Buchbesprechung: Der Männerversteher…

Arne Hoffmann hat das Buch von Dr. Matthias Stiehler  “Der Männerversteher” (Beck-Verlag, 12,95 Euro) rezensiert.

Aus dem Inhalt hier ein Zitat:

Eine weitere Kernthese (des Buches) lautet, dass es eine “patriarchale Dividende”, die Männerforscher wie Robert Connell zu sehen glaubten, in Wahrheit ebensowenig gibt wie eine vom Feminismus behauptete Unterdrückung der Frauen durch die Männer: “Die Männer sind in diesem Spiel ebenso Verlierer. Den Vorteilen, die sie haben und die von feministischer Seite immer wieder hervorgehoben werden, stehen ebensolche Nachteile entgegen.” Mit dieser Erkenntnis schließt Stiehler an die politische Männerrechtsbewegung an, die sich in den letzten Jahren auch in Deutschland mit Gruppen wie MANNdat und AGENS gebildet hat und die diese Nachteile beseitigen möchte….

Neben dieses zentrale Tabu in der Geschlechterdebatte, so Stiehler, tritt zugleich eine ebenso zentrale Lüge: nämlich die, dass Männer sich endlich grundlegend ändern sollen. Tatsächlich sollen sie sich nur in den engen Grenzen ändern, die der feministische Mainstream ihnen vorschreibt: “Sie sollen nicht auf ihre Bedürfnisse achten, denn das täten sie in ihrem männlichen Egoismus ohnehin zu viel. Vielmehr sollen sie noch größere Kraftanstrengungen unternehmen, die an sie gestellten Erwartungen besser zu erfüllen.” Die alte Männerrolle des Funktionierens wird also fortgeschrieben, nur eben jetzt nicht mehr mit dem General oder dem Chef, sondern mit den Feministinnen als Kommandogeber. Stiehler führt aus: “Die vielen Forderungen an die neuen Männer sind bei Licht betrachtet eine Fortschreibung der alten Verhältnisse, mit ein wenig neuer Tünche: Männer, tut, was wir von euch verlangen, und achtet auch weiterhin bloß nicht darauf, was ihr wollt und was für euer Leben gut ist. Es geht im derzeitigen gesellschaftlichen Mainstream überhaupt nicht darum, dass Männern lernen, mehr auf sich zu achten. (…) Im Kern geht es also darum, dass sich Männer NICHT ändern.” Man könnte hinzufügen: Die einzigen Männer, die sich tatsächlich geändert haben und ihre eigenen Bedürfnisse formulieren, etwa die Aktivisten von MANNdat und AGENS, werden vom feministischen Mainstream erbittert und bis aufs Messer bekämpft.

Stiehler erkennt glasklar, aus welchem Grund den meisten Feministinnen an einer echten Veränderung des Geschlechterverhältnisses inzwischen wenig gelegen sein kann: “Es geht um Geld und es geht um die Pfründe, die über die Jahre geschaffen und besetzt wurden. Eine Entideologisierung der Geschlechterdiskussion hätte zur Folge, dass all dies infrage gestellt wird. Unter diesem Aspekt lässt sich auch verstehen, warum sich so viele Gleichstellungsbeauftragte gegen wirkliche Gleichstellung wehren und warum eine Zeitschrift wie die EMMA nicht ideologiefrei sein kann. Hier sind jeweils konkrete Berufskarrieren in Gefahr.”

Interessante und überzeugende Bruchstücke, allein bereits aus der Rezension! Das Buch scheint viele neue Aspekte nicht einfach nur darzustellen, sondern auch zu begründen, welche Prozesse hinter der  feministischen “Ideologiesierung” stecken. Ich vermute, es wäre für manche beschämend, wenn sie es denn lesen würden…

Sarrazin muss wegen “Gen-Thesen” seine Ämter wahrscheinlich räumen. Andere nicht.

Mehrere Tage hatten die Bundesbanker gezögert, nun haben sie sich zu einem historischen Schritt entschlossen: Der Vorstand will sich von seinem umstrittenen Mitglied Thilo Sarrazin trennen und hat deshalb Bundespräsident Christian Wulff um dessen Abberufung gebeten. Der Beschluss sei einstimmig getroffen worden.

via…

Sarazin hat die These des “Juden-Gens” und der Vererbbarkeit von Dummheit bzw. Intelligenz benutzt, um Stimmung zu machen. Dafür bekommt er jetzt nicht nur Rügen, sondern mutiert vielleicht zum Märtyrer.

Andere bekommen für ähnlich pauschalierende und fragwürdige Unterstellungen weder Rügen, noch Schelte. Vielleicht deshalb, weil es bei ihnen nicht um das deutsche, traumatische Reizthema “Juden” geht, sondern nur um Jungs und junge Männer?

Bewiesen: Bernhard Bueb hält Jungs für soziale Untermenschen

Bernhard Bueb

Der Pädagoge Bernhard Bueb hat den Vorschlag der CDU-Ministerpräsidenten Müller und Koch für einen sozialen Pflichtdienst begrüßt, falls die Wehrpflicht und der Zivildienst ausgesetzt werden sollten. Der Buchautor (“Lob der Diziplin”) frühere Rektor des Elitegymnasiums in Salem erklärte bei MDR INFO, dieser Dienst sei insbesondere für junge Männer sehr nützlich und sinnvoll: “Nach meiner Erfahrung mangelt es vielen männlichen Jugendlichen an einem natürlichen Zugang zu hilfsbedürftigen Menschen.” Durch einen Pflichtdienst könnten sie lernen, dass Helfen Freude machen kann.

Hier gefunden…

So geht es also  zu in unserer Republik. Gerade derartig konservative Pädagogen meinen, sich unwidersprochen mit solchen Thesen an die Öffentlichkeit wagen zu dürfen.

Junge Männer haben es nötiger

Für Frauen ist ein solches Jahr nach Ansicht Buebs nicht unbedingt notwendig. Sie seien von Natur aus hilfsbereit und leisteten in ihrem Leben viel mehr soziale Hilfdienste, allein wenn sie Mütter würden. Zudem würden meistens die Frauen für Eltern oder Verwandte in Not da sein. “Bei ihnen ist das erzieherische Moment nicht so notwendig wie bei Männern“, erklärte Bueb. Er glaube außerdem, dass alle Seiten von einem Sozialen Pflichtdienst profitieren würden: die Betreuten in Altersheimen und Behinderteneinrichtungen, der Staat und auch die jungen Männer, denn Sie “würden sich verändern, einen Gemeinsinn und ein anderes Verhältnis zu Menschen in Not entwickeln.”

In welch durchgeknallter Zeit leben wir eigentlich? Der eine  beschwört jetzt die “Herrenrasse”, und Bueb  die “Damenrasse” als die ” besseren Menschen”.

Das Problem ist, dass die meisten “Qualitätsmedien” derartig abstrusen Theorien auch noch eine Bühne geben.

Was haben der Feminismus, eine Ministerin, ein Schwein, ein Schnitzel und Mens-Health gemeinsam?

(nein, nein und nochmals nein, ich mag keine Schnitzel...)

Richtig geraten! Sie alle passen in einen stilistisch eher satirischen  Artikel bei Manndat über ein Interview von Frau Schröder  in der “Mens Health”.

Schröder: „Die Union lässt jungen Paaren und Familien die Wahlfreiheit, das ist inzwischen Konsens.“

Das hat zu guter Letzt noch gefehlt. Ein seltsames Verständnis von Freiheit, das sich da offenbart. Diese Freiheit gehört den Menschen und nicht der Union oder sonst einer Partei, die sie den Familien „lassen“ könnte! Die Politik kann sie uns bestenfalls mehr oder weniger nehmen, und indem sie das tut, treibt sie uns die Sau vom Hof und gibt uns ein mickriges Schnitzel dafür zurück. Und das finden wir auch nicht nett.

Hier ist das trotz der traurigen Botschaften amüsante Produkt zu lesen.

Bei der Pratenpartei werden Jungs offenbar parteilich betrachtet, und nicht diffamiert.

Am Anfang nur ein kurzes Zitat aus zwei langen Artikeln zur ungeschönten Situation von Jungen und ihren Zukunftsaussichten:

Nicht ohne Grund liegt die männliche Jugendarbeitslosigkeit um 40% höher als die weibliche.

Vergleicht man diese Zahlen mit solchen aus früheren Jahren, so zeigt sich, dass es sich hierbei um eine jüngere Entwicklung handelt. So betrugen die Jungenanteile 1970 noch 51 Prozent bei den Hauptschulen, 60 Prozent bei den Sonderschulen und 56 Prozent bei den Gymnasien [3].

“Zwar bemüht man sich mit Aktionen wie dem Girls Day seit mehr als zehn Jahren
darum, Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern,
doch der Erfolg blieb aus. Seit Einführung des Girls Day ist der Anteil
weiblicher Fachkräfte in einigen dieser Berufe sogar gesunken. So sank nach
Angabe des Hightech-Verbands BITKOM der Anteil weiblicher Auszubildender in der
IT Branche von 14 auf 9 Prozent [4]“

Jene jungen Männer, die sich für diese Berufe interessieren, können hingegen von einer Förderung, wie sie für Mädchen und Frauen selbstverständlich geworden sind, nur träumen. Somit brechen vor allem am unteren Rand immer mehr Männer weg, und gehen der deutschen Wirtschaft folglich als Fachkräfte verloren. Darüber hinaus bilden sie – unfähig, in produktiver Weise zur Gesellschaft beizutragen – eine neue männliche Unterschicht, die von den Sozialsystemen mitgetragen werden muss.

Kevin Fuchs, einer der Verantwortlichen der männerpolitischen Initiative der Piratenpartei, bat uns per Mail, auf ihre Initiative zu verlinken.

Das mache ich auch deshalb gern, weil ich in diesen beiden Artikeln eine präzise, gut recherchierte und zusammengefasste  Sttuations- und Zukunftsbeschreibung der aktuellen Nicht- Jungen-Förderung sehe, die diejenigen schlicht Lügen straft, die allzu gern Gegenteiliges behaupten.

Die Diskussion im Forum verfolgen?

Karsruhe stärkt Rechte unverheirateter Väter

“Anspruch auf Sorge durch den Elternteil, der erkennbar besser geeignet ist”

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte es schon Ende vergangenen Jahres für menschenrechtswidrig erklärt, dass Vätern in Deutschland das gemeinsame Sorgerecht verwehrt bleibt, solange die Mütter nicht zustimmen. Dass Väter sich erst recht um das alleinige Sorgerecht bislang vergeblich bemühen, hatten die Straßburger Richter noch nicht einmal mit im Blick.

Bei geschiedenen Vätern konnte bisher, auch wenn die Mutter das alleinige Sorgerecht hatte, durch Gerichtsbeschluss der Vater die alleinige Sorge übertragen bekommen, wenn das für das Kind “am besten” ist. Bei Eltern, die nicht verheiratet waren, ging das aber nicht.

Für den Bielefelder Rechtsanwalt Georg Rixe, der sowohl den Straßburger also auch den aktuellen Karlsruher Fall gewonnen hat und S. in seiner Sache vertritt, ist das eine Diskriminierung: Wenn schon die gemeinsame Elternverantwortung nicht möglich ist, weil sich die Eltern partout nicht verstehen, so Rixe, “dann hat das Kind einen verfassungsrechtlich gesicherten Anspruch auf Sorge durch den Elternteil, der erkennbar besser geeignet ist, egal ob die Eltern verheiratet waren oder nicht”.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprach nach dem Straßburger Urteil zunächst, wieder einmal, von einem “Einzelfall” – obwohl die Straßburger Richter die deutsche Rechtslage als solche kritisiert hatten; entsprechend schleppend verliefen die versprochenen Reformbemühungen, bis heute liegt aus dem Bundesjustizministerium kein Gesetzentwurf vor.

Das Verfassungsgericht hat der Politik jetzt wieder mal Beine gemacht. Wohlweislich haben sich die Richter nicht damit begnügt, dem Gesetzgeber einen Auftrag zur Neuregelung zu erteilen, sondern gleich eine eigene Übergangsregelung getroffen.

Kehrtwende in Karlsruhe

Für Anwalt Rixe ist es “sehr erfreulich”, dass das Verfassungsgericht nun im Sorgerecht “erstmals eine solche Übergangsregelung trifft – und dem Gesetzgeber so faktisch gleich die Maßstäbe vorgegeben hat”

Via SPON

Ministerin Schröder schließt zwar die Frauenquote in Unternehmen in Überlegungen ein, blendet dafür aber Gewalt-Täterinnen größtenteils aus.

Anders als die Überschrift verrät, ist die Doppelzüngigkeit ihres Interviews in der Stuttgarter Zeitung nach meiner Ansicht nicht zu deuten.

