Junge Männer emotionaler als Frauen

Eine Studie widerlegt das Vorurteil, dass Frauen auf Krisen in der Partnerschaft besonders empfindlich reagierten.

Soziologen der amerikanischen Wake Forest Universität hatten mehr als 1.000 Teilnehmer im Alter von 18 bis 23 Jahren befragt.Demnach verbergen viele junge Männer zwar nach außen hin ihre Gefühle unter einer rauen Maske. Aber unter der stoischen Oberfläche brodelt es offenbar. “Überraschenderweise reagieren junge Männer stärker auf die Qualität laufender Beziehungen”, sagt Studienleiterin Robin Simon.

Kriselt es in der Partnerschaft, so reagieren die Geschlechter unterschiedlich: “Frauen drücken emotionale Belastung eher in Form von Depression aus, während Männer eher zu Alkohol- und Drogenproblemen neigen”, sagt sie. Die größere Empfindsamkeit junger Männer erklärt die Forscherin damit, dass romantische Beziehungen für sie oft die einzige Quelle von Intimität seien. Frauen pflegten dagegen generell engere Beziehungen zu Familie und Freundinnen. Zudem kratze eine kriselnde Partnerschaft möglicherweise besonders stark an Identität und Selbstwertgefühl junger Männer.

Dies gilt allerdings nur für bestehende Beziehungen. Ein Singledasein birgt dagegen für junge Frauen mehr Schrecken als für gleichaltrige Männer. Sie können zwar besser mit dem Auf und Ab einer Partnerschaft umgehen, leiden aber unter deren Ende besonders stark.

Junge Männer emotionaler als Frauen > Kleine Zeitung

Homohass unter Jugendlichen: Kampagne will Schweigen und Mobbing verhindern

Die Alternative zum Outing heißt: Versteckspiel. So wie bei Kevin, 22. Er lebt in Köln, kommt aber aus dem Sauerland. In Winterberg war er engagiert im Schützenverein und wurde sogar Jungschützenkönig. Er war Messdiener und sogar im Pfarrgemeinderat – mittendrin statt nur dabei in der Dorfgemeinschaft. “Aber als das Gerücht aufkam, ich könne schwul sein, kam jemand aus dem Dorf auf mich zu und fragte: ‘Kevin, ich hab da was gehört, bist du schwul?’ Ich war total schockiert und habe erstmal alles abgestritten. Er sagte: ‘Gott sei Dank, sonst hätte ich auch nie wieder ein Wort mit dir geredet.’”Freitagmittag, kurz vor Schulschluss. Kevin steht vor seiner alten Schule und erzählt: Bloß nicht auffallen war seine Devise, auch was Klamotten anging. Heute sind seine Haare rötlich gefärbt und hochgegelt, er trägt modische Jeans. Auf dem Weg zu seinem alten Klassenzimmer wird Kevin ruhiger, setzt sich schließlich auf einen der leeren Stühle: “Ich sehe noch meine Mitschüler hier sitzen, wie damals.” Es sei “ein Wahnsinnsgefühl”, jetzt als geoutet hier zu sein. “Die ganze Last ist weg, ich habe endlich zu mir gestanden. Damals hatte ich oft Angstzustände.”Sein neues Selbstbewusstsein will Kevin nun nutzen, um mit denen zu reden, die ihm damals das Leben so schwergemacht haben. Sein ehemaliger Direktor Bernd Loffing empfängt Kevin zum Gespräch. Erst jetzt erfährt er, dass sein früherer Schüler schwul ist. “Ich hätte nicht in deiner Haut stecken wollen, Kevin”, sagt Loffing sofort und meint, dass ein Outing wohl sehr schwer gewesen wäre. “Ich hätte aber auch nicht mit diesem Druck leben wollen, der sich innerlich aufbaut. Vielleicht hättest du dich ja zumindest uns Kollegen gegenüber outen können?”

“Schüler nutzen jede vermeintliche Schwäche”

Als Kevin wissen will, ob Lehrer auf solche Situationen vorbereitet seien, zögert der Direktor nur kurz. Im Kollegium wäre das vermutlich kein Problem gewesen, schätzt er: “Schwieriger wäre es sicherlich bei den Schülern. Jugendliche sind heutzutage brutal. Sie nutzen jede vermeintliche Schwäche, das hättest du vermutlich zu spüren bekommen.”

