sinn für Ästhetik entspricht.

Jungs, warum tanzt ihr so komisch? – jetzt.de