(C) DPA

Frau Schröder sagt:

Wir brauchen eine Neudefinition von Gleichstellungspolitik. Ich konnte nie etwas mit einem Feminismus anfangen, der sich in Gegnerschaft zu den Männern begriff. Der war immer schon problematisch, aber auf jeden Fall sind dessen Zeiten vorbei.

Kitas und Grundschulen sind fast männerfreie Zonen. Das muss negative Konsequenzen haben.

Stimmt, aber ich möchte schon vorwegschicken, dass niemand Erzieherinnen oder Lehrerinnen bösen Willen unterstellen darf. Sie bemühen sich, Jungen auch jungengerecht zu behandeln.

Bemühen allein reicht nicht, denn damit blendet sie aus, dass eben viele Lehrerinnen und Erzieherinnen als besonders emanzipiert gelten und Frauen für die besseren Menschen halten. Aus dieser Motivlage heraus werden  erwiesenermaßen Jungen schlechter beurteilt und behandelt.

Doch weiter im Text:

Müsste es mehr männliche Erzieher geben?

Ja, denn die Jungs brauchen männliche Vorbilder. Gerade Kinder von Alleinerziehenden treffen oft erst mit zehn oder elf Jahren in der weiterführenden Schule auf eine männliche Bezugsperson. Das kann entwicklungspsychologisch problematisch sein. Eine neue Studie, die unser Haus gefördert hat, kommt zu diesem Ergebnis: Männer werden dann Erzieher, wenn sie zum Beispiel als Zivildienstleistende oder im Freiwilligen Sozialen Jahr schon Einblick in diesen Beruf erhalten haben. Andere haben dagegen Hemmschwellen. Ich glaube, viele junge Männer würden den Beruf gern ergreifen, trauen sich aber nicht, weil er ein weibliches Image hat. Ich werde gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit ein bundesweites Programm starten, das es Männern ermöglicht, sich auch in späteren Jahren noch für den Erzieherberuf in einer zweijährigen Ausbildung umschulen zu lassen. Dazu gibt es bereits vielversprechende Pilotprojekte. Das Programm wird Anfang nächsten Jahres starten und sicherlich erfolgreich sein. Denn Tatsache ist: Erzieher haben sehr gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Aber die Bezahlung ist nicht attraktiv.

Das stimmt so nicht. Der beliebteste Ausbildungsberuf bei den Jungen ist Mechatroniker, und der wird nicht besser bezahlt als der Erzieher in der Kita. Wir werden es kaum schaffen, zu 50 Prozent männliche Erzieher zu bekommen. Aber es wäre bereits ein schöner Fortschritt, wenn es an jeder Kita ein oder zwei Männer gäbe.

Was lernen wir daraus? Schröder spricht sich an anderer Stelle für männliche  Zwangsdienste aus, um daraus genau jene “Motivation zu filtern”, die dann Männern den Erzieherberuf erst schmackhaft macht. Der Weg ist offenbar hier das Ziel.

Nun weiter im Interview…

Zum Lohnabstand: Sind Frauen mit weniger Geld als Männer zufrieden?

Jedenfalls führen Frauen, die in ihren Beruf zurückkehren, ihre Gehaltsverhandlungen oft zu bescheiden – weil sie ihren Marktwert nicht kennen und weil sie vielleicht dankbar sind, überhaupt wieder einsteigen zu können. Wir versuchen in Programmen, Wiedereinsteigerinnen selbstbewusstes Auftreten in Lohnverhandlungen zu vermitteln.

Aber mit einer bewussten Diskriminierung von Frauen hat das alles nichts zu tun?

Tatsächlich glaube ich, dass die schenkelklopfende Diskriminierung von Frauen nur noch selten anzutreffen ist. Der Lohnunterschied erklärt sich aus vielen Komponenten: der Studienwahl, den negativen Nachwirkungen der Kinderpausen, dem finanziellen Nachteil bei der Wiedereinstellung. Aber die Wirtschaft wird aus Eigeninteresse im Wettbewerb um Fachkräfte umdenken und umsteuern müssen.

Was ist mit der Frauenquote?

Die Frauenquote ist für mich nur die Ultima Ratio, weil sie ja nur ein Herumdoktern am Symptom ist. Aber Ultima Ratio heißt auch: Ich schließe sie nicht aus.

(Nun kommt’s in ihrer Argumentation noch mal richtig dicke…)

Beim Thema “häusliche Gewalt” sagen manche Forscher, dass Gewalt gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt sei. Stehen Frauen als Opfer zu sehr im Fokus?

Frauen sind nicht die besseren Menschen. Und es gibt auch in nennenswerter Zahl Fälle körperlicher Gewalt von Frauen gegen Männer. Wo die physische Kraft fehlt, werden zuweilen Gegenstände zu Hilfe genommen. Gewalt von Frauen gegen Männer kommt also vor. Dass aber die Hälfte der Fälle auf das Konto von Frauen gehen soll – das glaube ich nicht. Der Mann ist nun einmal stärker und löst daher öfter Konflikte mit Gewalt als Frauen. Männliche Gewalt ist zudem in Familien mit Migrationshintergrund kein kleines Problem.

Wenn es, wie Sie einräumen, Gewalt gegen Männer gibt, sollte sich das Ministerium dann nicht starkmachen für “familienorientierte Beratungszentren” gegen häusliche Gewalt?

Ich finde, dass staatliche Hilfsangebote gegen familiäre Gewalt Anlaufstelle für beide sein müssen, Männer und Frauen. Vielfach sind die Gesetze schon ausgewogen formuliert: Das Gewaltschutzgesetz sorgt dafür, dass der aggressive Partner der gemeinsamen Wohnung verwiesen werden kann – das ist nicht geschlechtsspezifisch formuliert.

Frau Schröder “glaubt” also allen Ernstes daran, dass sich geprügelte Männer in die Hände tendenziös ausgebildeter, misstrauischer Feministinnen begeben würden – oder zwangsläufig müssten. Denn vorwiegend solche gibt es in den sogenannten “Hilfsangeboten”, die bisher mit sehr wenigen Ausnahmen zudem explizit nur an Frauen als Opfer adressiert sind. Die Mitarbeiterinnen sind hier aber nicht allein Schuld an der Misere für männliche Opfer. Die Ausbildungen in Hochschulen und Ausbildungsinstituten ist hier ebenfalls sehr in der Verantwortung. Auch und besonders dort werden alle Studien, die nicht in die Mainstream-Ideologie passen, ignoriert und verschwiegen. So wurden bisher ganze Generationen von Personen im psychosozialen Sektor so lange nur mit einseitigen Männer-gleich- Täterschemata gefüttert, bis dass die Ausbildenden ihre eigene Verleugnung von weiblicher Täterschaft selbst glaubten.

Nun arbeiten in diesen Hilfs-Einrichtungen fast ausnahmslos Frauen, was  zudem die notwendige Parteilichkeit in der Arbeit mit den männlichen Opfern nicht gewährleistet, sondern  fast unmöglich werden lässt.

Da passt es ja fast schon ins Konzept, dass Kristina Schröders CDU-Ministerinnen Kollegin vor wenigen Tagen in Niedersachsen in den dort neu aufgelegten “Täterprogrammen”  komplett gleich alle Frauen als Täterinnen ausblendet und damit Männer erneut alleinig dämonisiert.

Es gäbe hier wohl zumindest geringen Abstimmungsbedarf in der CDU. Oder eben nicht, denn die negativen, dämonisiserenden Vorurteile über die einseitige Verteilung der Täterschaft bleiben zementiert, wenn sich gleich mehrere Ministerinnen derart hartnäckig der Wahrheit gegenüber verschließen. Nicht zuletzt wird innerhalb dieser gesamten Diskussion der große Bereich der häuslichen Gewalt gegen Kinder (und hier sind die Frauen als Täterinnen selbst im statistischen Hellfeld quasi in der Mehrheit) ausgeblendet.

Zuletzt wird Schröders Ignoranz und offensichtliche Unkenntnis über die Dynamik bei häuslicher Gewalt unter Erwachsenen in diesem Interview überdeutlich. Über 200 internationale Studienergebnisse renommierter Forscher/innen werden von einer Bundesministerin mit dem Halbsatz: “Ich glaube nicht, dass…” vom Tisch gewischt, die in gleichem Atemzug zudem körperliche Stärke noch mit gleichzeitig ansteigender Gewaltneigung gleichsetzt. Welch gnadenloser Unsinn! Solche Unwissenheit macht mich fast sprachlos…

Frau Ministerin Schröder,

hier gehts aber (schon lange) nicht mehr ums “Glauben”, oder “Ihre Meinung”, sondern schlicht um Fakten. Sie sind ja schließlich Bundesministerin und keine Pastorin ( womit ich hier keine Pastorinnen beleidigen möchte).

Wie war noch gleich die vollmundige Ansage am Anfang Ihres Interviews?

“Ich konnte nie etwas mit einem Feminismus anfangen, der sich in Gegnerschaft zu den Männern begriff. Der war immer schon problematisch, aber auf jeden Fall sind dessen Zeiten vorbei.”

Ihre Erkenntnis stimmt, deren Umsetzung ins Konkrete bleibt bisher aufgrund der oben beschriebenen Misandrie aber auch in Ihrer Amtszeit aus…

Die Diskussion im Forum verfolgen?

“Es ist belegt, dass …” Eugen Maus berichtet in der WELT.

“Es ist belegt, dass Jungs für gleiche Leistungen schlechtere Noten als Mädchen bekommen. Das darf nicht sein”, sagt Eugen Maus.

Auch das verbreitete Vorurteil, dass Gewalt in einer Beziehung grundsätzlich vom Mann ausgeht und Gewalttätigkeit ganz offensichtlich eine naturgegebene männliche Eigenschaft ist, will Maus nicht so stehen lassen. Unter dem Stichwort “Mythen und Fakten zur häuslichen Gewalt” heißt es auf der MANNdat-Homepage deshalb unter anderem: “Häusliche Gewalt hat kein Geschlecht.”

Der Verein stützt sich dabei auf mehr als 246 Forschungsberichte, die belegen sollen, dass Frauen ihren Männern gegenüber mindestens genauso häufig gewalttätig werden, als anders herum. “Die greifen dann halt einfach zum Aschenbecher”, erklärt Maus.

Nimmt der existierende Feminismus jetzt also überhand oder ist es das starke Geschlecht, das schwächelt?

“Weder noch”, meint Eugen Maus. “Trotzdem ist es einfach störend, dass ein WM-Sieg der Fußball-Frauenmannschaft so gefeiert wird, als hätten die Frauen eine männliche Bastion erobert.

In Maus’ Beziehung gibt es keine männliche oder weibliche Vorherrschaft, nur Gleichberechtigung.

Hier gehts weiter… : Die WELT-ONLINE nimmt sich des Themas an, und Eugen Maus berichtet.

Auch Zeit-Online sagt: Männerrechtler haben recht…

Nanü Nana, dass ich das noch erleben durfte!
Die, selbst durchgegenderte Zeit-Online- Redaktion hat ein (wenig)  Einsehen in ihrem Artikel über Alleinverdienerinnen:

Es wirkt paradox, dass die Frauen über ihre hohe Belastung klagen, während der Partner doch Zeit hätte, ihnen Arbeit abzunehmen. An diesem Paradox wird deutlich wie nie, wie stark die Geschlechterrollenbilder unsere Gesellschaft noch prägen.
Auffällig viele der Alleinernährerinnen haben das traditionelle Rollenverständnis im Kopf. Nur das Viertel der Akademikerinnen sucht sich Partner, die es ihnen ermöglichen, Kind und Karriere zu haben. Die restlichen 75 Prozent möchten zwar auch nicht, dass der Mann allein arbeitet. Sie möchten allerdings Zeit haben, sich um Haushalt und Familie zu kümmern und nebenbei in Teilzeit zu arbeiten.  Ute Klammer hat in den qualitativen Interviews herausgefunden, dass viele dieser Frauen ihren Männern sogar bewusst zu Hause den Rücken freihalten, damit sie sich bewerben, qualifizieren und zurück in den Beruf können.

Es wäre zu kurz gesprungen, diesen Frauen zu unterstellen, sie wollten zurück an den Herd und ihre Männer ganztags bei der Arbeit sehen. Eine Stichelei, die man von Männerrechtlern immer wieder hört, à la “die Frauen wollen doch gar nicht Alleinernährerinnen sein, denn dann müssten sie die ganze Verantwortung tragen”, scheint allerdings berechtigt.

Unser Fazit: Schön, dass auch “Qualitätsjournalien” diese Tatsachen registrieren. Bleibt zu hoffen, dass deren Kollektivgedächtnis die eben genannten Fakten nicht im Verlauf dieses Sommers bereits wieder vegisst.

Die Webjungs machen heute überzeugt Werbung für eine Gleichstellungsbeauftragte

Und zwar hier!

Bin ich froh, dass es eine solche Frau in einer solchen Position gibt! Bei Manndat findet ihr ein Interview mit Frau Dittmer.