Die Lehrergewerkschaft GEW sagt, dass “schwul” und “Schwuchtel” heute die häufigsten Schimpfwörter auf dem Schulhof sind. Almut Dietrich vom Projekt “Schule ohne Homophobie” fordert deshalb ein engagiertes Eingreifen von Lehrern, auch wenn auf den ersten Blick niemand konkret gemeint ist. Allein der Gebrauch von “schwul” als Schimpfwort schaffe “eine Atmosphäre der Intoleranz, in der sich niemand mehr outen wird”. Studien belegen, wie sehr sich das Klima an deutschen Schulen bereits in diese Richtung entwickelt hat: Einer Umfrage der Marktforscher von iconKids & youth zufolge finden über zwei Drittel der Jungen und die Hälfte der Mädchen Lesben und Schwule “überhaupt nicht gut”.

Ihnen fehlen Vorbilder bei der Generation der Eltern und Großeltern.

Homohass unter Jugendlichen: Zum Schweigen verdammt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – SchulSPIEGEL

Spegel Online hat noch  folgenden Link epfohlen: http://www.schule-der-vielfalt.de/

Seriöses Forum: Mobbing: Was wirklich hilft

Am 12. November startet dazu das Internetforum „Mobbing: Was wirklich hilft“ auf den Seiten des Internetportals Lehrer-Online. Schüler, Lehrer und Eltern können sich hier über das Thema austauschen und bei unseren Experten Rat suchen: darüber, was Mobbing ist, wie es entsteht und was dagegen getan werden kann.
http://www.lehrer-online.de/mobbing.php

(Update 10.10.2009 Forum ist wophl nicht zu erreichen)

Dieser sehr interssante und vor allem nicht Jungenfeidliche Artikel hat mich dazu gebracht, das Forum hier zu verlinken:

Hier ein Auszug: [Read more...]

Junge Männer zur Ehe gezwungen

Spiegel-Online nimmt sich des Theman Zwangsehe an, bei dem eben auch viele junge Männer gezwungen werden…

Mit 16 hatte er von seinen Eltern erfahren, dass er sich mit seiner gleichaltrigen Cousine aus Ostanatolien verloben soll. Als er sich weigerte, drohte seine Mutter mit Selbstmord. “Du wirst mich am Strick im Keller finden”, sagte sie. 17 Jahre alt war Azad, als er während eines Urlaubs in der Türkei standesamtlich verheiratet wurde, 18, als die Braut nach Deutschland kam und die verschnörkelten Hochzeitseinladungen verschickt wurden. In einem schwäbischen Mittelklassehotel fand die Hochzeitsnacht statt: “Es war der reine Horror”, sagt Azad.

Die Geschichten türkischer Mädchen in Deutschland, die zwangsverheiratet werden, geschlagen und unterdrückt, sind oft schon erzählt worden.

Der Psychologe Kazim Erdogan, der in Berlin-Neukölln ehrenamtlich eines der ersten Beratungsangebote für türkische Männer in Deutschland eingerichtet hat, ist mit dem Problem vertraut. “Es gibt auch junge Männer, die von ihren Familien gegängelt, erpresst oder verprügelt werden”, sagt er.

 

Manchmal sind es in Deutschland geborene und aufgewachsene Türken, die in falsche Kreise geraten sind. Drogen, Einbrüche, Prügeleien. Die Familien wollen ihre Söhne wieder auf den Pfad der Tugend führen und suchen für sie unbescholtene Frauen aus Anatolien. Was Braut oder Bräutigam davon halten, zählt nicht. 

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Punk, Hexe, Emo: Und wie du wieder aussiehst! Jugendsubkulturen

Hier ein Artikel über die verschiedenen Subkulturen … Vielleicht findet Ihr Euch oder Sie Ihren Sohn ja wieder…

Und wie du wieder aussiehst!
Wie ticken eigentlich Emos?
Und wofür steht Straight Edge?
Anna Harasim, 15, und Nicolas Scheuplein, 17, aus Bad Neustadt haben ihre Mitschüler als Rapper, Rocker, Hexen vor die Kamera gestellt – eine preisgekrönte Fotoreportage aus dem Schülerzeitungswettbewerb des SPIEGEL.Der eine ist Punk, die nächste Emo, und der da hinten kommt immer wie ein Rapper in die Schule. Möchten eigentlich alle Jugendlichen “Teil einer Jugendbewegung sein” (Tocotronic)? Oder sind alle anderen Langweiler? Kann man überhaupt unfallfrei erwachsen werden, ohne einer Szene, einer Kultur beizutreten?

Punk, Hexe, Emo: Und wie du wieder aussiehst! – SchulSPIEGEL – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten